Umweltwissenschaftler/Umweltwissenschaftlerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Umweltwissenschaftler/Umweltwissenschaftlerin

Auch bekannt als: Environmental scientist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Labors · in Hörsälen und Seminarräumen · im Freien, z.B. bei der Probennahme · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen105

Über den Beruf

Umweltwissenschaftler/innen erfassen Umweltdaten, bewerten Risiken und entwickeln Konzepte für Bodenschutz, Gewässerqualität und Klimaanpassung. Sie entnehmen Boden-, Wasser- oder Luftproben, analysieren diese im Labor und führen Messungen vor Ort durch. Mithilfe von Geoinformationssystemen und 3-D-Simulationen beobachten sie Veränderungen in Landschaft und Atmosphäre. Die Ergebnisse bereiten sie in Berichten, Studien und Umweltverträglichkeitsgutachten auf. Auf Grundlage ihrer Analysen planen sie Renaturierungen, legen Schutzgebiete fest oder entwerfen landschaftspflegerische Begleitpläne für Verkehrs- und Bauprojekte. In Unternehmen richten sie Umweltmanagementsysteme ein, prüfen Abfall- oder Abwasserkonzepte und beraten zu Ressourceneffizienz. Bei Genehmigungs- und Planfeststellungsverfahren vertreten sie ökologische Belange, während sie in der Umweltbildung oder Forschung ihr Wissen weitergeben und vertiefen. Ihre Gutachten bilden die Grundlage für Genehmigungen, Schutzprogramme oder Sanierungspläne.

Ausbildung & Zugang

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Umweltwissenschaftler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.348 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.485 € und 6.702 €. Tarifverträge im öffentlichen Dienst und die Größe des Arbeitgebers wirken sich zusätzlich auf die Höhe deines Einkommens aus.

Ist der Beruf als Umweltwissenschaftler/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine robuste Gesundheit, weil Boden-, Wasser- oder Luftproben oft draußen und bei jedem Wetter genommen werden. Du brauchst kräftige Arme und Hände, um Geräte wie Bohrstock und Hammer zu bedienen, und widerstandsfähige Haut, wenn du im Labor mit Chemikalien hantierst.

Wie sind die Berufsaussichten als Umweltwissenschaftler/in?

Die Berufsaussichten als Umweltwissenschaftler/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden – die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt langfristig. Der Fachkräftemangel ist aktuell gering, offene Stellen werden daher eher schnell besetzt. Zudem werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Umweltwissenschaftler/in?

Digitale Kompetenzen sind fester Bestandteil des Jobs. Du solltest mit Dokumentenmanagement- und Laborinformationssystemen umgehen können, Recyclingsoftware im digitalen Abfallmanagement analysieren und über LP-WAN übertragene Sensordaten modellieren. Auch Blended-Learning-Tools oder digitale Tafeln kommen zum Einsatz, wenn du dein Wissen in Seminaren oder Workshops vermittelst.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Umweltwissenschaftler/in?

Die Arbeitsbedingungen wechseln zwischen Präzisionsarbeit im Labor, Bildschirmarbeit im Büro und Terminen bei Kundinnen und Kunden. Häufig trägst du Schutzkleidung, bedienst Mess- und Laborgeräte und bist verantwortlich dafür, dass Umweltauflagen eingehalten werden. Neben fachlicher Konzentration erfordert der Job also auch Kommunikation und ein hohes Verantwortungsbewusstsein.

Womit arbeitet man als Umweltwissenschaftler/in?

Zum Einsatz kommen Werkzeuge wie Bohrstöcke und Hämmer für die Probenahme, Laborgeräte wie Reagenzgläser, Pipetten, Mikroskope, Spektroskope oder Chromatografieanlagen für die Analyse sowie Kartenmaterial und Gutachten als Dokumentationsgrundlage. Am Schreibtisch nutzt du PC, Umweltdatenbanken und Präsentationsunterlagen, um Ergebnisse aufzubereiten.

Kann man sich als Umweltwissenschaftler/in selbständig machen?

Ja, viele Umweltwissenschaftler/innen arbeiten freiberuflich als Gutachter/innen. Deine Auftraggeber können z.B. Behörden, Unternehmen, Verbände oder Forschungseinrichtungen sein.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Umweltwissenschaftler/in?

Fortbildungen reichen von Abfall- und Kreislaufwirtschaft über Gewässerschutz, Immissionsschutz und Umweltrecht bis hin zur analytischen Chemie oder physikalischen Messtechnik. Solche Kurse vertiefen dein Fachwissen und erhöhen deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Umweltwissenschaftler/in?

Mit einem Masterstudium in Umweltwissenschaften, Umwelttechnik oder Landschaftsökologie kannst du Projekt- oder Teamleitungen übernehmen. Eine Promotion eröffnet dir den Zugang zu forschungsintensiven Positionen in Wirtschaft und Verwaltung, und mit anschließender Habilitation ist die Professur an Hochschulen erreichbar.

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