Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/Werkstein- und Terrazzoherstellermeisterin/Bachelor Professional im Werkstein- und Terrazzohersteller-Handwerk – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/Werkstein- und Terrazzoherstellermeisterin/Bachelor Professional im Werkstein- und Terrazzohersteller-Handwerk

Auch bekannt als: Meister/in im Betonstein- und Terrazzoherstellerhandwerk · Meister/in im Werkstein- und TerrazzoherstellerhandwerkMeister/Meisterin des Betonstein- und TerrazzohandwerksBetonstein- und Terrazzoherstellermeister/in. (Weiterbildungsberuf von 1980 bis 2021) ·

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Werkhallen · auf Baustellen · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer1 Jahr (Vollzeit)

Über den Beruf

Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/innen planen und steuern die Fertigung von Betonsteinen, Fertigteilen und Terrazzoböden. Sie kalkulieren Aufträge, erstellen Angebote und beraten Bauherrn zu Form, Farbe und Oberflächen. Für jedes Projekt disponieren sie Rohstoffe, programmieren Mischanlagen oder Schleifmaschinen via CAM und sorgen dafür, dass Maschinen, Schalungen und Werkzeuge einsatzbereit sind. Während der Produktion überwachen sie Mischungen, Bewehrungen und Oberflächenbehandlung, prüfen Qualität und Terminplan und greifen bei anspruchsvollen Spezialschalungen oder Rekonstruktionsarbeiten selbst ein. Auf der Baustelle kontrollieren sie Montage- und Verlegearbeiten. Im Büro verhandeln sie mit Lieferanten, führen Kosten- und Leistungsrechnungen, pflegen digitale Bauakten und koordinieren Personal. Als Ausbilder/innen unterweisen sie Fachkräfte und Nachwuchs, legen betriebliche Ausbildungspläne fest und fördern Weiterbildung. In inhabergeführten Betrieben entwickeln sie zudem Geschäftsstrategien und entscheiden über Investitionen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
Dauer1 Jahr (Vollzeit)
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. Gesellenprüfung als Werksteinhersteller/in
  • Oder Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf + mehrjährige Berufstätigkeit im Werkstein- und Terrazzohersteller-Handwerk
  • Alternativ Validierungsverfahren zum Nachweis beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten, wenn kein entsprechender Bildungsabschluss vorliegt

Karriere & Weiterbildung

Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/Werkstein- und Terrazzoherstellermeisterin/Bachelor Professional im Werkstein- und Terrazzohersteller-HandwerkAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.312 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.383 € und 5.670 €. Leitest du einen größeren Betrieb oder trägst viel Verantwortung, kann dein Einkommen eher am oberen Rand der Spanne liegen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/in?

Die Meisterweiterbildung dauert in Vollzeit ungefähr 1 Jahr. Nach bestandener Prüfung hast du die formale Qualifikation, um Führungsaufgaben im Betrieb zu übernehmen.

Ist der Beruf als Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/in körperlich anstrengend?

Der Job verlangt eine gute körperliche Konstitution. Du kniest oder hockst beim Verlegen von Werksteinen, hebst schwere Zementsäcke und bedienst vibrierende Rüttelmaschinen – dafür brauchst du starke Arme, einen belastbaren Rücken und Ausdauer.

Wie sind die Berufsaussichten als Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/in?

Die Berufsaussichten als Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – das spielt Jobsuchenden in die Karten. Bis 2040 geht die Konkurrenz unter Bewerbern weiter zurück, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen müssen. Gleichzeitig werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung im Handwerk langfristig.

Welche digitalen Skills braucht man als Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/in?

Digitale Werkzeuge sind inzwischen Standard im Handwerk. Du solltest Aufmaß-Apps sicher bedienen, CAM-gesteuerte Mischanlagen programmieren, digitale Bauakten im DMS verwalten und bei Bedarf Datenbrillen zur Überwachung von CNC-Maschinen einsetzen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/in?

Im Alltag wechselst du zwischen Werkhalle, Baustelle und Büro. Dabei trägst du Schutzkleidung, arbeitest mit Maschinen wie Steinfräsen oder Betonverteilern und hast viel Kunden- sowie Mitarbeiterkontakt.

Womit arbeitet man als Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/in?

Zu deinen wichtigsten Arbeitsmitteln zählen Betonmischungen aus Zement, Sand, Kies und Wasser sowie fertige Erzeugnisse wie Pflastersteine oder Terrazzoelemente. Außerdem nutzt du Schleif- und Biegemaschinen, Stein- und Handsägen, Kräne, Gabelstapler sowie Büroausstattung wie PC und Telefon.

Kann man sich als Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/in selbständig machen?

Ja, mit dem Meistertitel darfst du dich nach Eintragung in die Handwerksrolle selbstständig machen und einen eigenen Werkstein- und Terrazzohersteller-Betrieb führen. Dann bestimmst du Personal, Investitionen und die strategische Ausrichtung deines Unternehmens selbst.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Werkstein- und Terrazzoherstellermeister/in?

Nach der Meisterprüfung kannst du dein Profil weiter ausbauen. Eine gängige Option ist die Weiterbildung zum/zur Betriebswirt/in (HwO) oder zum/zur Internationale/n Meister/in, um mehr betriebswirtschaftliche oder internationale Verantwortung zu übernehmen.