Geprüfter Restaurator im Metallbauerhandwerk/Geprüfte Restauratorin im Metallbauerhandwerk - Master Professional für Restaurierung im Handwerk – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Geprüfter Restaurator im Metallbauerhandwerk/Geprüfte Restauratorin im Metallbauerhandwerk - Master Professional für Restaurierung im Handwerk

Auch bekannt als: Metallrestaurator/in · Master (m/f) Professional in Restoration in the craft trades sector

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkstätten · beim Kunden, auch im Freien · in Büroräumen
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen91

Über den Beruf

Restaurator/innen im Metallbauerhandwerk sichern und erneuern historische Tore, Geländer oder Metallskulpturen. Sie untersuchen jedes Objekt, datieren es kunst- und kulturgeschichtlich und halten Schäden in Zeichnungen, Fotos und digitalen 3-D-Scans fest. Nach der Analyse wählen sie Werkstoffe sowie Verfahren aus, entscheiden zwischen traditionellen Schmiede-, Treib- oder Eisenschnitttechniken und modernen Maschinenprozessen. Häufig legen sie alte Oberflächen frei, entfernen Rost oder Lackschichten, fertigen passgenaue Ersatzteile und fügen sie per Feuerverschweißen, Verkeilen oder Aufzapfen ein. Als Projektleiter/innen planen sie Termine, kalkulieren Kosten, bereiten Angebote für öffentliche Ausschreibungen vor und koordinieren Teams unterschiedlicher Gewerke. Sie entwerfen bei Bedarf spezielle Vorrichtungen, überwachen Baustellen und dokumentieren jeden Schritt für Denkmalschutz und Auftraggeber. Zudem beraten sie Kunden zur Pflege und zum dauerhaften Korrosionsschutz restaurierter Stücke. So bewahren sie Metallobjekte als Zeugnisse vergangener Handwerks- und Industriegeschichte.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Master Professional
AusbildungsartWeiterbildungsprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen1
  • I.d.R. bestandene Meisterprüfung im Metallbauerhandwerk

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Geprüfter Restaurator im Metallbauerhandwerk/Geprüfte Restauratorin im Metallbauerhandwerk - Master Professional für Restaurierung im HandwerkAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Restaurator/in im Metallbauerhandwerk?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.990 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.954 € und 6.565 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Restaurator/in im Metallbauerhandwerk?

Die Dauer ist nicht bundeseinheitlich geregelt und hängt stark vom Bildungsträger ab. Entscheidest du dich für einen Vollzeitkurs, bist du deutlich schneller fertig als in berufsbegleitenden Teilzeitlehrgängen.

Ist der Beruf als Restaurator/in im Metallbauerhandwerk körperlich anstrengend?

Ganz ohne körperliche Belastung geht es nicht: Auf Baustellen arbeitest du häufig im Stehen, unter freiem Himmel und bei wechselnden Temperaturen. Robuste Haut, gesunde Atemwege sowie gutes Farb- und Raumsehvermögen sind wichtig, weil du mit Metallstaub, Chemikalien und feinen Farbschichten umgehst.

Wie sind die Berufsaussichten als Restaurator/in im Metallbauerhandwerk?

Die Berufsaussichten als Restaurator/in im Metallbauerhandwerk sind gut. Offene Stellen sind schwer zu besetzen, weil ein hoher Fachkräftemangel herrscht – das spielt dir bei der Jobsuche in die Karten. Zudem nimmt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 weiter ab, Arbeitgeber suchen also länger nach Personal. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings dürfte die Gesamtbeschäftigung bis 2040 etwas zurückgehen.

Welche digitalen Skills braucht man als Restaurator/in im Metallbauerhandwerk?

Du solltest sicher mit 3-D-Laserscans, 3-D-Druck und Simulationen umgehen können, um historische Objekte digital zu erfassen und fehlende Teile nachzubilden. Augmented-Reality-Apps und Cloud-basierte Aufmaß-Tools helfen dir, Restaurierungskonzepte anschaulich zu präsentieren und Daten direkt vor Ort zu speichern. Auch Dokumenten- und Digital-Asset-Management-Systeme gehören zum digitalen Werkzeugkasten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Restaurator/in im Metallbauerhandwerk?

Im Arbeitsalltag pendelst du zwischen Werkstatt, Baustelle und Büro. Du führst Mitarbeiter/innen, kalkulierst Projekte, berätst Kunden und arbeitest verantwortungsvoll an wertvollen Kulturgütern. Präzisions- und Feinarbeit, häufiges Stehen sowie der Umgang mit Maschinen, Staub und Lärm gehören dazu.

Womit arbeitet man als Restaurator/in im Metallbauerhandwerk?

Von Feinschleif- und Laserstrahlgeräten über Ultraschallmeißel, Hämmer und Skalpelle bis hin zu 3-D-Konstruktionssoftware – dein Werkzeugkoffer ist breit gefächert. Du setzt Metalle, Legierungen, Farben und Korrosionsschutzmittel ein, nutzt historische Pläne und moderne Messgeräte und hältst alles per PC und Kamera fest.

Kann man sich als Restaurator/in im Metallbauerhandwerk selbständig machen?

Ja, nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du einen eigenen Restaurierungsbetrieb im Metallbauerhandwerk gründen. Gründungsberatung und Förderinfos bekommst du beispielsweise beim Verband der Restauratoren e.V. oder bei deiner regionalen Handwerkskammer.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Metallbauerhandwerk?

Mit Erfahrung kannst du Team- oder Fachbereichsleitungen übernehmen oder als Ausbilder/in in Meister- und Fachkursen tätig werden. Ein anschließendes Bachelorstudium in Restaurierung oder Bauingenieurwesen eröffnet dir zudem Wege in Forschung, Planung oder das Management größerer Denkmalprojekte.

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