Staatlich geprüfter Gestalter/Staatlich geprüfte Gestalterin Fachrichtung Handwerk/Bachelor Professional in Gestaltung
Über den Beruf
Gestalter/innen im Handwerk entwerfen handwerkliche Produkte nach Kundenwunsch oder eigener Idee und begleiten sie bis zur Fertigungsreife. Sie skizzieren erste Konzepte, übertragen sie mit CAD-Programmen in präzise Zeichnungen und erstellen Modelle, Prototypen oder 3-D-Drucke. Für jedes Objekt wählen sie passende Werkstoffe wie Holz, Metall, Glas oder Textilien, kalkulieren Material- und Produktionskosten und erstellen Stücklisten. Im Betrieb planen sie Arbeitsabläufe, legen Maschineneinsätze fest und führen Mitarbeitende an, kontrollieren dabei Termine und Qualität. Sie beraten Kundschaft, präsentieren Gestaltungsvarianten, verhandeln mit Lieferanten und bearbeiten Reklamationen. Auch die Pflege digitaler Designvorlagen, der Einsatz von Produktkonfiguratoren oder virtuellen Messen gehören zum Arbeitsalltag. Mit ihrem gestalterischen und betriebswirtschaftlichen Know-how verbinden sie kreatives Design und präzise Handwerksarbeit zu marktfähigen Unikaten und Kleinserien.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- Meisterprüfung oder Gesellen- bzw. Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf des gestaltenden Handwerks oder in einem vergleichbaren Ausbildungsberuf
- I.d.R. einschlägiger anerkannter Ausbildungsberuf
- Zusätzlich Berufspraxis
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Gestalter/in im Handwerk?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.985 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.478 € und 7.059 €. Faktoren wie Betriebsgröße, Spezialisierung oder Führungsverantwortung können die Summe zusätzlich nach oben oder unten verschieben.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur/zum Gestalter/in im Handwerk?
Die Weiterbildung dauert in Vollzeit meist 1,5 bis 2 Jahre. Entscheidest du dich für Teilzeit- oder berufsbegleitende Kurse, verlängert sich die Dauer entsprechend deiner Unterrichts- und Praxiszeiten.
Ist der Beruf als Gestalter/in körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert eine gute Hand-Arm-Koordination und ein sicheres Farbsehvermögen. Gesunde, widerstandsfähige Haut sowie belastbare Atemwege sind ebenfalls wichtig, weil du mit Klebstoffen, Staub oder Reinigungsmitteln arbeitest.
Wie sind die Berufsaussichten als Gestalter/in im Handwerk?
Die Berufsaussichten als Gestalter/in im Handwerk sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was zusätzliche Chancen schafft. Allerdings ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden schnell besetzt, sodass mehr Konkurrenz entsteht. Zudem fallen weniger Altersabgänge an als in vielen anderen Berufen, wodurch seltener Stellen nachrücken.
Welche digitalen Skills braucht man als Gestalter/in?
Wichtig sind sichere CAD-Kenntnisse sowie der Umgang mit 3-D-Druckern und 3-D-Laserscannern, um Modelle detailgetreu umzusetzen. Du solltest außerdem digitale Vorlagen in Digital-Asset-Management-Systemen organisieren und mit Produktkonfiguratoren oder virtuellen Messeplattformen arbeiten können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Gestalter/in?
Gestalter/innen wechseln zwischen Werkstatt, Atelier, Verkaufsraum und Büro. Der Alltag kombiniert Handarbeit an Maschinen mit Computerarbeit, teilweise unter Lärm und beim Tragen von Schutzbrille oder Handschuhen. Auch Kundenkontakt und die Anleitung von Mitarbeitenden gehören regelmäßig dazu.
Kann man sich als Gestalter/in im Handwerk selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist gut möglich. Viele Gestalter/innen eröffnen ein eigenes Atelier oder Studio und vermarkten ihre Entwürfe direkt an Kundschaft; der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) bietet dazu Beratung und Informationen zur Existenzgründung.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Gestalter/in?
Du kannst dich durch Kurse in Produktgestaltung, Kunstmalerei oder Grafik künstlerisch vertiefen. Lehrgänge in Konstruktion, CAD oder betriebswirtschaftlicher Kalkulation helfen dir zudem, Projekte effizienter zu planen und neue Geschäftsfelder zu erschließen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Gestalter/in?
Aufstiegschancen eröffnen vor allem leitende Positionen wie Team-, Werkstatt- oder Bereichsleitung. Du kannst dich auf bestimmte Materialien oder Designfelder spezialisieren oder als Ausbilder/in bzw. Lehrgangsleiter/in Verantwortung für Nachwuchskräfte übernehmen.
