Staatlich geprüfter Präparationstechnischer Assistent/Staatlich geprüfte Präparationstechnische Assistentin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Staatlich geprüfter Präparationstechnischer Assistent/Staatlich geprüfte Präparationstechnische Assistentin

Auch bekannt als: Präparator/Präparatorin · Zoologische/r Präparator/inPräparator/inTaxidermist (m/f) ·

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Laboren · in speziell eingerichteten Werkstätten · in Obduktionsräumen (Schwerpunkt Medizin) · in Magazinen bzw. Depots · in Büroräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze46

Über den Beruf

Präparationstechnische Assistenten und Assistentinnen fertigen Tier-, Pflanzen- und Humanpräparate für Schule, Forschung und Museum. In der Biologie taxidermieren sie Tiere, konservieren Pflanzen, montieren Skelette und richten Dioramen ein. Medizinisch ausgerichtete Fachleute unterstützen Obduktionen, plastinieren Organe und erstellen histologische Schnitte. Geologisch geschulte Kräfte bergen Fossilien, schneiden Gesteinsproben und fertigen detailgetreue Repliken. Alle betreuen Sammlungen, restaurieren Modelle und erfassen Daten in digitalen Inventarsystemen. 3-D-Scanner und ‑Drucker erleichtern das Vermessen zerbrechlicher Stücke und die Produktion anschaulicher Kopien. Chemikalien korrekt ansetzen, Schutzkleidung tragen und präzise mit Skalpell, Säge oder Pinsel arbeiten gehört zum Alltag. Ergebnis sind lebensechte Anschauungsobjekte, die komplexe Zusammenhänge begreifbar machen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAusbildungsberuf
AusbildungsartSchulische Ausbildung an Berufskollegs (landesrechtlich geregelt)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Mind. mittlerer Bildungsabschluss

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Staatlich geprüfter Präparationstechnischer Assistent/Staatlich geprüfte Präparationstechnische AssistentinAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Präparationstechnische/r Assistent/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.831 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.199 € und 4.561 €. Tarifverträge im öffentlichen Dienst oder in Museen können das Einkommen zusätzlich beeinflussen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Präparationstechnische/r Assistent/in?

Die Ausbildung zum/zur Präparationstechnischen Assistent/in dauert 3 Jahre. Theorie- und Praxisphasen wechseln sich während dieser Zeit ab.

Welche Schulfächer sind wichtig für Präparationstechnische Assistent/innen?

Kunst/Werken, Mathematik, Biologie/Chemie. Gute Noten helfen dir beim Berechnen von Mischungen und beim detailgetreuen Gestalten der Präparate.

Ist der Beruf als Präparationstechnische/r Assistent/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich fordernd. Du hebst teils schwere Gesteinsplatten oder Tierpräparate, arbeitest stundenlang feinmotorisch und musst Farben sowie Formen exakt unterscheiden können. Gesunde Haut, Atemwege und kräftige Arme werden durch den Umgang mit Lösungsmitteln, Staub und Chemikalien vorausgesetzt.

Wie sind die Berufsaussichten als Präparationstechnische/r Assistent/in?

Die Berufsaussichten als Präparationstechnische/r Assistent/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt. Zudem steigt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 weiter. Weil es weniger Altersabgänge gibt als in vielen anderen Berufen, werden nur wenige Stellen frei.

Welche digitalen Skills braucht man als Präparationstechnische/r Assistent/in?

Digitale Technologien spielen eine immer größere Rolle. Du solltest 3-D-Drucker bedienen, Tier- oder Pflanzenobjekte per 3-D-Laserscan erfassen und Daten in digitalen Sammlungsmanagement-Systemen pflegen können. Auch der Einbau von Holografie-Elementen für Ausstellungen gehört zunehmend dazu.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Präparationstechnische/r Assistent/in?

Chemikaliendämpfe, Staub, intensive Gerüche und potenziell infektiöses Material gehören zum Alltag, weshalb Schutzkleidung und regelmäßige Desinfektion Pflicht sind. Lärm durch Sägen oder Schleifgeräte und wechselnder Temperatur- sowie Feuchtigkeitseinfluss können zusätzlich belasten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Präparationstechnische/r Assistent/in?

Nach der Ausbildung kannst du dich durch Fachkurse in Biologie, Geowissenschaften, Medizinischer Assistenz oder Museologie spezialisieren. Schulungen in Geoinformationssystemen eröffnen dir weitere Einsatzfelder, etwa bei der digitalen Dokumentation von Fundstücken. Solche Weiterbildungen verbessern deine Chancen auf spezialisierte Stellen in Museen, Forschung oder Industrie.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Präparationstechnische/r Assistent/in?

Ein Aufstieg gelingt vor allem über ein Bachelor- oder Masterstudium, zum Beispiel in Biologie, Geowissenschaften oder Medizinischer Assistenz. Mit einem solchen Hochschulabschluss kannst du Forschungsprojekte verantworten, Sammlungen kuratieren oder Labor- und Ausstellungsbereiche leiten. Auch ein Studium der Angewandten Naturwissenschaft öffnet Türen zu Entwicklungs- und Qualitätsmanagementpositionen.

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