Textilgestalter/Textilgestalterin im Handwerk Fachrichtung Posamentieren
Auch bekannt als: Textilgestalter/in - Schwerpunkt Posamentiererei · Textile designer (m/f) (craft trades) - specialising in trimmings and tassel
Über den Beruf
Textilgestalter/innen im Handwerk Fachrichtung Posamentieren entwerfen und fertigen Kordeln, Borten, Quasten, Fransen und andere Zierartikel. Auftragsbezogen skizzieren sie Muster, wählen Garne aus Baumwolle, Seide oder Metalldraht und kalkulieren Materialmenge, Zeit und Kosten. Danach richten sie Posamentierstuhl, Seil-, Flecht- oder Wirkmaschinen ein, überwachen den Lauf oder flechten Elemente in präziser Handarbeit. Sie zwirnen Garne zu Kordeln, verknüpfen Schnüre zu Fransen, schneiden Ansätze ab und fixieren Abschlüsse. Treten Störungen auf, justieren sie Fadenspannungen oder wechseln Verschleißteile. Zum Schluss vernähen oder verknoten sie Einzelteile, prüfen Maß- und Farbgenauigkeit und präsentieren Muster dem Auftraggeber. So entstehen individuelle Schmuckstücke, die Kleidung, Polstermöbel und Heimtextilien veredeln.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Textilgestalter/in?
Als Textilgestalter/in liegt das Gehalt typischerweise bei 3.168 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.742 € und 3.676 €. Mit Zusatzqualifikationen oder einer Position in einem spezialisierten Atelier kannst du eher das obere Ende der Spanne erreichen.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Textilgestalter/in?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Sie findet im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule statt.
Welche Schulfächer sind wichtig für Textilgestalter/innen?
Hilfreiche Schulfächer sind vor allem Werken/Textiles Gestalten und Mathematik. Mit handwerklichem Geschick und sicherem Rechnen kannst du Materialeigenschaften beurteilen und den Garnbedarf präzise kalkulieren.
Ist der Beruf als Textilgestalter/in körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert funktionstüchtige Arme und Hände, weil viele Arbeitsschritte manuell ausgeführt werden. Ein gutes Farbsehvermögen ist wichtig, um Farbtöne exakt abzustimmen. Zudem sollten deine Atemwege unempfindlich gegenüber Faserstaub sein.
Wie sind die Berufsaussichten als Textilgestalter/in?
Die Berufsaussichten als Textilgestalter/in im Handwerk sind ausgeglichen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch freie Stellen entstehen. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Arbeitgeber finden voraussichtlich schneller Personal, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern steigt.
Welche digitalen Skills braucht man als Textilgestalter/in?
Digitale Kompetenzen brauchst du vor allem beim 3-D-Druck kleiner Dekorelemente. Du solltest 3-D-Modelle erstellen und den Drucker einrichten können. So kombinierst du traditionelles Handwerk mit modernen Herstellungsverfahren.
Kann man sich als Textilgestalter/in selbständig machen?
Eine Selbstständigkeit ist möglich, weil das Textilgestalter-Handwerk zulassungsfrei ist. Du kannst also ohne Meisterbrief einen eigenen Betrieb für Posamenten eröffnen. Erfahrung in der Auftragsabwicklung oder der Meistertitel im Textilgestalter-Handwerk verschaffen dir jedoch einen Wettbewerbsvorteil.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Textilgestalter/in?
Nach der Ausbildung stehen dir Fachkurse zu Textilerzeugung und ‑veredlung oder zum Textil- und Bekleidungsdesign offen. Damit bleibst du technisch auf dem neuesten Stand und kannst neue Materialien sowie Verarbeitungstechniken erschließen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Textilgestalter/in?
Für Führungsaufgaben bietet sich die Weiterbildung zur/zum Textilgestaltermeister/in (Bachelor Professional) an. Weitere Optionen sind die Qualifikation als Techniker/in für Textiltechnik oder als Gestalter/in im Handwerk. Mit einem Bachelor- oder Masterstudium im Textildesign kannst du zudem in Entwicklung oder Designabteilungen aufsteigen.
