Tierschutzbeauftragter/Tierschutzbeauftragte
Über den Beruf
Tierschutzbeauftragte überwachen Tierversuche, beraten Forschende und Tierpfleger/innen und sorgen dafür, dass jedes Vorhaben den gesetzlichen Auflagen entspricht. Sie prüfen Versuchsanträge, wählen gemeinsam mit den Teams geeignete Tierarten und Methoden aus und achten darauf, Schmerzen und Stress so gering wie möglich zu halten. Während der Experimente kontrollieren sie Tierhaltung, Hygiene und Dokumentation, erfassen Abweichungen und erstellen Stellungnahmen für Genehmigungsbehörden. Sie beantworten Rückfragen der Aufsicht, recherchieren neue Verfahren zur Verringerung oder zum Ersatz von Tierversuchen und teilen aktuelle Erkenntnisse mit dem Laborpersonal. Zudem wirken sie an Schulungen mit, damit alle Beteiligten das nötige Fachwissen zum Tierschutz besitzen. Jede Entscheidung stützen sie auf veterinärmedizinische Expertise und fortlaufendes Literaturstudium.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Vorausgesetzt werden i.d.R. ein abgeschlossenes Studium der Tiermedizin, Kenntnisse in der Versuchstiermedizin, z.B. erworben durch eine Weiterbildung als Fachtierarzt bzw. Fachtierärztin, sowie einschlägige Berufserfahrung.
Stellenangebote
Häufige Fragen
Was verdient man als Tierschutzbeauftragter/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.369 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.697 € und 6.435 €. Größere Forschungseinrichtungen oder eine leitende Position können dich an die obere Spanne heranführen.
Wie sind die Berufsaussichten als Tierschutzbeauftragter/in?
Die Berufsaussichten als Tierschutzbeauftragter/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040, neue Stellen können also entstehen. Der Fachkräftemangel ist jedoch gering – offene Stellen sind meist schnell besetzt, was für Bewerber/innen mehr Konkurrenz bedeutet. Bis 2040 dürfte diese Konkurrenz weiter steigen, weil Arbeitgeber voraussichtlich leichter passendes Personal finden. Zudem sind weniger Altersabgänge zu erwarten als in vielen anderen Berufen, sodass weniger zusätzliche Stellen frei werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Tierschutzbeauftragter/in?
Du trägst Schutzkleidung wie Einweghandschuhe und Mundschutz, musst Gerüche von Tierausscheidungen aushalten und verbringst viel Zeit am Bildschirm, um Gutachten und Stellungnahmen zu verfassen. Gleichzeitig trägst du hohe Verantwortung dafür, Schmerzen und Leiden der Tiere zu minimieren und alle gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.
Womit arbeitet man als Tierschutzbeauftragter/in?
Zu den wichtigsten Arbeitsmitteln zählen lebende Versuchstiere wie Mäuse, Ratten oder Fische sowie detaillierte Unterlagen mit Gutachten, Protokollen und tierschutzrechtlichen Vorschriften. Bei deiner täglichen Arbeit greifst du außerdem auf Fachpublikationen, Hygienevorschriften, einen PC mit Internetzugang und das Telefon zurück.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Tierschutzbeauftragter/in?
Weiterbilden kannst du dich vor allem in Tierpsychologie, Tierzucht und ‑haltung oder über tierärztliche Fachfortbildungen. Solche Kurse vertiefen dein Verständnis für das Verhalten der Tiere, verbessern deine Haltungskonzepte und halten dich über neue Gesetze und Methoden auf dem Laufenden.
