Vermessungstechniker/Vermessungstechnikerin Fachrichtung Vermessung
Auch bekannt als: Vermesser/in · Geomatiker/in - Schwerpunkt Vermessung ·
Über den Beruf
Vermessungstechniker/innen der Fachrichtung Vermessung messen Gelände, Gebäude und Grundstücksgrenzen millimetergenau ein. Dazu bedienen sie elektronische Tachymeter, GPS-Empfänger, Laserscanner oder steuern Vermessungsdrohnen. Sie setzen Festpunkte, stecken Trassen und Baugruben ab und dokumentieren jede Vermarkung. Anschließend werten sie die erfassten Geodaten am Computer aus, führen Berechnungen durch und übertragen die Ergebnisse in digitale Karten, Liegenschaftskataster und 3D-Modelle. Mit CAD- und GIS-Software aktualisieren sie Stadtpläne, erstellen Flurkarten oder liefern Datensätze für Straßen- und Schienenbauprojekte. Ein Teil ihrer Arbeit besteht darin, Daten auf Plausibilität zu prüfen, zu archivieren und bei Anfragen Auskunft zu geben. Ihre Messungen bilden die Grundlage für Planung, Genehmigung und Eigentumssicherung.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Vermessungstechniker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.071 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 3.359 € und 4.979 € verdienen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Vermessungstechniker/in?
Im ersten Ausbildungsjahr erhältst du rund 1.264 € brutto im Monat, im zweiten 1.315 € und im dritten 1.363 €. Durchschnittlich macht das etwa 1.314 € pro Monat.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Vermessungstechniker/in?
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie kombiniert Praxis im Betrieb mit Unterricht in der Berufsschule.
Welche Schulfächer sind wichtig für Vermessungstechniker/innen?
Wichtige Fächer sind Mathematik, Erdkunde/Geografie, Werken/Technik und Physik. Gute Kenntnisse darin erleichtern dir Berechnungen, das Interpretieren von Karten und den Umgang mit Messgeräten.
Ist der Beruf als Vermessungstechniker/in körperlich anstrengend?
Der Beruf verlangt eine gewisse körperliche Belastbarkeit. Du trägst Vermessungsgeräte über unebenes Gelände, arbeitest bei jedem Wetter draußen und brauchst ein gutes Seh- sowie räumliches Vorstellungsvermögen.
Wie sind die Berufsaussichten als Vermessungstechniker/in?
Die Berufsaussichten als Vermessungstechniker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, sodass Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Vermessungstechniker/in?
Im Beruf sind digitale Werkzeuge Standard. Du solltest 3-D-Laserscanning beherrschen, mit Geoinformationssystemen (GIS), digitalen topografischen Karten und Dokumentenmanagementsystemen arbeiten können. Auch Drohnentechnik, Apps für Planung und Aufmaß sowie die Aufbereitung von Open-Data-Sets sind gefragt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Vermessungstechniker/in?
Die Tätigkeit wechselt zwischen Außeneinsätzen und Büroarbeit. Im Gelände nutzt du Messgeräte, trägst Schutzkleidung und arbeitest bei Hitze, Kälte oder Regen; im Büro folgt längere Bildschirmarbeit für Berechnungen und Dokumentation. Sicherheits- und vermessungsrechtliche Vorgaben musst du dabei stets einhalten, meist zusammen mit deinem Team.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Vermessungstechniker/in?
Mit einer Aufstiegsfortbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Vermessungstechnik (Bachelor Professional) kannst du Projekt- oder Teamleitungen übernehmen. Ein anschließendes Bachelorstudium in Vermessungstechnik, Geografie oder Geotechnologie eröffnet weitere Perspektiven, etwa in Planung, Forschung oder Leitungsfunktionen in Behörden.
