Werksteinhersteller/Werksteinherstellerin
Auch bekannt als: Betonwerker/in · Betonfertigteiltechniker/in · Engineered stone technologist (m/f)
Über den Beruf
Werksteinhersteller/innen mischen Beton exakt nach Rezeptur, prüfen seine Festigkeit und überwachen automatisierte Mischanlagen per CAM-System. Sie fertigen Schalungen nach technischen Zeichnungen, setzen Bewehrungen aus Stahl oder Kunststoff ein und ergänzen Leerrohre oder Verankerungshülsen. Anschließend füllen sie die Masse ein, verdichten sie mit Rüttlern und lassen die Bauteile aushärten. Nach dem Ausschalen gestalten sie Oberflächen durch Schleifen, Polieren, Flamm- oder Sandstrahlen und verleihen Terrazzo-Böden ihr charakteristisches Muster. Mit Hebezeugen transportieren sie fertige Platten, Treppen oder Fassadenelemente und montieren sie passgenau vor Ort. Auch die Sanierung und Konservierung beschädigter Werksteinbauteile gehört zum Aufgabenfeld. Digitale Echtzeitdatensysteme und AR-gestützte Wartung unterstützen bei Qualitätskontrolle und Anlagenpflege.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Werksteinhersteller/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.792 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.283 € und 4.379 €.
Wie lange dauert die Ausbildung als Werksteinhersteller/in?
Die Ausbildung dauert drei Jahre. Sie ist als anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk geregelt.
Welche Schulfächer sind wichtig für Werksteinhersteller/innen?
Für angehende Werksteinhersteller/innen sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik/Chemie wichtig. Gute Noten darin helfen dir, Mischungsverhältnisse zu berechnen, Werkstoffeigenschaften einzuschätzen und technische Zeichnungen zu verstehen.
Ist der Beruf als Werksteinhersteller/in körperlich anstrengend?
Ja, die Tätigkeit erfordert viel Kraft und Ausdauer. Du hebst Zementsäcke, arbeitest häufig in gebückter Haltung, bedienst vibrierende Maschinen und musst auch in großer Höhe schwindelfrei bleiben.
Wie sind die Berufsaussichten als Werksteinhersteller/in?
Die Berufsaussichten als Werksteinhersteller/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, und viele Altersabgänge schaffen zusätzliche freie Stellen. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040 leicht, was den Markt etwas einengt.
Welche digitalen Skills braucht man als Werksteinhersteller/in?
Kenntnisse in Computer-Aided Manufacturing (CAM) und Maschinendatenerfassung (MDE) sind wichtig, um automatisierte Mischanlagen effizient zu steuern. Du solltest zudem Apps zur Produktionsüberwachung, Dokumentenmanagementsysteme für digitale Bauakten und kollaborative Roboter (Cobots) sicher bedienen können.
Kann man sich als Werksteinhersteller/in selbständig machen?
Ja. Nach der Meisterprüfung zum/zur Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/in kannst du dich in die Handwerksrolle eintragen lassen und einen eigenen Betrieb gründen. Als Meister/in darfst du außerdem Lehrlinge ausbilden und umfangreiche Aufträge eigenverantwortlich übernehmen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Werksteinhersteller/innen?
Spezialisieren kannst du dich in Lehrgängen zur Natur- und Kunststeinverarbeitung, zum Schalungs- und Bewehrungsbau oder zur Betonsanierung. Kurse im Fenster-, Türen-, Treppen- oder Pflasterbau sowie in der Boden- und Estrichlegerei erweitern dein Einsatzgebiet und erhöhen deine Auftragschancen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Werksteinhersteller/in?
Mit der Weiterbildung zum/zur Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/in (Bachelor Professional) übernimmst du Führungsaufgaben oder leitest einen eigenen Betrieb. Eine Alternative ist der Abschluss als Techniker/in für Steintechnik (Bachelor Professional in Technik), der dich für Produktionsplanung qualifiziert. Mit Hochschulzugangsberechtigung ist auch ein Bachelor- oder Masterstudium im Bauingenieurwesen möglich, um in Planung oder Bauleitung aufzusteigen.
