Geprüfter Sportfachwirt/Geprüfte Sportfachwirtin
Auch bekannt als: Senior sports clerk (m/f)
Über den Beruf
Sportfachwirte und Sportfachwirtinnen steuern Sportvereine, Fitnessstudios oder Eventagenturen nach kaufmännischen Kennzahlen. Sie kalkulieren Kosten, erstellen Monats- und Jahresabschlüsse und prüfen Liquidität im Controlling. Darauf aufbauend entwickeln sie Kursprogramme, Sponsoringpakete oder Merchandisingprodukte und beschaffen die nötigen Geräte. Sie beobachten den Markt, analysieren Social-Media-Daten und planen Marketingaktionen sowie Sportevents inklusive Sicherheits-, Technik- und Zeitplanung. Im Personalmanagement erarbeiten sie Einsatz- und Urlaubspläne, wählen neue Kräfte aus und begleiten Auszubildende. Mit sportmedizinischem Wissen beraten sie Kunden zu Training, Prävention und Rehabilitation und erklären Wearables zur Leistungsdiagnostik. Außerdem pflegen sie Kontakte zu Werbepartnern, verhandeln Verträge und präsentieren Ergebnisse vor Gremien. Das Ergebnis: ein Sportbetrieb, der Athletinnen und Kunden begeistert und schwarze Zahlen schreibt.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. Abschlussprüfung in einem anerkannten kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf der Sportwirtschaft
- Oder anderer anerkannter Ausbildungsberuf + entsprechende Berufspraxis
- Alternativ z.B. mind. 5 Jahre einschlägige Berufspraxis
Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Sportfachwirt/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 42.012 € und 49.896 € pro Jahr. Mit wachsender Berufserfahrung, Verantwortungsbereich und regionalen Unterschieden kann dein Einkommen ober- oder unterhalb dieser Spanne liegen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Sportfachwirt/in?
Die Dauer der Weiterbildung ist nicht einheitlich geregelt. Sie hängt vom Bildungsanbieter, der Unterrichtsform (Vollzeit, Teilzeit, Fernlehrgang) und deinem individuellen Lerntempo ab.
Ist der Beruf als Sportfachwirt/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist überwiegend kaufmännisch geprägt und damit nicht stark körperlich belastend. Du solltest jedoch funktionsfähige Arme und Hände haben, um Sport- und Fitnessgeräte prüfen oder vorführen zu können.
Wie sind die Berufsaussichten als Sportfachwirt/in?
Die Berufsaussichten als Sportfachwirt/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung in dem Berufsfeld wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden daher schnell besetzt und die Konkurrenz etwas höher. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, Fachkräfte zu finden, sodass deine Chancen langfristig steigen. Zudem fallen weniger Beschäftigte altersbedingt aus dem Beruf als in vielen anderen Branchen.
Welche digitalen Skills braucht man als Sportfachwirt/in?
Digitale Kompetenzen spielen eine immer größere Rolle. Im Arbeitsalltag nutzt du z.B. BPM-Systeme, Dokumentenmanagement-Software und Mobile-Payment-Lösungen, wertest Social-Media-Analytics aus und setzt Wearable-Technologien zur Kundenberatung ein.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Sportfachwirt/in?
Sportfachwirte und -fachwirtinnen wechseln zwischen Bildschirmarbeit im Büro und Einsätzen in Sportanlagen oder auf Events. Der Job erfordert regelmäßigen Kundenkontakt, etwa wenn du Trainingsgeräte erklärst oder Sponsoren triffst.
Kann man sich als Sportfachwirt/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich, etwa als Sportmanager/in oder mit einem eigenen Fitnessstudio. Häufig wird dabei ein Franchise-Modell gewählt; Beratungsstellen wie der DSSV e. V. unterstützen bei Businessplan und Finanzierung.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Sportfachwirt/in?
Fachspezifische Seminare halten dein Know-how frisch, zum Beispiel in Sportmanagement, Marketing oder Finanz- und Rechnungswesen. Auch Schulungen zu Vertragsrecht und AGB helfen dir, Angebote rechtssicher zu gestalten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Sportfachwirt/in?
Für den nächsten Karriereschritt bietet sich die Prüfung zum/zur Betriebswirt/in nach dem Berufsbildungsgesetz (Master Professional in Business Management) an. Alternativ kannst du mit einem Bachelorstudium in Sportmanagement, Sportökonomie oder Sportwissenschaft in Leitungsfunktionen oder die strategische Beratung aufsteigen.
