Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Auch bekannt als: Protection and safety specialist (m/f)
Über den Beruf
Fachkräfte für Schutz und Sicherheit beurteilen Gefahren, planen Abwehrmaßnahmen und sichern Menschen, Gebäude sowie Werttransporte. Sie analysieren, wie verwundbar ein Objekt oder eine Veranstaltung ist, wählen geeignete Technik – von Zutrittskontrollsystemen über Videoüberwachung bis zu Bewegungsmeldern – und begleiten deren Installation. An Pforten oder Einlassschleusen prüfen sie Ausweise, durchsuchen Gepäck und stellen sicher, dass nur Berechtigte passieren. Regelmäßige Kontrollgänge ergänzen die Überwachung in Alarmzentralen, wo Kamerabilder, Sensoranzeigen oder Drohnendaten gleichzeitig auflaufen. Erkennt die Technik eine Störung oder schlägt ein Melder Alarm, leiten sie sofortige Maßnahmen ein und alarmieren Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst. Bei Vorfällen befragen sie Zeugen, sichern Spuren und erstellen Berichte. Auch Fahrscheinkontrollen, Streifendienst in Bahnhöfen oder Personenschutz gehören zum Berufsalltag. Sämtliche Einsätze und Prüfprotokolle halten sie am PC fest.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- Ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung
- Führungszeugnis als Nachweis der persönlichen Eignung
- Ggf. Mindestalter 18 Jahre
- Ggf. Führerschein Klasse B
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachkraft für Schutz und Sicherheit?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.315 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und Region schwankt es zwischen 2.782 € und 3.956 €.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Fachkraft für Schutz und Sicherheit?
Im ersten Ausbildungsjahr verdienst du 1.131 € brutto im Monat, im zweiten 1.211 € und im dritten 1.313 €. Über die gesamte Lehrzeit hinweg liegt der Durchschnitt bei rund 1.210 €.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit?
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. Während dieser Zeit wechseln sich praktische Einsätze im Sicherheitsunternehmen mit Unterricht an der Berufsschule ab.
Welche Schulfächer sind wichtig für die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit?
Wirtschaft/Recht, Deutsch, Sport, Mathematik und Technik sind besonders hilfreich. Sie unterstützen dich dabei, Gefährdungen rechtlich einzuordnen, Berichte zu schreiben, körperliche Einsätze zu meistern, Kalkulationen durchzuführen und technische Systeme zu bedienen.
Ist der Beruf als Fachkraft für Schutz und Sicherheit körperlich anstrengend?
Ja, der Job kann körperlich fordernd sein. Beweglichkeit, robuste Gesundheit, gute Koordination und ein sicheres Sehvermögen werden benötigt, um Streifengänge bei jedem Wetter, Personenkontrollen oder den Einsatz von Nahkampftechniken zuverlässig zu bewältigen. Auch Schwindelfreiheit ist von Vorteil.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachkraft für Schutz und Sicherheit?
Die Berufsaussichten als Fachkraft für Schutz und Sicherheit sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber schwieriger, Personal zu finden – die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt langfristig. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering, offene Stellen werden schnell besetzt. Zudem werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Fachkraft für Schutz und Sicherheit?
Digitale Technik ist Alltag: Du solltest vernetzte Gebäude- und Fahrzeuglösungen (Connected Buildings, Connected Cars) überwachen können, Drohnen und Sensorik einsetzen, E-Ticketing bei Zutrittskontrollen bedienen und Routen mit digitalen Karten planen. Predictive Analytics hilft dir, Gefahren frühzeitig zu erkennen, und Wearable-Technologien wie Datenbrillen unterstützen dich bei der Einsatzkoordination.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fachkräfte für Schutz und Sicherheit?
Nach der Ausbildung kannst du dich durch Fachlehrgänge spezialisieren, zum Beispiel in Geld- und Werttransporten, Personenschutz, Veranstaltungsschutz oder Brand- und Katastrophenschutz. Auch die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO sowie Kurse im Empfangs- und Pfortendienst oder Einbruchschutz erweitern dein Einsatzspektrum.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fachkraft für Schutz und Sicherheit?
Als ersten Karriereschritt kannst du die Prüfung zur Meister/in für Schutz und Sicherheit ablegen und so Leitungs- und Planungsaufgaben übernehmen. Anschließend eröffnet ein Bachelor- oder Masterstudium im Sicherheitsmanagement Wege in strategische Positionen oder die Beratung.
