Übersetzen (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Übersetzen (Master)

Auch bekannt als: Übersetzer/in · Translator (m/f)

BerufsfeldWirtschaft & Finanzen
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge44

Über den Beruf

Übersetzer und Übersetzerinnen übertragen Bedienungsanleitungen, Verträge, Urteile, Fachartikel oder Softwareoberflächen präzise von einer Ausgangs- in die Zielsprache. Vor jeder Übersetzung analysieren sie den Auftrag, klären Zielgruppe und Terminanforderungen, recherchieren Fachterminologie und pflegen eigene Datenbanken. Bei technischen, juristischen oder medizinischen Inhalten prüfen sie jede Formulierung auf sachliche Genauigkeit, kulturelle Passung und barrierearme Sprache. Computer-Aided-Translation-Tools, Terminologiemanagement und KI-gestützte Maschinelle Übersetzung beschleunigen den Prozess; Rohfassungen werden sorgfältig lektoriert. Sie erstellen Untertitel, lokalisieren Computerspiele, übersetzen Konferenzunterlagen in Rekordzeit oder fertigen als beeidigte Fachkräfte beglaubigte Urkundenübersetzungen an. Größere Projekte steuern sie im Übersetzungsmanagement, delegieren Teilaufgaben und halten engen Kontakt zu Kundschaft. Am Ende steht ein Zieltext, der Funktion, Stil und Inhalt des Originals widerspiegelt.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist im Studienfach Übersetzen
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • I.d.R. Kenntnisse in der/den gewählten Fremdsprache/n

Passende Studiengänge44

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Übersetzer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.029 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Spezialisierung und Region kannst du zwischen 2.973 € und 5.973 € verdienen.

Wie sind die Berufsaussichten als Übersetzer/in?

Die Berufsaussichten als Übersetzer/in sind ausgeglichen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering, offene Stellen werden daher meist zügig besetzt und die Konkurrenz unter Bewerber/innen ist spürbar.

Welche digitalen Skills braucht man als Übersetzer/in?

Für den Beruf brauchst du einen sicheren Umgang mit Computer-Aided-Translation-Tools (CAT). Ebenso wichtig sind Kenntnisse in Dokumentenmanagementsystemen, damit du Übersetzungen versionieren und archivieren kannst. Wenn du dich mit maschineller Übersetzung auskennst und an der Weiterentwicklung solcher Tools mitarbeitest, hebst du dich zusätzlich ab.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Übersetzer/in?

Übersetzer/innen arbeiten überwiegend am Bildschirm in Büros oder im Homeoffice. Unregelmäßige Arbeitszeiten sind üblich, weil dringende Aufträge oft kurzfristig reinkommen. Kundenkontakt und gelegentliche Dienstreisen, etwa zu internationalen Institutionen, gehören ebenfalls dazu.

Womit arbeitet man als Übersetzer/in?

Im Alltag nutzt du PC-Arbeitsplätze mit Internetzugang, Terminologiedatenbanken und Online-Wörterbücher. Hinzu kommen Lokalisierungs- und KI-gestützte Übersetzungsprogramme, mit denen du Texte erstellst, prüfst und verwaltest.

Kann man sich als Übersetzer/in selbständig machen?

Ja, viele Übersetzer/innen arbeiten freiberuflich. Du kannst ein bestehendes Übersetzungsbüro übernehmen oder deine eigene Agentur gründen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Übersetzer/in?

Nach dem Studium kannst du dich fachlich weiterentwickeln, zum Beispiel mit Kursen in Übersetzen oder Dolmetschen. Sprachspezifische Fortbildungen in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch oder weiteren Wirtschafts- und Fachsprachen schärfen dein Profil. Solche Zertifikate helfen dir, neue Themenfelder und Kundengruppen zu erschließen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Übersetzer/in?

Wer eine akademische Laufbahn anstrebt, kann im Anschluss an den Master im Fach Übersetzen oder Dolmetschen promovieren und in die Forschung gehen. Alternativ eröffnet eine Promotion in Fremdsprachendidaktik den Weg in die Hochschullehre. In Unternehmen oder Sprachdienstleistern sind Leitungsfunktionen im Projekt- oder Terminologiemanagement eine weitere Option.

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