Geprüfter Restaurator im Gold- und Silberschmiedehandwerk/Geprüfte Restauratorin im Gold- und Silberschmiedehandwerk - Master Professional für Restaurierung im Handwerk
Auch bekannt als: Restaurator/in (Gold- und Silberwaren) · Master (m/f) Professional in Restoration in the craft trades sector
Über den Beruf
Restauratoren und Restauratorinnen im Gold- und Silberschmiedehandwerk untersuchen historische Schmuckstücke, Gefäße oder Geräte, erstellen Schadensanalysen und ordnen jedes Objekt kunst- und kulturgeschichtlich ein. Mit mikroskopischen, chemischen und digitalen Verfahren bestimmen sie Legierungen, Korrosionsarten und frühere Bearbeitungstechniken. Anschließend legen sie Restaurierungskonzepte fest, wählen traditionelle Methoden wie Feuervergoldung, Treiben oder Ziselieren oder greifen auf moderne Verfahren zurück, etwa 3-D-Laserscans und additiv gefertigte Ersatzteile. Sie fertigen fehlende Ornamente an, montieren neue mit feinsten Löt- und Niettechniken und tragen abschließend Schutzschichten auf. Jeden Arbeitsschritt dokumentieren sie zeichnerisch, fotografisch und mithilfe von Dokumentenmanagementsystemen. Gleichzeitig kalkulieren sie Kosten, erstellen Angebote, koordinieren Materialflüsse und leiten Mitarbeitende an. In größeren Projekten stimmen sie sich mit Fachleuten aus Restaurierung, Chemie oder Kunstgeschichte ab. Wer einen eigenen Betrieb führt, plant Investitionen, entwickelt Geschäftsstrategien und analysiert Kennzahlen, um den wirtschaftlichen Erfolg der Werkstatt zu sichern.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- I.d.R. bestandene Meisterprüfung im Gold- und Silberschmiedehandwerk
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Restaurator/in im Gold- und Silberschmiedehandwerk?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 51.804 € und 63.672 € pro Jahr. Mit wachsender Erfahrung, Leitungsaufgaben oder einem eigenen Betrieb kannst du auch darüber hinauskommen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Restaurator/in im Gold- und Silberschmiedehandwerk?
Die Weiterbildung dauert abhängig vom Bildungsanbieter und dem gewählten Unterrichtsmodell. Vollzeitprogramme lassen sich in deutlich kürzerer Zeit abschließen als berufsbegleitende Teilzeitkurse.
Ist der Beruf als Restaurator/in im Gold- und Silberschmiedehandwerk körperlich anstrengend?
Der Beruf fordert eine sehr gute Feinmotorik in Armen und Händen sowie ein sicheres Farbsehvermögen. Da du häufig mit Polierpasten, Ätzlösungen und Reinigungschemikalien arbeitest, sollte deine Haut an Händen und Unterarmen robust sein, und du musst regelmäßig Schutzhandschuhe tragen.
Wie sind die Berufsaussichten als Restaurator/in im Gold- und Silberschmiedehandwerk?
Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind daher schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge stehen an, sodass zusätzliche Positionen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, wodurch das Stellenangebot langfristig etwas kleiner werden kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Restaurator/in im Gold- und Silberschmiedehandwerk?
Gefragt ist der souveräne Umgang mit 3-D-Scannern und 3-D-Druckern, um fehlende Ornamente präzise nachzubilden. Du solltest außerdem digitale Dokumentenmanagementsysteme beherrschen und bei Bedarf Wearables wie Datenbrillen einsetzen, die dir Informationen direkt ins Sichtfeld projizieren.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Restaurator/in im Gold- und Silberschmiedehandwerk?
Die Arbeit wechselt zwischen Werkstatt, Labor und Büro. Du trägst Verantwortung für Mitarbeitende und wertvolle Originale, stehst in engem Kundenkontakt und nutzt sowohl filigrane Handwerkstechniken als auch Maschinen wie Schweißbrenner oder Polierer. Schutzkleidung ist Pflicht, denn Staub, Rauch und Dämpfe lassen sich nicht immer vermeiden.
Kann man sich als Restaurator/in im Gold- und Silberschmiedehandwerk selbständig machen?
Ja, viele Fachleute eröffnen nach der Weiterbildung eine eigene Gold- oder Silberschmiedewerkstatt mit Restaurierungsschwerpunkt. Unterstützung bei Businessplan, Fördermitteln und Netzwerken bieten der Verband der Restauratoren e.V. sowie die regionalen Handwerkskammern.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Gold- und Silberschmiedehandwerk?
Beliebte Fortbildungen reichen von Kursen in historischer Materialkunde oder speziellen Edelmetall-Verfahren bis hin zu Seminaren in Produktgestaltung. Solche Angebote helfen dir, dich auf bestimmte Techniken zu spezialisieren und dein Portfolio für anspruchsvolle Projekte zu erweitern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Gold- und Silberschmiedehandwerk?
Ein nächster Karriereschritt kann die Leitung eines Teams oder Fachbereichs in einer größeren Werkstatt oder einem Museum sein.
