Solotänzer/Solotänzerin
Auch bekannt als: Principal dancer (m/f)
Über den Beruf
Solotänzer/innen tanzen die Hauptparts in Balletten, Musicals oder Opern. Gemeinsam mit Ballettmeister/innen und Choreograf/innen erarbeiten sie Rollengestaltung, Bewegungsfolgen und Szenenabläufe. Im täglichen Training verfeinern sie Technik, Sprünge, Mimik sowie Gestik und halten Kondition und Beweglichkeit auf Spitzenniveau. Neuinszenierungen studieren sie Schritt für Schritt ein, greifen dabei auf Spiegel, Videoaufnahmen und choreografische Manuskripte zurück und bringen eigene Gestaltungsvorschläge ein. Proben erfolgen sowohl allein als auch mit dem Ensemble; bei Musical-Produktionen kommen Gesangs- und Sprechpassagen hinzu. Kurz vor der Premiere passen sie Abläufe eng mit Regie und Orchester an. Während der Aufführung tanzen sie ihren Part fehlerfrei, achten auf Tempowechsel, Partnerwechsel und reagieren zugleich sensibel auf die Stimmung im Saal.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang wird häufig ein passendes Studium vorausgesetzt.
Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Solotänzer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.000 € brutto im Monat. Je nach Engagement, Erfahrung und Spielstätte kannst du zwischen 3.269 € und 4.885 € verdienen. Gastspiele, Zuschläge für Premieren oder Tourneen sowie individuelle Gagenverhandlungen können das Einkommen zusätzlich verändern.
Wie sind die Berufsaussichten als Solotänzer/in?
Die Berufsaussichten als Solotänzer/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden — die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt langfristig. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden schnell besetzt, daher brauchst du momentan ein starkes Profil, um ein Engagement zu bekommen. Es werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen, wodurch freie Stellen nicht ganz so häufig entstehen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Solotänzer/in?
Solotänzer/innen arbeiten überwiegend auf Bühnen, in Probestudios und unter ständigem Publikums- oder Regieauge. Tourneen und Gastspiele bedeuten häufige Abwesenheit vom Wohnort und ein Leben aus dem Koffer. Hebefiguren und Partnerarbeit erfordern engen Körperkontakt sowie hohe körperliche Belastbarkeit, hinzu kommen lange Phasen des Stehens und Probens. Außerdem verhandelst du deine Gagen und Einsatzbedingungen oft selbst mit Veranstaltern.
Womit arbeitet man als Solotänzer/in?
Im Training nutzen Solotänzer/innen Ballettstangen, Spiegel sowie Vertikaltücher, Seile oder Ringe, um Technik und Kraft zu verfeinern. Musikstücke und Videoaufnahmen unterstützen das Einstudieren neuer Rollen. Für die Abstimmung mit der Regie greifst du auf choreografische Manuskripte und andere schriftliche Unterlagen zurück.
Kann man sich als Solotänzer/in selbständig machen?
Ja, viele Solotänzer/innen arbeiten freiberuflich und schließen projektbezogene Verträge mit Theatern oder Tourneeveranstaltern ab. Langfristig kannst du dich auch mit einer eigenen Tanz- oder Ballettschule selbständig machen und dort Unterricht anbieten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Solotänzer/in?
Weiterbildungen drehen sich vor allem um Tanz, Musik, Rhythmus und Bewegung sowie Theater und Schauspiel. Solche Kurse halten dich technisch auf dem neuesten Stand und eröffnen dir zusätzliche Einsatzmöglichkeiten, etwa in Musical-Produktionen oder im Schauspielunterricht.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Solotänzer/in?
Aufstiegschancen ergeben sich vor allem durch akademische Spezialisierung und Leitungsfunktionen. Mit einem Master in Choreografie oder einer Promotion in Tanz-, Musiktheater- oder Musicalwissenschaft kannst du als Ballettmeister/in, Choreograf/in oder Hochschuldozent/in Verantwortung übernehmen.
