Wachsziehermeister/Wachsziehermeisterin/Bachelor Professional im Wachszieher-Handwerk – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Wachsziehermeister/Wachsziehermeisterin/Bachelor Professional im Wachszieher-Handwerk

Auch bekannt als: Meister/in im Wachszieherhandwerk

BerufsfeldDesign & Gestaltung
Arbeitsortein Werkhallen oder Werkstätten · in Verkaufsräumen · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
DauerUnterschiedlich

Über den Beruf

Wachsziehermeister/innen steuern die Herstellung von Kerzen und Wachsbildern, leiten ihr Team an und entwickeln individuelle Designs. Sie legen Arbeitsschritte fest, planen den Einsatz von Kerzenzuganlagen, Tauchmaschinen oder Formpressen und halten die Technik instand. Angebote kalkulieren, Lieferungen prüfen und Materialbestände verwalten gehört ebenso dazu wie Kostenrechnung und Buchführung. Im Kundenkontakt beraten sie zu Form, Farbe und Verzierungen, verhandeln Preise und sichern Qualität, indem sie jedes Stück vor der Auslieferung kontrollieren. Bei der Digitalisierung nutzen sie 3-D-Scanner und ‑Drucker, um komplexe Modelle oder Gussformen effizient zu erstellen, und verwalten Entwurfsdateien in Dokumentenmanagementsystemen. Als Ausbilder/innen planen sie Lehrinhalte, vermitteln Handgriffe und beurteilen Fortschritte der Nachwuchskräfte. Wird es eng, greifen sie selbst zum Pinsel, vergolden eine Altarkerze oder modellieren ein neues Wachsbild.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen2
  • Gesellen- oder Abschlussprüfung z.B. als Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in oder in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf
  • Alternativ Nachweis beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten durch Validierungsverfahren

Karriere & Weiterbildung

Wachsziehermeister/Wachsziehermeisterin/Bachelor Professional im Wachszieher-HandwerkAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Wachsziehermeister/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 51.732 € und 63.288 € pro Jahr. In größeren Werkstätten oder leitenden Positionen kannst du eher den oberen Wert erreichen. Region, Berufserfahrung und Spezialisierungen wirken sich zusätzlich auf dein Einkommen aus.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Wachsziehermeister/in?

Die Meisterweiterbildung ist nicht bundeseinheitlich geregelt, daher unterscheidet sich die Laufzeit je nach Bildungsanbieter stark. Kompakte Vollzeitkurse lassen sich zügig abschließen, während berufsbegleitende Teilzeitmodelle deutlich länger dauern. Am besten fragst du direkt bei der Handwerkskammer oder Fachschule nach, welche Variante für dich passt.

Ist der Beruf als Wachsziehermeister/in körperlich anstrengend?

Der Beruf verlangt geschickte und belastbare Hände, weil du Kerzen formst und feine Details anbringst. Ein sicheres Farbsehvermögen ist wichtig, um die Tönung flüssigen Wachses exakt zu beurteilen. Außerdem sollte die Haut an Händen und Armen widerstandsfähig sein, da sie regelmäßig mit warmem Wachs und Reinigungsmitteln in Berührung kommt.

Wie sind die Berufsaussichten als Wachsziehermeister/in?

Die Berufsaussichten als Wachsziehermeister/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was für zusätzlichen Bedarf sorgt. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering – offene Positionen werden daher meist schnell besetzt, und die Konkurrenz unter Bewerber/innen kann höher sein.

Welche digitalen Skills braucht man als Wachsziehermeister/in?

Digitale Fertigungs- und Verwaltungswerkzeuge gehören inzwischen zum Arbeitsalltag. Du solltest 3-D-Drucksysteme bedienen können, um Prototypen oder Formen additiv herzustellen, und mit 3-D-Laserscannern vertraut sein, um Modelle präzise zu digitalisieren. Zudem helfen Dokumentenmanagementsysteme, Entwurfszeichnungen und Auftragsunterlagen übersichtlich zu verwalten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wachsziehermeister/in?

Wachsziehermeister/innen wechseln häufig zwischen Werkstatt, Verkaufsraum und Büro. Du übernimmst Personal- und Qualitätsverantwortung, planst Termine und überwachst Maschinen wie Tauch- oder Stempelpressen. Präzise Handarbeit an kleinen Motiven gehört genauso dazu wie das Arbeiten im Schichtsystem, wenn die Produktion rund läuft. Der ständige Kundenkontakt verlangt außerdem Kommunikationsgeschick.

Kann man sich als Wachsziehermeister/in selbständig machen?

Ja, der Meistertitel berechtigt dich, einen eigenen Betrieb in der Kerzenherstellung oder Wachsbildnerei zu eröffnen. So kannst du individuelle Kerzenserien fertigen, Auftragsarbeiten annehmen und eigenes Personal ausbilden.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wachsziehermeister/in?

Um dein kreatives Repertoire zu erweitern, kommen Kurse in Bildhauerei, plastischem Gestalten oder Kunstmalerei infrage. Wer stärker in die Produktentwicklung einsteigen möchte, kann sich zusätzlich in Grafik oder Produktgestaltung fortbilden. Solche Zusatzqualifikationen helfen dir, neue Designs zu entwickeln und dein Leistungsangebot auszubauen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wachsziehermeister/in?

Wachsziehermeister/innen können ihre betriebswirtschaftlichen Kompetenzen durch die Prüfung zum/zur Betriebswirt/in (HwO) ausbauen und damit in die Geschäftsleitung größerer Handwerksbetriebe aufsteigen. Ein weiterer Schritt ist der Titel Internationale/r Meister/in, der besonders für internationale Märkte interessant ist. Mit dem Meisterbrief erhältst du zudem Hochschulzugang und kannst beispielsweise einen Bachelor in Bildender Kunst anschließen, um in künstlerischen oder kuratorischen Leitungsfunktionen zu arbeiten.