Surflehrer/Surflehrerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Surflehrer/Surflehrerin

Auch bekannt als: Kitesurf teacher (m/f) · Surf Instructor (m/f)

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
Arbeitsorteam und im Wasser · in Unterrichts- und Übungsräumen · in Büroräumen · in Werkstätten
DauerUnterschiedlich

Über den Beruf

Surflehrer/innen unterrichten Anfänger und Fortgeschrittene im Windsurfen, Kitesurfen oder Wellenreiten. Sie zeigen Wenden, Strand- und Wasserstart direkt auf dem Brett, korrigieren Haltungen und passen die Übungen ans Können der Gruppe an. Im Theorieblock erklären sie Surftechniken, Vorfahrtsregeln, Wetter- und Revierkunde und nutzen dabei auch Daten aus Fitness-Wearables, um Fortschritte auszuwerten. Auf Basis dieser Analysen erstellen sie individuelle Trainingspläne. Darüber hinaus pflegen sie Boards, Riggs und Neoprenanzüge, beseitigen kleinere Schäden und sorgen für einsatzbereite Ausrüstung. Oft organisieren sie Camps, Wettkämpfe oder Promo-Events, koordinieren Kurszeiten und beraten Kundinnen und Kunden beim Kauf oder Verleih von Material. Wer eine Surfschule leitet, übernimmt zusätzlich Personalplanung und Marketing.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAusbildungsberuf
AusbildungsartSchulische Ausbildung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (intern geregelt)
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen9
  • Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
  • Je nach Bildungsanbieter Mindestalter, z.B. 18 Jahre
  • Ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung
  • Je nach Bildungsanbieter sicheres Surfen bis Windstärke 6 und Beherrschen der Grundschein- oder Prüfungsmanöver
  • Je nach Bildungsanbieter Erste-Hilfe-Nachweis
  • Je nach Bildungsanbieter Rettungsschwimmerabzeichen
  • Je nach Bildungsanbieter Führungszeugnis
  • Je nach Bildungsanbieter Mitgliedschaft in einem Wassersportverband
  • Je nach Bildungsanbieter ggf. Vorpraktikum

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Surflehrer/in?

Surflehrer/innen verdienen typischerweise 3.090 € brutto im Monat. Mit zunehmender Erfahrung, zusätzlichen Lizenzen und je nach Standort kann das Gehalt zwischen 2.296 € und 3.993 € liegen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Surflehrer/in?

Die Ausbildung ist nicht bundesweit einheitlich geregelt und richtet sich nach dem jeweiligen Bildungsanbieter. Je nach Lernform (Voll- oder Teilzeit) und Umfang der Praxiseinheiten kann sie erheblich variieren.

Welche Schulfächer sind wichtig für Surflehrer/innen?

Hilfreich sind vor allem Sport, Deutsch, Englisch, Biologie sowie Pädagogik/Psychologie. Gute Noten in diesen Fächern erleichtern dir das Vermitteln von Technik, das Unterrichten internationaler Gäste und das Erstellen individueller Trainingspläne.

Ist der Beruf als Surflehrer/in körperlich anstrengend?

Ja, der Job verlangt viel Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit: Du hebst Boards und Riggs, demonstrierst Manöver auf dem Wasser und verbringst lange Zeit in Wind, Wellen und kaltem Wasser. Eine robuste Gesundheit und starke Rücken-, Arm- und Rumpfmuskulatur sind deshalb Voraussetzung.

Wie sind die Berufsaussichten als Surflehrer/in?

Die Berufsaussichten als Surflehrer/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch, Stellen bleiben oft länger unbesetzt – ein Vorteil für Jobsuchende. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, sodass dich Arbeitgeber verstärkt umwerben. Weniger Altersabgänge als in anderen Berufen dämpfen den Effekt allerdings etwas.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Surflehrer/in?

Unregelmäßige Arbeitszeiten, Wochenend- und Ferienkurse sowie Handarbeiten an Boards oder Segeln gehören ebenso dazu wie Unterricht vor Publikum.

Kann man sich als Surflehrer/in selbständig machen?

Ja, viele Surflehrer/innen eröffnen eine eigene Surfschule oder arbeiten freiberuflich für Reiseveranstalter und Sporthotels. Unterstützung bei der Existenzgründung bieten zum Beispiel der Verband Deutscher Wassersport Schulen (VDWS) und regionale Wirtschaftskammern.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Surflehrer/in?

Nach der Grundausbildung kannst du dich in Fachfortbildungen zu Themen wie Breitensport, Rettungsmaßnahmen, Tourismus oder Animation spezialisieren. Zusätzliche Lizenzen – etwa als VDWS-Windsurfing-Instruktor/in – erhöhen deine Einsatzmöglichkeiten und dein Einkommen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Surflehrer/in?

Mit Berufserfahrung und einer Aufstiegsprüfung kannst du Sportfachwirt/in werden und damit Leitungspositionen in Surf- oder Wassersportschulen übernehmen. Ein anschließendes Bachelor- oder Masterstudium in Sportwissenschaft oder Sportmanagement eröffnet dir außerdem Karrierechancen im Trainings-, Event- oder Vereinsmanagement.