Operationstechnischer Assistent/Operationstechnische Assistentin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Operationstechnischer Assistent/Operationstechnische Assistentin

Auch bekannt als: Fachmann/-frau Operationstechnik · Operationsassistent/in

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein OP-Sälen · in Sterilisationsräumen · in Aufwachräumen und Patientenzimmern · in Stationszimmern
Dauer3-5 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Ausbildungsplätze191

Über den Beruf

Operationstechnische Assistent/innen bereiten OP-Säle vor, legen Instrumentensets bereit und prüfen Medizintechnik. Vor dem Eingriff beruhigen sie Patient/innen, positionieren sie korrekt und decken das Operationsfeld steril ab. Während der Operation reichen sie Skalpell, Klammergerät oder Kamera, bedienen Absaug- und Beatmungsgeräte und behalten Atmung sowie Kreislauf im Blick, um im Notfall einzugreifen. Hygienestandards bestimmen jeden Schritt: Nach dem Eingriff reinigen und sterilisieren sie Instrumente in Dampf- oder Heißluftsterilisatoren und entsorgen Einwegkleidung. Sie dokumentieren den Ablauf im Krankenhausinformationssystem, pflegen OP-Statistiken und bestellen Verbrauchsmaterial. In Ambulanz, Endoskopie oder Zentralsterilisation koordinieren sie Abläufe eigenständig. Bei robotergestützten oder bildgeführten Eingriffen unterstützen sie Chirurg/innen ebenso routiniert wie bei klassischen offenen Operationen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAusbildungsberuf
AusbildungsartAusbildung an Berufsfachschulen (bundesweit einheitlich geregelt)
Dauer3-5 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen6
  • I.d.R. mittlerer Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss mit mind. 2-jähriger Berufsausbildung
  • Je nach Bildungsanbieter Volljährigkeit
  • Je nach Bildungsanbieter Nachweis der gesundheitlichen Eignung
  • Je nach Bildungsanbieter ggf. Praktikum vor Ausbildungsbeginn
  • Nachweis über Masernschutz für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
  • Einrichtungen können weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise verlangen, z.B. gegen Hepatitis A und B

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Operationstechnische/r Assistent/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.687 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.127 € und 5.282 €.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Operationstechnische/r Assistent/in?

Im ersten Ausbildungsjahr verdienst du rund 1.293 € brutto im Monat, im zweiten 1.343 € und im dritten etwa 1.389 €. Durchschnittlich liegt die Ausbildungsvergütung damit bei 1.342 €.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz?

Die Ausbildung zur/zum Operationstechnischen Assistent/in dauert in Vollzeit drei Jahre. In Teilzeit kannst du dir bis zu fünf Jahre Zeit lassen, da sich der theoretische und praktische Unterricht dann über einen längeren Zeitraum verteilt.

Welche Schulfächer sind wichtig für Operationstechnische Assistent/innen?

Für angehende Operationstechnische Assistent/innen sind vor allem Biologie, Chemie und Deutsch wichtig. Ein solides Verständnis der menschlichen Anatomie, von Desinfektionsprozessen und eine sichere Kommunikation mit Patienten hilft dir im Ausbildungsalltag.

Ist der Beruf als Operationstechnische/r Assistent/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich anstrengend. Du musst Patienten umlagern, über mehrere Stunden konzentriert stehen und deine Hände ruhig halten – eine robuste Gesundheit, kräftige Arme sowie Ausdauer sind deshalb unerlässlich.

Wie sind die Berufsaussichten als Operationstechnische/r Assistent/in?

Die Berufsaussichten als Operationstechnische/r Assistent/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spricht für Jobsuchende. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber suchen länger. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Operationstechnische/r Assistent/in?

Digitale Skills werden im OP immer wichtiger. Du solltest mit Krankenhausinformationssystemen und Dokumentenmanagement umgehen können, dich in virtuellen Trainingsumgebungen zurechtfinden und bei computer- oder roboterassistierten Eingriffen sicher assistieren.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Operationstechnische/r Assistent/in?

Die Arbeitsbedingungen sind anspruchsvoll: Schicht- und Bereitschaftsdienste sind üblich, Schutzkleidung gehört zur Tagesordnung und der Umgang mit Desinfektionsmitteln ist ständiger Begleiter. Du arbeitest häufig bei künstlicher Beleuchtung, stehst im direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten und musst gleichzeitig sensible Medizintechnik zuverlässig bedienen.

Womit arbeitet man als Operationstechnische/r Assistent/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Beatmungs-, Absaug- und Blutdruckmessgeräte, Sterilisationsautoklaven, chirurgische Instrumente sowie Computer für elektronische OP-Akten. Du nutzt außerdem Telefone und Internet, um Materialbestellungen und Dokumentationen zu erledigen.

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