Verfahrensmechaniker/Verfahrensmechanikerin - Glastechnik
Auch bekannt als: Glastechniker/in · Glasverfahrenstechniker/in - Schwerpunkt Flachglasveredelung ·
Über den Beruf
Verfahrensmechaniker/innen Glastechnik mischen Quarzsand, Soda und Kalk, schmelzen das Gemenge in bis zu 1.600 °C heißen Wannen und formen es durch Pressen, Blasen oder Walzen zu Flach-, Hohl- oder Spezialglas. Sie richten computergesteuerte Pressen, Blasautomaten und Floatanlagen ein, programmieren CAM-Sequenzen und fahren die Produktion an. Während der Fertigung überwachen sie Temperaturen, Druck und Viskosität, greifen bei Störungen ein und führen Wartungen aus. Nach dem Abkühlen veredeln sie Oberflächen durch Schleifen, Gravieren, Sandstrahlen oder Beschichten. Mit Profil-Lasern, Wandstärkenmessgeräten und optischen Spannungsprüfern kontrollieren sie Gewicht, Dichte und Form jedes Stücks. Echtzeitdaten, Industrieroboter und AR-gestützte Wartungs-Tools unterstützen sie dabei, die Anlagen effizient zu betreiben. Die fertigen Produkte reichen von Glasscheiben über Flaschen bis zu Glasfasern in gleichbleibender Qualität.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Verfahrensmechaniker/in Glastechnik?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.812 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.193 € und 4.376 € verdienen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/in Glastechnik?
Während der Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/in Glastechnik liegt die Vergütung im ersten Jahr bei rund 1.123 € brutto im Monat. Im zweiten Jahr steigt sie auf 1.184 € und im dritten Jahr auf etwa 1.296 €; im Durchschnitt verdienst du damit rund 1.197 €.
Wie lange dauert die Ausbildung als Verfahrensmechaniker/in Glastechnik?
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie findet abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt.
Welche Schulfächer sind wichtig für Verfahrensmechaniker/innen Glastechnik?
Wichtige Schulfächer sind Chemie, Physik, Mathematik und Werken/Technik. Chemie und Physik erleichtern das Verständnis der Schmelzprozesse, während Mathematik und Werken/Technik beim Programmieren sowie beim Bedienen der Anlagen helfen.
Wie sind die Berufsaussichten als Verfahrensmechaniker/in Glastechnik?
Die Berufsaussichten als Verfahrensmechaniker/in Glastechnik sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Bewerbern in die Karten. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Zugleich werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was den Markt leicht dämpft.
Welche digitalen Skills braucht man als Verfahrensmechaniker/in Glastechnik?
Für den Beruf werden digitale Kompetenzen in der Produktionssteuerung benötigt. Dazu gehören CAM-Programmierung, der Einsatz von Echtzeitdatensystemen, der Umgang mit Cobots und Industrierobotern, 3-D-Druckverfahren sowie AR-gestützte Wartungstools.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Verfahrensmechaniker/in Glastechnik?
Hitze an den Schmelzöfen, Staub, Lärm und Schichtarbeit gehören zum Alltag, weshalb Schutzkleidung wie Handschuhe und Schutzbrille Pflicht ist.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Verfahrensmechaniker/innen Glastechnik?
Nach der Ausbildung bieten sich Fachlehrgänge in Verfahrenstechnik, Glas- und Keramikverarbeitung oder Produktions- und Fertigungstechnik an. Auch Schulungen in NC-/CNC-Technik sind beliebt, um moderne Maschinen selbst zu programmieren und zu warten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Verfahrensmechaniker/in Glastechnik?
Eine gängige Aufstiegsoption ist die Prüfung zum/zur Industriemeister/in Glas, die den Weg in Führungsaufgaben ebnet. Alternativ kannst du dich an einer Technikerschule Glastechnik weiterqualifizieren und komplexe Produktionsabläufe planen.
