Werkstoffprüfer/Werkstoffprüferin Fachrichtung Metalltechnik – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Werkstoffprüfer/Werkstoffprüferin Fachrichtung Metalltechnik

Auch bekannt als: Werkstoffprüfer Metall/Werkstoffprüferin Metall . (Ausbildungsberuf bis 1990) · Werkstofftechniker/in · Materials tester (m/f) - specialising in metallurgy

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Prüflabors · in Produktionshallen · in Büroräumen
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze124

Über den Beruf

Werkstoffprüfer/innen der Fachrichtung Metalltechnik entnehmen Metallproben, präparieren sie durch Schleifen, Polieren und Ätzen und vergleichen das Ergebnis mit vorgegebenen Normen. Sie richten Universalprüfmaschinen, Mikroskope oder Ultraschallgeräte ein, führen zerstörende Zug- und Kerbschlagversuche sowie zerstörungsfreie Röntgen-, CT- und Magnetpulverprüfungen durch. Dabei bestimmen sie Härte, Festigkeit, Verformbarkeit und decken Einschlüsse, Risse oder Lunker im Gefüge auf. Für Bauteile, die wärmebehandelt werden, legen sie Temperatur- und Abkühlprofile fest und kontrollieren anschließend die erzielten Eigenschaften. Sie kalibrieren Messmittel, werten Messreihen statistisch aus und dokumentieren alle Ergebnisse in digitalen Prüfprotokollen, die Fertigung und Entwicklung als Freigabegrundlage dienen. Wird ein Fehler gefunden, analysieren sie die Ursache und schlagen Nachbehandlungen oder Änderungen im Produktionsprozess vor. Ihre Entscheidung beeinflusst unmittelbar Qualität und Sicherheit von Maschinen, Fahrzeugen oder Bauwerken.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Werkstoffprüfer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.319 € brutto im Monat. Mit Berufserfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.638 € und 5.155 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Werkstoffprüfer/in?

Die Ausbildung zum/zur Werkstoffprüfer/in Fachrichtung Metalltechnik dauert 3,5 Jahre. Damit gehört sie zu den längeren industriellen Ausbildungsberufen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Werkstoffprüfer/innen?

Wichtig sind besonders Physik, Chemie, Mathematik, Informatik sowie Werken/Technik. Sie helfen dir, Messwerte zu verstehen, Proben fachgerecht vorzubereiten und computergestützte Prüfverfahren einzusetzen.

Ist der Beruf als Werkstoffprüfer/in körperlich anstrengend?

Ein Teil der Arbeit ist körperlich fordernd, weil häufig Proben von Hand eingespannt, geschliffen oder unter Hitzeeinwirkung behandelt werden. Belastbare Arme und Hände, gesunde Haut sowie robuste Atemwege und ein stabiles Herz-Kreislauf-System sind deshalb Voraussetzung.

Wie sind die Berufsaussichten als Werkstoffprüfer/in?

Die Berufsaussichten als Werkstoffprüfer/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch — offene Stellen sind schwer zu besetzen, davon profitierst du als Bewerber/in. Zugleich sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Werkstoffprüfer/in?

Digitale Prüftechnik ist Alltag: Du solltest automatische optische Inspektionssysteme nutzen können und CAM-gesteuerte Prüfanlagen programmieren. Auch der Umgang mit Laborinformationssystemen, Dokumentenmanagement-Software und vernetzter Sensorik gehört zum Job.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Werkstoffprüfer/in?

Die Arbeitsbedingungen wechseln zwischen Prüflabor, Büro und Werkhalle. Du arbeitest an Maschinen und Messgeräten, trägst Schutzkleidung und bist teils Lärm, Hitze, Staub oder chemischen Dämpfen ausgesetzt.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Werkstoffprüfer/in?

Nach der Ausbildung kannst du dein Wissen in Lehrgängen vertiefen, etwa in Werkstoffprüfung, physikalischer Messtechnik oder naturwissenschaftlicher Laborarbeit. Auch Kurse zur Metallbe- und ‑verarbeitung erweitern deine Einsatzmöglichkeiten.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Werkstoffprüfer/in?

Mit Berufserfahrung kannst du dich über eine Fortbildung zum/zur Industriemeister/in Metall oder zum/zur Techniker/in Werkstofftechnik (Bachelor Professional in Technik) für Leitungsaufgaben qualifizieren. Eine Spezialisierung als Qualitätsfachmann/-frau Fertigungsprüftechnik ist ebenfalls möglich. Zusätzlich eröffnet ein Bachelor- oder Masterstudium in Werkstoff- oder Materialwissenschaft den Weg in Entwicklung, Forschung oder Laborleitung.

124 Ausbildungsplätze ansehen