Regieassistent/Regieassistentin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Regieassistent/Regieassistentin

Auch bekannt als: Spielleiterassistent/in · Assistant director (m/f) · Assistant producer (m/f)

BerufsfeldDarstellende Kunst & Musik
Arbeitsortein Aufnahmestudios und an Außendrehorten (Film und Fernsehen) · in Proberäumen und auf der Bühne (Theater) · in Büro- und Besprechungsräumen
Dauer3-12 Monate
Offene Stellen4

Über den Beruf

Regieassistenten und ‑assistentinnen planen Proben, strukturieren Drehtage und halten künstlerische Entscheidungen fest. Vor Dreh- oder Probenbeginn sichten sie Drehbuch und Stückvorlage, prüfen Laufzeiten und erstellen Drehbuchauszüge mit Kameraeinstellungen, Besetzung, Kostüm und Dekor. Gemeinsam mit Regie und Produktionsleitung legen sie Tagesdispositionen an, besichtigen Motive und koordinieren Termine mit Kostüm, Maske und Requisite. Während der Aufnahmen überwachen sie den Ablauf, gleichen Szenen mit der geplanten Länge ab und protokollieren jede Änderung im Regie- oder Drehbuch. Sie informieren die Teams über Planänderungen, organisieren Nur-Ton- oder Statistenszenen und begleiten Mustervorführungen. Am Theater erstellen sie Probenpläne, kümmern sich um Ausstattung und übernehmen nach der Premiere oft die Abendspielleitung. Digitale Systeme für Dokumenten- und Asset-Management verwalten Skripte, Storyboards sowie Video- und Tonaufnahmen und halten sie für das Team bereit.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf
AusbildungsartWeiterbildungsprüfung nach Regelungen der Industrie- und Handelskammern oder nach internen Vorgaben der Bildungsanbieter.
Dauer3-12 Monate
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. anerkannter Ausbildungsberuf + mind. 2 Jahre einschlägige Berufspraxis in der Film- oder Fernsehproduktion
  • Oder abgeschlossenes Hochschulstudium + mind. 2 Jahre einschlägige Berufspraxis in der Film- oder Fernsehproduktion
  • Alternativ z.B. mind. 5 Jahre einschlägige Berufspraxis in der Film- oder Fernsehproduktion

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Regieassistent/RegieassistentinAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Regieassistent/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.500 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.153 € und 4.190 €. Große Produktionsfirmen und internationale Drehs zahlen oft besser als kleine Theaterprojekte.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Regieassistent/in?

Die Kurse dauern je nach Anbieter und Unterrichtsform zwischen 3 und 12 Monaten. Vollzeitprogramme schließen meist nach wenigen Monaten ab, berufsbegleitende Lehrgänge können fast ein Jahr in Anspruch nehmen.

Ist der Beruf als Regieassistent/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine robuste Gesundheit. Bei Außendrehs stehst du lange, trägst Equipment und arbeitest bei jeder Witterung – das kann körperlich fordernd sein.

Wie sind die Berufsaussichten als Regieassistent/in?

Die Berufsaussichten als Regieassistent/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Gleichzeitig wird es für Arbeitgeber schwieriger, passende Fachkräfte zu finden – deine Konkurrenz nimmt also langfristig ab. Aktuell ist der Fachkräftemangel allerdings gering, offene Stellen werden schnell besetzt und es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Regieassistent/in?

Sichere Kenntnisse in Digital-Asset-Management- und Dokumentenmanagementsystemen sind Pflicht. Du verschlagwortest damit Rohmaterial, verwaltest Drehbuchversionen und stellst Requisiten- oder Kostümenpläne für das Team online bereit.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Regieassistent/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Studio, Bühne, Büro und Außendrehorten. Häufige Reisen und unregelmäßige Arbeitszeiten – etwa wetterabhängige Nachtdrehs – gehören zum Alltag. Bei Außenaufnahmen arbeitest du auch bei Kälte, Hitze oder Regen.

Kann man sich als Regieassistent/in selbständig machen?

Ja, viele Regieassistent/innen arbeiten freiberuflich. Verbände wie der Bundesverband Regie (BVR) oder die VRFF unterstützen dich mit Infos zur Existenzgründung und beruflichen Netzwerken.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Regieassistent/in?

Fachspezifische Kurse in Regie- und Dreharbeit, Aufnahme- und Produktionsleitung oder Drehbucharbeit erweitern dein Know-how. Ergänzend bringen dich Trainings in Bild-, Ton- und Kameratechnik, Filmausstattung oder Medienrecht fachlich voran.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Regieassistent/in?

Ein häufig gewählter Schritt ist ein Studium: Mit einem Bachelor oder Master in Regie kannst du eigene Produktionen leiten oder leitende Aufgaben in der Produktionsplanung übernehmen.

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