Geprüfter Restaurator im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk/Geprüfte Restauratorin im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk - Master Professional für Restaurierung im Handwerk
Auch bekannt als: Master (m/f) Professional in Restoration in the craft trades sector
Über den Beruf
Restaurator/innen im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk planen und steuern komplette Instandsetzungen von Old- und Youngtimern. Sie datieren Fahrzeuge, analysieren Schäden an Karosserie, Fahrwerk, Motor oder Elektrik und erstellen detaillierte Objektdokumentationen. Auf dieser Basis berechnen sie Aufwand und Kosten, wählen geeignete Metalle, Lacke oder Polstermaterialien und legen die Arbeitsschritte fest. Oft arbeiten sie selbst an Schweißnähten, richten Rahmen oder entlacken Bauteile per Trockeneisstrahlen, nutzen computergestützte Achsvermessungen und fertigen fehlende Teile bei Bedarf neu, etwa per CNC oder 3-D-Druck. Ersatzteile bauen sie ein, justieren Bremsen, überholen Getriebe und erneuern Kabelbäume. Jede Maßnahme halten sie schriftlich und fotografisch fest und wirken bei Gutachten für H-Kennzeichen mit. Als Projektleitende teilen sie Teams ein, beschaffen Materialien, verhandeln Angebote und kontrollieren Termine und Wirtschaftlichkeit.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- I.d.R. bestandene Meisterprüfung im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Restaurator/in im Kraftfahrzeughandwerk?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.474 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.484 € und 5.768 €. In spezialisierten Oldtimer-Werkstätten oder bei Leitungsfunktionen kann das Einkommen darüber liegen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Restaurator/in im Kraftfahrzeughandwerk?
Die Weiterbildung ist nicht einheitlich geregelt und richtet sich nach Bildungsanbieter, Lernform und Unterrichtszeiten. In Vollzeit schließt du deutlich schneller ab als in einem berufsbegleitenden Teilzeitkurs; genaue Zeitangaben erfährst du bei der zuständigen Handwerkskammer oder Akademie.
Ist der Beruf als Restaurator/in im Kraftfahrzeughandwerk körperlich anstrengend?
Der Beruf verlangt eine gute körperliche Konstitution, weil Arbeiten über Kopf, in gebückter Haltung oder unter Fahrzeugen die Wirbelsäule, Arme und Beine belasten. Ein sicheres Farb- und Raumsehen ist wichtig, um Lacktöne zu bestimmen und technische Zeichnungen zu lesen. Schutzausrüstung wie Handschuhe und Atemschutzmaske gehört zum Alltag.
Wie sind die Berufsaussichten als Restaurator/in im Kraftfahrzeughandwerk?
Die Berufsaussichten als Restaurator/in im Kraftfahrzeughandwerk sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen erhöht. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, sodass sich das Verhältnis langfristig wieder einpendeln kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Restaurator/in im Kraftfahrzeughandwerk?
Sichere Kenntnisse im Umgang mit digitalen Fertigungs- und Diagnosetools sind Pflicht. Du solltest 3-D-Druck und CAM-Programmierung für Ersatzteile beherrschen, 3-D-Laserscanning zur Fahrzeugvermessung einsetzen und Sensor- sowie Aktoriksysteme prüfen können. Weitere Pluspunkte sind der Umgang mit Dokumentenmanagementsystemen, mobilen Color Readern und Software für Fahrerassistenzsysteme.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Restaurator/in im Kraftfahrzeughandwerk?
Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Werkstatt und Büro. Du arbeitest viel im Stehen, führst Präzisions- und Handarbeiten aus und trägst dabei Schutzkleidung wie Handschuhe oder Atemschutzmasken. Verantwortung für wertvolle Oldtimer, Kundenkontakt und der Einsatz von Maschinen vom Strahlgerät bis zur Hebebühne prägen das Umfeld.
Kann man sich als Restaurator/in im Kraftfahrzeughandwerk selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich, nachdem du dich in die Handwerksrolle eintragen lässt. Mit einer eigenen Restaurierungswerkstatt oder einem Oldtimer-Fachbetrieb übernimmst du nicht nur technische Arbeiten, sondern auch Investitionen, Personalführung und Kundenakquise.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Kraftfahrzeughandwerk?
Verschiedene Fachlehrgänge ermöglichen eine gezielte Spezialisierung. Optionen sind etwa Kurse zu historischer Materialkunde, Schweiß- und Fügtechniken, Kraftfahrzeuginstandhaltung, Mechatronik oder Fahrzeugsachverständigenwesen. Solche Schulungen vertiefen dein Know-how und halten dich technisch auf dem neuesten Stand.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Kraftfahrzeughandwerk?
Aufstieg ist vor allem über Leitungsfunktionen in der Werkstatt möglich, etwa als Team- oder Bereichsleiter/in mit Personal- und Budgetverantwortung. Mit Zusatzqualifikationen kannst du außerdem Ausbilder/in werden oder Lehrgänge leiten.
