Servicekraft - Schutz und Sicherheit – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Servicekraft - Schutz und Sicherheit

Auch bekannt als: Protection and safety service staff (m/f)

BerufsfeldSchutz & Sicherheit
Arbeitsorteauf Bahnhöfen und Flughäfen · an Veranstaltungsorten wie Messegeländen, Fußballstadien, Konzertsälen · auf Streifgängen im Freien oder in Gebäuden · in Fahrzeugen bei Werttransporten oder im Personenschutz · in Büroräumen oder in Alarmzentralen
Dauer2 Jahre
Ausbildungsplätze36

Über den Beruf

Servicekräfte für Schutz und Sicherheit bewachen Firmengelände, Veranstaltungen und öffentliche Verkehrsbereiche. Sie kontrollieren an Werkpforten Ausweise, registrieren Besucher und lassen nur Berechtigte passieren. Auf Streifengängen prüfen sie Türen, Fenster und Brandmelder, schalten Alarmanlagen scharf und beobachten Video- oder Drohnenbilder. Entdecken sie Einbruchsspuren, alarmieren sie Polizei oder Feuerwehr und sichern den Tatort. Bei Konzerten, Messen und Sportspielen richten sie Absperrungen ein, halten Fluchtwege frei und deeskalieren Konflikte im Publikum. Im Revierdienst fahren sie mehrere Objekte nach festem Plan an, dokumentieren Auffälligkeiten und greifen bei ausgelösten Alarmen ein. An Flughäfen oder Bahnhöfen übernehmen sie Gepäck- und Personenkontrollen. Modernes Equipment wie Wärmebildkameras, Bodycams und Sensorik unterstützt ihre Arbeit. Sie verhindern unberechtigten Zutritt und schützen Menschen sowie Sachwerte.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Wach- und Sicherheitsgewerbe (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer2 Jahre
Zugangsvoraussetzungen4
  • Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
  • Führungszeugnis
  • Mindestalter z.B. 18 Jahre
  • Führerschein Klasse B

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Servicekraft für Schutz und Sicherheit?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.315 € brutto im Monat. Mit Erfahrung, Einsatzbereich und Region kannst du zwischen 2.782 € und 3.956 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit?

Die duale Ausbildung dauert 2 Jahre. Bei sehr guten Leistungen oder einschlägiger Vorbildung kannst du in Absprache mit Betrieb und Berufsschule eine Verkürzung beantragen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Servicekräfte für Schutz und Sicherheit?

Hilfreich sind vor allem die Fächer Recht, Deutsch, Sport, Mathematik und Technik. Gute Noten erleichtern dir das Verstehen von Rechtsvorschriften, das Verfassen von Berichten sowie das Bedienen von sicherheitstechnischen Anlagen.

Ist der Beruf als Servicekraft für Schutz und Sicherheit körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine robuste Gesundheit und viel Beweglichkeit. Du bist häufig im Freien unterwegs, musst verdächtige Personen körperlich handhaben können und brauchst beispielsweise gutes räumliches Sehvermögen sowie Schwindelfreiheit.

Wie sind die Berufsaussichten als Servicekraft für Schutz und Sicherheit?

Die Berufsaussichten als Servicekraft für Schutz und Sicherheit sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, wodurch zusätzliche Jobs entstehen. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden – für dich sinkt die Konkurrenz langfristig. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering, offene Stellen werden noch schnell besetzt. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Servicekraft für Schutz und Sicherheit?

In puncto Digitalisierung solltest du mit vernetzter Gebäudetechnik und Sensorik umgehen können. In der Praxis arbeitest du z.B. mit Alarmmeldungen aus Connected Buildings, steuerst Drohnen für die Geländeüberwachung, prüfst Bewegungssensoren, scannst E-Tickets an Eingängen und setzt Bodycams zur Deeskalation ein.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Servicekraft für Schutz und Sicherheit?

Die Arbeit bringt häufige Wechsel zwischen Innen- und Außeneinsätzen, Bereitschaftsdienste und unregelmäßige Arbeitszeiten mit sich. Du trägst Schutzkleidung, hast Verantwortung für Menschen und bedienst Technik wie Videoüberwachungsanlagen oder Bewegungsmelder. Körperkontakt lässt sich ebenso wenig vermeiden wie Dokumentationsarbeit im Büro.

Kann man sich als Servicekraft für Schutz und Sicherheit selbständig machen?

Ja, eine Selbstständigkeit ist möglich, etwa mit einem eigenen Wach- und Sicherheitsunternehmen oder als Franchisenehmer/in. Vor der Gründung solltest du dich beispielsweise beim Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) über Auflagen und Fördermöglichkeiten informieren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Servicekraft für Schutz und Sicherheit?

Mit Berufserfahrung kannst du zunächst die dreijährige Anschlussausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit absolvieren. Danach eröffnen dir der Meister/in für Schutz und Sicherheit oder ein Bachelor- bzw. Masterstudium im Sicherheitsmanagement den Weg in Leitungsfunktionen.

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