Werkstoffprüfer/Werkstoffprüferin Fachrichtung Systemtechnik – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Werkstoffprüfer/Werkstoffprüferin Fachrichtung Systemtechnik

Auch bekannt als: Werkstofftechniker/in · Materials tester (m/f) - specialising in systems technology

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Prüflabors · in Produktionshallen · beim Kunden · in Büroräumen
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze5

Über den Beruf

Werkstoffprüfer/innen der Fachrichtung Systemtechnik untersuchen Bauteile in Anlagen, Rohrleitungen oder Brücken auf Risse, Einschlüsse und Materialveränderungen. Sie planen jeden Prüfauftrag, erkunden Normen, Zugänglichkeit und Sicherheitsvorgaben und stimmen Termine mit Fertigung, Instandhaltung sowie Auftraggebern ab. Für die Untersuchung richten sie mobile oder stationäre Prüfarbeitsplätze ein, kalibrieren Geräte und wählen ein passendes Verfahren – meist zerstörungsfrei per Ultraschall, Magnetpulver, Eindringmittel oder Durchstrahlung, bei Bedarf auch durch Probenentnahme. Während der Prüfung erfassen sie Messwerte digital, berücksichtigen Temperatur, Geometrie und andere Umwelteinflüsse. Die Ergebnisse vergleichen sie mit Fehlerkatalogen, werten sie statistisch aus und bewerten die Bauteilsicherheit. Abweichungen schlagen sie Nacharbeiten vor, präsentieren Befunde vor Auditoren und erstellen detaillierte Prüfprotokolle. Regelmäßige Pflege und Wartung der Mess- und Hilfseinrichtungen gehört ebenfalls zum Alltag.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Werkstoffprüfer/in?

Werkstoffprüfer/innen verdienen typischerweise 4.319 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.638 € und 5.155 €. Mit wachsender Verantwortung, etwa als Prüfkoordinator/in, kann das Einkommen weiter steigen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Werkstoffprüfer/in?

Im ersten Jahr verdienst du 1.179 € brutto im Monat, im zweiten 1.243 €, im dritten 1.331 € und im vierten Ausbildungsjahr rund 1.413 €. Durchschnittlich liegst du damit bei etwa 1.269 € pro Monat über die gesamte Ausbildungszeit hinweg.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Werkstoffprüfer/in?

Die duale Ausbildung dauert regulär 3,5 Jahre. Du verbringst also sieben Semester im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule.

Welche Schulfächer sind wichtig für Werkstoffprüfer/innen?

Besonders hilfreich sind Physik, Chemie, Mathematik, Informatik und Werken/Technik. Ein gutes Fundament in diesen Fächern erleichtert dir das Verständnis von Materialeigenschaften, Messdatenauswertungen und Gerätekalibrierungen.

Ist der Beruf als Werkstoffprüfer/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine gewisse körperliche Belastbarkeit. Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände für Wartungsarbeiten, widerstandsfähige Haut beim Umgang mit Chemikalien und gesunde Atemwege, weil Rauch, Staub oder Dämpfe auftreten können. Insgesamt ist die Tätigkeit aber weniger kraftintensiv als viele Produktionsberufe.

Wie sind die Berufsaussichten als Werkstoffprüfer/in?

Die Berufsaussichten als Werkstoffprüfer/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen und steigern deine Chancen. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Werkstoffprüfer/in?

Im Alltag arbeitest du mit digitalen Dokumenten- und Laborsystemen. Du solltest Dokumentenmanagementsysteme (DMS) sicher bedienen, Laborinformationssysteme (LIS) zur Datenauswertung nutzen können und dich mit Wearables wie Smart-Watches oder Datenbrillen auskennen, um Prüfprotokolle automatisiert zu erfassen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Werkstoffprüfer/in?

Du kannst dich in Werkstoffprüfung, naturwissenschaftlicher Labortechnik, Physik oder physikalischer Messtechnik spezialisieren. Kurse in Metallbe- und ‑verarbeitung erweitern dein praktisches Repertoire und erhöhen deine Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Branchen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Werkstoffprüfer/in?

Mit Berufserfahrung bieten sich Aufstiege zum/zur Industriemeister/in Metall oder zum/zur Techniker/in für Werkstofftechnik (Bachelor Professional in Technik) an. Ebenfalls gefragt sind Qualitätsfachleute für Fertigungsprüftechnik. Mit entsprechender Hochschulzugangsberechtigung kannst du einen Bachelor oder Master in Werkstoff- oder Materialwissenschaft bzw. Systems Engineering anschließen und so den Weg in Entwicklungs- oder Führungspositionen ebnen.

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