Revierjäger/Revierjägerin
Auch bekannt als: Hunting ground supervisor (m/f)
Über den Beruf
Revierjäger/innen erhalten und entwickeln das Jagdrevier. Sie legen Wildäcker, Hecken und Feuchtbiotope an, pflegen Wiesen und Nistkästen und schaffen so Äsung und Deckung für Reh, Hirsch oder Fasan. Um den Bestand gesund zu halten, beobachten sie Wilddichten mit Fernglas, Wildkamera oder Drohne, erstellen Abschusspläne und führen oder organisieren die Jagd. Krankes oder verletztes Wild erkennen sie und erlegen es tierschutzgerecht, untersuchen Fallwild und setzen Impfköder aus. In harten Wintern beschicken sie Futterstellen und kontrollieren Vorräte. Auch Wildschäden an Jungbäumen oder Feldern nehmen sie auf, installieren Schutzzäune und beraten Waldbesitzer. Hochsitze, Fütterungen und Zäune bauen, prüfen und reparieren sie meist selbst, oft mit Motorsäge und Hammer. Erlegtes Wild zerlegen sie in der Wildkammer und vermarkten das Fleisch direkt an Händler oder Gastronomie.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- Belehrung und Bescheinigung des Gesundheitsamtes für den Umgang mit Lebensmitteln
- I.d.R. Jagdschein
- I.d.R. Führerschein Klasse B
Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Revierjäger/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 33.780 € und 35.472 € pro Jahr. Mit wachsender Erfahrung oder Zusatzqualifikationen wie der Meisterprüfung kannst du durch übertarifliche Zulagen mehr verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Revierjäger/in?
Die duale Ausbildung zum/zur Revierjäger/in dauert drei Jahre. In dieser Zeit wechselst du zwischen praktischem Einsatz im Revier und Unterricht in der Berufsschule.
Welche Schulfächer sind wichtig für Revierjäger/innen?
Biologie, Mathematik und Werken/Technik sind besonders hilfreich. Sie vermitteln dir das Verständnis für Wildtierverhalten, das Kalkulieren von Futtermengen sowie das handwerkliche Geschick für Revierarbeiten.
Ist der Beruf als Revierjäger/in körperlich anstrengend?
Ja, der Job stellt hohe Anforderungen an Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit. Du gehst lange Strecken in unwegsamem Gelände, musst schwere Materialien heben, bist schwindelfrei auf Hochsitzen und arbeitest bei jeder Witterung.
Wie sind die Berufsaussichten als Revierjäger/in?
Die Berufsaussichten als Revierjäger/in sind gut. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, daher werden offene Stellen oft schnell besetzt und es gibt Konkurrenz. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, qualifizierte Fachkräfte zu finden, wodurch die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt. Zusätzlich sorgen viele Altersabgänge dafür, dass weitere Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Revierjäger/in?
Digitale Karten, Drohnen und Sensor-Netzwerke sind feste Bestandteile der Arbeit. Du solltest topografische Kartensoftware beherrschen, per Drohne Revierflächen inspizieren und über LP-WAN-Sensoren Futterautomaten oder Wildkameras aus der Ferne überwachen können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Revierjäger/in?
Revierjäger/innen arbeiten überwiegend im Freien und sind Wind, Regen, Hitze oder Kälte ausgesetzt. Der Einsatz von Motorsägen, Bodenbearbeitungsgeräten und Jagdwaffen erfordert Schutzkleidung und Umsicht, außerdem fallen Dienste in den frühen Morgen- und Abendstunden sowie an Wochenenden an.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Revierjäger/innen?
Fachkurse in Forst- und Jagdwirtschaft, Baumpflege oder Pflanzenschutz vertiefen dein Know-how und machen dich für spezialisierte Aufgaben attraktiver. Solche Lehrgänge können auch die Voraussetzung für höhere Positionen im Reviermanagement sein.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Revierjäger/in?
Nach einigen Jahren Praxis kannst du die Prüfung zum/zur Revierjagdmeister/in ablegen und so Leitungsfunktionen übernehmen.
