Musikfachhändler/Musikfachhändlerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Musikfachhändler/Musikfachhändlerin

Auch bekannt als: Detailhandelsfachmann/-frau - Musikinstrumente · Buch- und Medienwirtschafter/in - Buch- und Musikalienhandel · Specialist retail assistant (m/f) for the music branch

BerufsfeldWirtschaft & Finanzen
Arbeitsortein Verkaufsräumen · in Lagerräumen · in Büroräumen
Dauer3 Jahre

Über den Beruf

Musikfachhändler und Musikfachhändlerinnen beraten Kundschaft zu Instrumenten, Noten und Tonträgern und wickeln den Verkauf ab. Sie spielen Gitarren, Keyboards oder Blasinstrumente an, damit Käufer den Klang beurteilen. Anhand von Katalogen oder Datenbanken finden sie selbst seltene Ausgaben von Partituren oder Vinylplatten. Auf Wunsch erläutern sie Urheber- und Verwertungsrechte, etwa beim Online-Handel mit MP3-Dateien. Im Hintergrund kontrollieren sie Lagerbestände, holen Angebote ein, bestellen Ware und prüfen Lieferkonditionen. Sie kalkulieren Preise, kassieren bar oder per Mobile Payment, schreiben Rechnungen und bearbeiten Reklamationen. Für einen attraktiven Auftritt dekorieren sie Schaufenster, pflegen den Online-Shop und planen Messenger-Werbeaktionen. Mithilfe von Warenwirtschaftssystemen werten sie Verkäufe aus und passen das Sortiment gezielt an neue Musiktrends an.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Handel (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Musikfachhändler/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 34.140 € und 39.804 € pro Jahr. Mit wachsender Berufserfahrung oder einer Position im Einkauf bzw. in der Filialleitung kannst du näher an die obere Grenze herankommen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Musikfachhändler/in?

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Danach startest du als ausgebildete/r Musikfachhändler/in direkt ins Berufsleben oder nutzt anschließende Fortbildungen für weitere Karriereschritte.

Welche Schulfächer sind wichtig für Musikfachhändler/innen?

Wichtig sind vor allem Musik, Deutsch, Wirtschaft und Mathematik. Sie helfen dir beim Anspielen von Instrumenten, beim Formulieren von Angeboten sowie beim Kalkulieren von Preisen und Abrechnen der Kasse.

Ist der Beruf als Musikfachhändler/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist nur in Maßen körperlich anstrengend. Kraft in den Armen hilft beim Aufbauen oder Umräumen von Instrumenten, und ein gutes Farbsehvermögen erleichtert das Gestalten von Schaufenstern und Werbematerial.

Wie sind die Berufsaussichten als Musikfachhändler/in?

Die Berufsaussichten als Musikfachhändler/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen sind schnell besetzt, wodurch die Konkurrenz unter Bewerbern steigt. Bis 2040 nimmt diese Konkurrenz voraussichtlich weiter zu. Positiv wirkt, dass viele Altersabgänge erwartet werden und dadurch immer wieder Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Musikfachhändler/in?

Digitale Kompetenz spielt inzwischen eine große Rolle. Du solltest Online-Shop-Systeme bedienen, Mobile-Payment verarbeiten, Bestände in Dokumentenmanagementsystemen pflegen und Kunden über Messenger-Dienste oder interaktive Verkaufsassistenten beraten.

Kann man sich als Musikfachhändler/in selbständig machen?

Eine Selbstständigkeit ist möglich. Viele Musikfachhändler/innen eröffnen ein eigenes Fachgeschäft für Musikinstrumente, Musikalien oder Tonträger – Unterstützung bietet zum Beispiel der Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Musikfachhändler/in?

Nach der Ausbildung stehen verschiedene Weiterbildungen offen. Beliebt sind Kurse zu Vertrieb und Verkauf, (Online-)Marketing, Einkauf, Finanz- und Rechnungswesen oder Medienrecht für den digitalen Musikhandel.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Musikfachhändler/in?

Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen sich vor allem über Fortbildungen. Mit der IHK-Weiterbildung zum/zur Fachwirt/in im Handel übernimmst du häufig Abteilungs- oder Filialleitungen. Langfristig kannst du durch ein Bachelor- oder Masterstudium in Handelsbetriebswirtschaft in die Unternehmensführung oder das strategische Category Management aufsteigen.