Segelfluglehrer/Segelfluglehrerin
Über den Beruf
Segelfluglehrer/innen schulen Flugschüler/innen am Boden und in der Luft. Im Theorieunterricht erklären sie Navigation, Flugfunk, Luftrecht, Meteorologie und den Aufbau des Segelflugzeugs. Vor dem ersten Start geben sie eine Bordeinweisung, zeigen Instrumente, Rettungssysteme und besprechen das richtige Verhalten bei Start und Landung. Während gemeinsamer Ausbildungsflüge sitzen sie auf dem hinteren Sitz, geben Steueranweisungen und vermitteln saubere Kurven, Thermiksuche und kontrollierte Anflüge. Nach jeder Einheit analysieren sie Manöver, bewerten Fehlerquellen und geben konkrete Tipps für den nächsten Flug. Sie bereiten ihre Schüler/innen auf den ersten Alleinflug vor und können bei entsprechender Qualifikation auch Kunstflug vermitteln. Zum Abschluss der Ausbildung gehört meist ein eigenständig geflogener 50-Kilometer-Streckenflug.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang ist eine gültige Lizenz als Segelfluglehrer bzw. Segelfluglehrerin erforderlich.
Zugangswege
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Segelfluglehrer/in?
Für Segelfluglehrer/innen liegen derzeit keine offiziellen Gehaltsstatistiken vor. Das Einkommen hängt stark davon ab, ob du fest angestellt oder freiberuflich arbeitest, wie viele Unterrichts- und Flugstunden du gibst und in welcher Region der Flugplatz liegt. Zusatzlizenzen wie Kunstflug- oder Motorseglertraining können dein Honorar zusätzlich erhöhen.
Wie sind die Berufsaussichten als Segelfluglehrer/in?
Die Berufsaussichten als Segelfluglehrer/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Es herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden nützt. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbenden bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Einziger Nachteil: Es werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Segelfluglehrer/in?
Segelfluglehrer/innen pendeln zwischen Büro, Unterrichtsraum und Segelflugplatz. Bei gutem Wetter unterrichtest du im Freien, während du Unterrichtspläne am PC vorbereitest. Die Arbeit bringt Verantwortung für Personen, ein gewisses Unfallrisiko und oft unregelmäßige Zeiten an Wochenenden oder Feiertagen mit sich.
Womit arbeitet man als Segelfluglehrer/in?
Im praktischen Unterricht nutzt du Segelflugzeuge, Motorsegler, Schleppeinrichtungen sowie Funk- und Navigationsgeräte. Für die Theorie kommen Rettungssysteme, Kartenmaterial, Betriebshandbücher und Fragenkataloge zum Einsatz, die du häufig digital mit PC, Beamer oder Whiteboard präsentierst. Unterrichtspläne, Ausbildungsnachweise und Rechtsvorschriften gehören ebenfalls zum Standard-Equipment.
Kann man sich als Segelfluglehrer/in selbständig machen?
Ja, eine Selbstständigkeit ist gut möglich. Viele Segelfluglehrer/innen arbeiten freiberuflich oder gründen eine eigene Segelflugschule und bieten dort Theorie- und Praxisunterricht an.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Segelfluglehrer/in?
Du kannst dich in allgemeinen Luftverkehrsthemen, sportbezogenen Fachfortbildungen oder Sportmanagement weiterbilden. Kurse zu psychologischen Grundlagen, etwa Motivationstraining für Flugschüler/innen, erweitern deine pädagogischen Fähigkeiten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Segelfluglehrer/in?
Eine gängige Option ist die Weiterbildung zum/zur Sportfachwirt/in, mit der du kaufmännische Aufgaben und Teamleitung übernehmen kannst. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Sportmanagement oder Sportökonomie eröffnet dir zudem Leitungspositionen in Flugschulen, Verbänden oder Sportvereinen.
