Schadensregulierer/Schadensreguliererin (Versicherung)
Auch bekannt als: Referent/in Schadensmanagement · Sachbearbeiter/in Schadenmanagement · Schadenregulierer/in
Über den Beruf
Schadensregulierer/innen beurteilen Schadensmeldungen und entscheiden, ob und in welcher Höhe die Versicherung leisten muss. Nach Eingang eines Berichts legen sie eine Akte an, vergleichen das Ereignis mit den Vertragsbedingungen und prüfen formelle wie materielle Deckung. Bei komplizierten Fällen fahren sie zum Schadenort, rekonstruieren den Ablauf, sichten Polizeiakten, befragen Zeugen und holen Sachverständigengutachten ein, um Betrugsversuche auszuschließen. Anschließend ermitteln sie die Schadenshöhe, kalkulieren Entschädigungen und veranlassen Zahlungen oder lehnen unberechtigte Forderungen ab. Während des gesamten Prozesses informieren sie Versicherungsnehmer über Pflichten wie Schadenminderung und beraten auf Wunsch zu Vertragsanpassungen. Digitale Tools, IoT-Sensordaten und KI-gestützte Analysen helfen dabei, Risiken schneller zu bewerten. Ist alles geklärt, verfassen sie den Regulierungsbericht und schließen den Fall ab.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Oft wird für den Zugang eine kaufmännische Aus- oder Weiterbildung im Bereich Versicherungswirtschaft vorausgesetzt.
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Schadensregulierer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.281 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.150 € und 6.424 €. Unternehmensgröße, Tarifbindung und Zusatzqualifikationen können das Einkommen zusätzlich beeinflussen.
Wie sind die Berufsaussichten als Schadensregulierer/in?
Die Berufsaussichten als Schadensregulierer/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Bis 2040 schrumpft die Beschäftigung jedoch, und Arbeitgeber werden Personal leichter finden; langfristig steigt also die Konkurrenz unter Bewerbern. Gleichzeitig werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen freiwerden können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Schadensregulierer/in?
Du kombinierst Softwareeinsatz mit intensiven Kundengesprächen und trägst Verantwortung dafür, dass hohe Summen korrekt reguliert werden, während du vielfältige Rechtsvorschriften einhältst.
Womit arbeitet man als Schadensregulierer/in?
Im Alltag nutzt du vor allem Versicherungsverträge, Schadenprotokolle, Kostenvoranschläge und Gutachten. Ergänzend kommen PC, Telefon und Internetzugang zum Einsatz, um Daten zu prüfen und mit Kundschaft oder Sachverständigen zu kommunizieren.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Schadensregulierer/innen?
Fachseminare zu Versicherungsrecht, Bankrecht oder Controlling helfen dir, dein Wissen zu vertiefen. Auch Kurse in Finanz- und Rechnungswesen oder Reklamationsmanagement bringen dich fachlich voran und verbessern deine Karrierechancen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Schadensregulierer/in?
Mit Berufspraxis kannst du dich zur/zum Bachelor Professional in Versicherungen und Finanzanlagen weiterqualifizieren und so Positionen im mittleren Management übernehmen. Ein anschließendes Bachelor- oder Masterstudium in Versicherungsbetriebswirtschaft öffnet dir zudem Türen zu Führungs- oder Spezialistenrollen, etwa in der Schadenabteilungsleitung.
