Geprüfter Prozessmanager/Geprüfte Prozessmanagerin - Produktionstechnologie
Auch bekannt als: Prozessberater/in · Prozessentwickler/in ·
Über den Beruf
Prozessmanager/innen für Produktionstechnologie planen und steuern Fertigungsprozesse von der ersten Konzeptidee bis zur stabilen Serienproduktion. Gemeinsam mit Ingenieur/innen entwerfen sie Produkte, legen passende Herstellungsschritte fest und entwickeln Prüfmethoden sowie Qualitätssicherungsmaßnahmen. Mit 3-D-Simulation, digitalem Zwilling oder CAM testen sie virtuelle Abläufe, optimieren den Maschineneinsatz und entscheiden, wo Cobots sinnvoll unterstützen. Sie strukturieren Produktions- und Logistikketten, berechnen Personalbedarf, kalkulieren Kosten und überwachen Budget, Termine und Kennzahlen im ERP-System. Beim Produktionsanlauf koordinieren sie die beteiligten Abteilungen, justieren Anlagen und sichern die Prozessstabilität. Treten Störungen auf, wenden sie Tools wie FMEA oder Ishikawa an, um Fehlerquellen systematisch zu beseitigen. Sie führen Teams, organisieren Schulungen und dokumentieren jeden Projektschritt, damit Qualität, Wirtschaftlichkeit und Lieferfähigkeit dauerhaft zusammenpassen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- I.d.R. Abschlussprüfung als Produktionstechnologe/-technologin
- Oder Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf
- Zusätzlich entsprechende Berufspraxis
- Alternativ z.B. mind. 4 Jahre einschlägige Berufspraxis
- Die Berufspraxis muss die Qualifikation als Prozessexperte/-expertin oder Applikationsexperte/-expertin in der Produktionstechnologie oder eine entsprechende Qualifikation beinhalten
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Prozessmanager/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.438 € brutto im Monat. Je nach Branche, Berufserfahrung und Standort kannst du zwischen 4.325 € und 6.821 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Prozessmanager/in?
Die Dauer ist nicht einheitlich geregelt, weil sie vom Bildungsanbieter, der Unterrichtsform (Vollzeit, Teilzeit oder Blended Learning) und der Lernorganisation abhängt. Informiere dich daher immer direkt bei der jeweiligen Akademie, ob das Programm wenige Monate oder deutlich länger angelegt ist.
Wie sind die Berufsaussichten als Prozessmanager/in?
Die Berufsaussichten als Prozessmanager/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben oft länger unbesetzt, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt zudem die Konkurrenz unter Bewerber/innen. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung in diesem Berufsfeld und es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Prozessmanager/in?
Gefragt sind vor allem Fähigkeiten im Umgang mit 3-D-Laserscanning, um Anlagen virtuell auszumessen, und mit Business-Process-Management-Systemen, um Produktionsabläufe zu analysieren und zu steuern. Du solltest außerdem Dokumentenmanagementsysteme sicher bedienen und Apps zur Prozessüberwachung konfigurieren können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Prozessmanager/in?
Du wechselst regelmäßig zwischen Büro, Produktionshalle und gelegentlich dem Kundenstandort oder Homeoffice. Bildschirmarbeit und die Verantwortung für Projekt- und Personalführung prägen den Arbeitsalltag, ebenso wie Termine in Werkstätten oder an laufenden Anlagen.
Womit arbeitet man als Prozessmanager/in?
Zum Arbeitsalltag gehören Unterlagen wie Fertigungs- und Logistikkonzepte, Stücklisten, Budget- sowie Terminpläne. Technisch arbeitest du mit Konstruktions- und Kalkulationssoftware, speicherprogrammierbaren Steuerungen, speziellen Überwachungs-Apps, kollaborativen Robotern sowie klassischer Büroausstattung wie PC, Internetzugang und Telefon.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Prozessmanager/in?
Du kannst dich fachlich vertiefen, etwa in Prozessmanagement, Produktions- und Fertigungstechnik, Prozessautomatisierung oder Qualitätsmanagement. Auch betriebswirtschaftliche Kurse sind beliebt, wenn du stärker in Planung oder Controlling einsteigen möchtest.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Prozessmanager/in?
Ein nächster Karriereschritt kann die geprüfte Weiterbildung zum/zur Technischen Betriebswirt/in sein, die Management- und betriebswirtschaftliches Know-how vermittelt. Darüber hinaus eröffnen ein Bachelor- oder Masterstudium in Technologiemanagement oder Produktionstechnik den Weg zu Führungspositionen in Produktion, Engineering oder Werksleitung.
