Verwaltungswissenschaftler/Verwaltungswissenschaftlerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Verwaltungswissenschaftler/Verwaltungswissenschaftlerin

Auch bekannt als: Public Manager/in

BerufsfeldRecht & Verwaltung
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungsräumen · in Unterrichtsräumen und Hörsälen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen181

Über den Beruf

Verwaltungswissenschaftler/innen gestalten und verbessern Abläufe in Behörden und öffentlichen Institutionen. Mit Kenntnissen aus Politik, Recht und Betriebswirtschaft analysieren sie Organisationsstrukturen, prüfen Vorschriften auf Sinn und Effizienz und entwickeln Reformkonzepte. Sie planen Budgets, erstellen Monats- und Jahresabschlüsse und spüren Einsparpotenziale im Controlling auf. Politische Vorhaben bereiten sie verwaltungstechnisch vor, entwerfen Verordnungen und koordinieren die Umsetzung bis in die Sachbearbeitung. Dabei nutzen sie Business-Process-Management-Systeme sowie Datenanalysen aus Bürgerbefragungen, um Entscheidungen faktenbasiert zu treffen. In Veränderungsprozessen dokumentieren sie Soll-Ist-Abweichungen, leiten Korrekturmaßnahmen ein und begleiten die Mitarbeitenden bei der Umstellung. Auch Fragen des Personalmanagements, der Öffentlichkeitsarbeit oder der europaweiten Kooperation können in ihren Aufgabenbereich fallen. Ergebnis ihrer Arbeit sind schlanke Prozesse und transparente Entscheidungen, die Staat, Wirtschaft und Gesellschaft besser verzahnen.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg ist i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Staats-, Verwaltungswissenschaft erforderlich. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben wird meist ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung ist häufig eine Promotion nötig, je nach Fachrichtung z.B. als Dr. phil.; für eine Professur wird in der Regel eine Habilitation vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Verwaltungswissenschaftler/VerwaltungswissenschaftlerinAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Verwaltungswissenschaftler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.827 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.870 € und 6.912 €.

Wie sind die Berufsaussichten als Verwaltungswissenschaftler/in?

Die Berufsaussichten als Verwaltungswissenschaftler/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung im Berufsfeld schrumpft bis 2040, und der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden also meist schnell besetzt. Bis 2040 steigt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, sodass es wichtiger wird, sich zu spezialisieren. Positiv wirkt, dass viele Altersabgänge erwartet werden, wodurch dennoch neue Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Verwaltungswissenschaftler/in?

Digitale Werkzeuge spielen eine große Rolle. Du solltest mit Business-Process-Management-Systemen umgehen können, Daten mit Augmented Analytics oder anderen Analyse-Tools auswerten und Dokumente in einem Dokumentenmanagementsystem strukturieren. Know-how in E-Government-Anwendungen wie Bürgerkonten, im Digitalen Grundbuch oder beim Konzipieren von Blended-Learning-Formaten für Schulungen verschafft dir zusätzliche Pluspunkte.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Verwaltungswissenschaftler/in?

Im Berufsalltag übernimmst du Verantwortung für Mitarbeitende sowie für wichtige Sachwerte wie Haushaltspläne oder Jahresabschlüsse. Kunden- oder Bürgerkontakt gehört ebenso dazu wie die penible Einhaltung rechtlicher Vorgaben. Arbeiten findet überwiegend am Bildschirm in Büro- und Besprechungsräumen statt; bei internationalen Projekten kann jedoch auch längere Abwesenheit vom Wohnort anfallen. Lehrtätigkeiten führen dich außerdem in Seminar- und Hörsäle.

Womit arbeitet man als Verwaltungswissenschaftler/in?

Zum Handwerkszeug gehören Unterlagen wie Wirtschaftlichkeitsanalysen, Ablaufpläne, Statistiken, Bilanzen oder Rechtsvorschriften. Technisch arbeitest du meist mit PC, Internetzugang und Telefon – klassische Büroausstattung für Recherche, Datenaufbereitung und Kommunikation.

Kann man sich als Verwaltungswissenschaftler/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Viele Verwaltungswissenschaftler/innen arbeiten freiberuflich als Unternehmensberater/innen und beraten Behörden oder öffentliche Betriebe bei Reformprojekten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Verwaltungswissenschaftler/in?

Gefragte Fortbildungen liegen in den Bereichen Verwaltungsrecht, Öffentliche Verwaltung, Politik, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Projektmanagement oder Public Relations. Mit passgenauen Kursen hältst du dein Fachwissen aktuell und erweiterst dein Profil für spezialisierte Aufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Verwaltungswissenschaftler/in?

Mit einem Masterstudium in Staats- oder Verwaltungswissenschaft beziehungsweise Politikwissenschaft kannst du Führungsverantwortung übernehmen. Eine Promotion qualifiziert dich für höhere Positionen in Verwaltung, Wirtschaft oder Forschung; wer an die Hochschule strebt, erreicht über eine anschließende Habilitation Professuren. Unabhängig davon führen dich Leitungsposten in Behörden oder öffentlichen Einrichtungen auf die nächste Karrierestufe.

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