Wasserbauer/Wasserbauerin
Auch bekannt als: Hydraulic technician (m/f)
Über den Beruf
Wasserbauer/innen unterhalten Dämme, Schleusen und Ufersicherungen, beseitigen Schäden und sichern Wasserstraßen. Sie inspizieren Bauwerke, protokollieren Risse oder Ausspülungen und reparieren kleinere Mängel selbst, etwa indem sie Mauerwerk ausbessern oder Stahlteile entrosten und konservieren. Für größere Maßnahmen planen sie die Baustelle, koordinieren Bagger, Pontons und Fremdfirmen und überwachen die Arbeiten. Mithilfe von Peilgeräten und 3-D-Laserscannern vermessen sie Fahrrinnen vom Boot aus, setzen Schifffahrtszeichen oder räumen Treibgut, damit die Schifffahrt ungehindert bleibt. Wenn Hochwasser oder Sturm drohen, verstärken sie Deiche, pflastern Deckwerke mit Natursteinen oder pflanzen Sträucher als Lebendbau, um Böschungen zu stabilisieren. Außerdem verlegen sie Drainagerohre, legen Betriebswege an und dokumentieren alle Arbeiten in technischen Unterlagen, damit Wasserwege zuverlässig nutzbar bleiben.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- I.d.R. Freischwimmerzeugnis oder vergleichbarer Nachweis über Schwimmkenntnisse
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Wasserbauer/in?
Das Gehalt als Wasserbauer/in liegt typischerweise bei 4.069 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Arbeitgeber und Bundesland kannst du zwischen 3.668 € und 4.590 € verdienen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Wasserbauer/in?
Während deiner Ausbildung erhältst du eine tariflich geregelte Vergütung. Im ersten Jahr sind es rund 1.284 € brutto pro Monat, im zweiten 1.337 € und im dritten 1.382 €. Durchschnittlich macht das etwa 1.333 € monatlich.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Wasserbauer/in?
Die duale Ausbildung zur Wasserbauer/in dauert 3 Jahre und kombiniert Praxis im Betrieb mit Unterricht in der Berufsschule.
Welche Schulfächer sind wichtig für Wasserbauer/innen?
Werken/Technik, Mathematik, Physik und Chemie helfen dir besonders weiter – etwa beim Berechnen von Gefällen, Durchführen von Strömungsmessungen oder Auswählen geeigneter Schutzanstriche.
Ist der Beruf als Wasserbauer/in körperlich anstrengend?
Ja, der Job erfordert eine robuste Gesundheit und gute Koordination. Du arbeitest oft auf Böschungen, Leitern oder Gerüsten, trägst schwere Bauteile und bist bei Hitze, Kälte, Nässe oder starkem Wind im Freien unterwegs – Schwindelfreiheit und belastbare Gelenke sind daher wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Wasserbauer/in?
Die Berufsaussichten als Wasserbauer/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – das spielt Jobsuchenden in die Karten. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Positionen freiwerden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was das Stellenangebot langfristig etwas dämpfen kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Wasserbauer/in?
Digitale Kompetenz wird immer wichtiger: Du solltest Augmented-Reality-Visualisierungen nutzen können, digitale topografische Karten auswerten und Wartungs- sowie Instandhaltungsroboter bedienen oder deren Daten interpretieren. Auch softwaregestütztes 3D-Laserscanning erleichtert dir das präzise Vermessen von Gewässerprofilen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wasserbauer/in?
Du kannst dich über Lehrgänge in Beton- und Stahlbetonbau, Schalungs- und Bewehrungstechnik, Baumaschinenführung, Vermessungstechnik oder Gewässerschutz spezialisieren. Solche Kurse vertiefen dein Fachwissen und eröffnen dir neue Einsatzfelder auf der Baustelle oder in der Bauleitung.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wasserbauer/in?
Mit mehrjähriger Praxis kannst du die Meisterprüfung ablegen und als Wasserbaumeister/in Baustellen leiten und Personal führen. Ebenfalls beliebt ist die Weiterbildung zum/zur Techniker/in Fachrichtung Bautechnik, Schwerpunkt Tiefbau. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Bauingenieurwesen, Wasser- und Bodenmanagement oder Wassertechnologie öffnet dir danach Türen zu Planungsbüros, Behörden oder Projektsteuerung.
