Produktionsfachkraft Chemie – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Produktionsfachkraft Chemie

Auch bekannt als: Chemie- und Pharmapraktiker/in · Chemical production specialist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Produktionshallen · in Labors · in Lagerräumen
Dauer2 Jahre
Ausbildungsplätze148

Über den Beruf

Produktionsfachkräfte Chemie steuern automatisierte Anlagen, um aus Rohstoffen nach festgelegten Rezepturen Farben, Kunststoffe, Wasch- oder Düngemittel herzustellen. Sie wiegen Chemikalien ab, mischen sie in Reaktoren ein und fahren Pumpen, Ventile sowie Rührwerke an. Während des Prozesses beobachten sie Druck- und Temperaturanzeigen, erfassen Messwerte im Leitstand und greifen bei Abweichungen sofort ein. Regelmäßig entnehmen sie Proben, analysieren pH-Werte oder Dichten im Labor und vergleichen die Ergebnisse mit Sollvorgaben. Störungen beheben sie eigenständig, dokumentieren jeden Schritt digital und entsorgen Rückstände umweltgerecht. Außerdem reinigen und warten sie Rohrleitungen, Filter und Pumpen, dichten Verbindungen ab und tauschen Verschleißteile aus. Ist eine Charge fertig, füllen sie das Produkt ab, etikettieren Behälter und veranlassen die fachgerechte Lagerung.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer2 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Produktionsfachkraft Chemie?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.848 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.040 € und 5.813 €. Schichtzulagen oder tarifliche Sonderzahlungen der Chemiebranche können das Einkommen zusätzlich erhöhen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Produktionsfachkraft Chemie?

Im ersten Ausbildungsjahr verdienst du 1.167 € brutto im Monat, im zweiten 1.253 €. Durchschnittlich macht das etwa 1.211 € monatlich. Da die Ausbildung nur zwei Jahre dauert, steigst du vergleichsweise schnell ins volle Fachkräftegehalt ein.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Produktionsfachkraft Chemie?

Die Ausbildung zur Produktionsfachkraft Chemie dauert regulär 2 Jahre. In Absprache mit Betrieb und Kammer ist bei sehr guten Leistungen auch eine Verkürzung möglich.

Welche Schulfächer sind wichtig für Produktionsfachkräfte Chemie?

Chemie, Physik, Mathematik und Werken/Technik sind besonders wichtig. Gute Noten darin helfen dir, Stoffmengen exakt zu berechnen, Reaktionsbedingungen abzuschätzen und kleinere Wartungsarbeiten auszuführen.

Ist der Beruf als Produktionsfachkraft Chemie körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert funktionstüchtige Arme und Hände, ein gutes Farbsehvermögen sowie einen intakten Geruchs- und Geschmackssinn. Robuste Haut, gesunde Atemwege und belastbare innere Organe sind ebenfalls wichtig, weil du regelmäßig mit reizenden Dämpfen, Stäuben oder Gefahrstoffen in Kontakt kommst.

Wie sind die Berufsaussichten als Produktionsfachkraft Chemie?

Die Berufsaussichten als Produktionsfachkraft Chemie sind ausgeglichen. Die Beschäftigung im Berufsfeld schrumpft bis 2040. Gleichzeitig werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch regelmäßig Stellen frei werden. Der Fachkräftemangel ist jedoch gering, offene Stellen werden daher meist schnell besetzt – die Konkurrenz unter Bewerber/innen kann entsprechend höher sein.

Welche digitalen Skills braucht man als Produktionsfachkraft Chemie?

Digitale Produktionsleitsysteme sind Standard in modernen Chemiewerken. Du solltest Maschinendaten in Echtzeit auswerten können, Computer-Aided-Manufacturing-Software bedienen und mit Laborinformationssystemen umgehen. Augmented-Reality-Tools sowie kollaborative Roboter unterstützen dich bei Wartung, Dosieren und Verpacken – Grundkenntnisse in diesen Technologien verschaffen dir Vorteile.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Produktionsfachkraft Chemie?

Schutzkleidung wie Overall, Handschuhe, Schutzbrille und teilweise Atemschutz sind Pflicht, weil du mit Chemikalien, Gasen und Dämpfen umgehst. Handwerkliche Tätigkeiten – etwa Rohrleitungen abdichten oder Ventile wechseln – gehören ebenso zum Alltag wie längeres Stehen.

Womit arbeitet man als Produktionsfachkraft Chemie?

Du bedienst großvolumige Kessel, Tanks, Pumpen und vernetzte Produktionsanlagen. Im Labor nutzt du Präzisionswaagen, Messkolben, Dichtemessgeräte und Reagenzgläser, um Proben zu analysieren. Für jede Charge brauchst du außerdem Rezepturen, Bedienhandbücher sowie Umwelt- und Arbeitsschutzvorschriften als Nachschlagewerk.

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