Pflanzentechnologe/Pflanzentechnologin
Auch bekannt als: Plant technologist (m/f)
Über den Beruf
Pflanzentechnolog/innen züchten neue Energie-, Nahrungs- und Zierpflanzen. Sie legen Versuchsreihen im Freiland, Gewächshaus und Labor an, wählen Substrate und Saatgut, setzen Jungpflanzen und steuern Bewässerung, Licht sowie Nährstoffzufuhr mithilfe vernetzter Sensoren und automatisierter Systeme. Tritt ein Schädlingsdruck auf, greifen sie zu Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes. Um den Zuchterfolg zu bewerten, entnehmen sie Proben, analysieren sie chemisch oder molekularbiologisch und bestimmen etwa den genetischen Fingerabdruck der Pflanzen. Die Messergebnisse halten sie in Laborinformations- und Dokumentenmanagementsystemen fest, bereiten sie statistisch auf und werten sie aus. Auf Versuchsfeldern bedienen sie Präzisionsmaschinen, Drohnen oder Smart-Spraying-Geräte und warten die Technik. Geeignete Pflanzen pikieren sie und führen den Zyklus über mehrere Generationen fort, bis eine Sorte Krankheitsresistenz, Hitzetoleranz oder höhere Erträge vereint.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Pflanzentechnologe/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.739 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.170 € und 4.443 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Pflanzentechnologe/in?
Die Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Sie ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf.
Welche Schulfächer sind wichtig für Pflanzentechnolog/innen?
Hilfreich sind vor allem Physik/Chemie, Biologie und Mathematik. Damit verstehst du Laboranalysen, pflanzliche Prozesse und statistische Auswertungen leichter.
Ist der Beruf als Pflanzentechnologe/in körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert eine robuste Gesundheit, denn ein Teil der Arbeit findet im Freien statt und du hantierst regelmäßig mit Pflanzenproben und Chemikalien. Belastbare Haut an Händen und Armen sowie unempfindliche Atemwege sind deshalb wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Pflanzentechnologe/in?
Die Berufsaussichten als Pflanzentechnologe/in sind eher schwierig. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass insgesamt weniger Jobs vorhanden sind. Der Fachkräftemangel ist gering und bis 2040 steigt die Konkurrenz unter Bewerber/innen.
Welche digitalen Skills braucht man als Pflanzentechnologe/in?
Du solltest mit digitalen Kartensystemen, Sensorik und Drohnentechnik umgehen können, um Versuchsfelder präzise zu überwachen. Außerdem arbeitest du mit Laborinformations- sowie Dokumentenmanagementsystemen und nutzt Smart-Spraying-Technik oder LP-WAN-Netzwerke zur automatisierten Steuerung von Bewässerung und Pflanzenschutz.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Pflanzentechnologe/in?
Die Tätigkeit wechselt zwischen Labor, Gewächshaus, Büro und Freiland. Du bedienst Maschinen, dokumentierst Ergebnisse am Bildschirm, trägst Schutzkleidung und musst mit Hitze, Feuchtigkeit oder Gerüchen von Düngemitteln rechnen.
Womit arbeitet man als Pflanzentechnologe/in?
Zum Equipment gehören Saatgut, Jungpflanzen, Präzisionsmaschinen, Samenzählautomaten und automatische Bewässerungsanlagen. Im Labor nutzt du Mikroskope, Pipetten, Chromatografie-Geräte oder Luxmeter und verwaltest Versuchsdaten in Datenbanken.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Pflanzentechnologe/in?
Mit Berufserfahrung kannst du dich zur/zum Pflanzentechnologiemeister/in qualifizieren und Versuchsbereiche leiten. Eine Technikerweiterbildung in Biotechnik oder Chemietechnik (Bachelor Professional) vergrößert dein Aufgabenspektrum. Mit Hochschulzugang bietet ein Bachelor- oder Masterstudium in Agrarwissenschaft, Biotechnologie, Gartenbau oder Landschaftsökologie den Weg in Forschung und Entwicklung.
