Montierer/Montiererin
Auch bekannt als: Montagekraft (m/w) · Assembler (m/f)
Über den Beruf
Montierer und Montiererinnen bauen in der industriellen Fertigung aus Schrauben, Kabeln und Blechteilen komplette Baugruppen bis hin zu fertigen Geräten oder Maschinen. Nach Stückliste wählen sie Schraub-, Steck- oder Klemmverbindungen, setzen Nieten, löten Kontakte oder verkleben Gehäuse. Sie verlegen Leitungen, sichern sie mit Klemmen und schließen Stecker nach Schaltplan an. Jedes Teil wird ausgerichtet, justiert und auf Maßhaltigkeit geprüft; fehlerhafte Komponenten bearbeiten sie nach oder tauschen sie aus. Auch die Qualität des Endprodukts dokumentieren sie. Zwischen den Montageschritten reinigen und ölen sie Schrauber, Lötstationen oder Pressen und ersetzen Verschleißteile. Erst wenn alle Vorgaben erfüllt sind, geben sie die Einheit für den nächsten Produktionsschritt frei.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang ist kein festgelegter Bildungsgang erforderlich. Eine technische Ausbildung kann dabei von Vorteil sein.
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Montierer/in?
Montierer/innen verdienen typischerweise 3.792 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region liegt das Gehalt zwischen 2.996 € und 4.666 €. Schichtzulagen oder Prämien für Akkordarbeit können das Einkommen zusätzlich erhöhen.
Wie sind die Berufsaussichten als Montierer/in?
Die Berufsaussichten als Montierer/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Unternehmen länger nach Personal suchen müssen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings soll die Gesamtbeschäftigung in diesem Berufsfeld bis 2040 etwas schrumpfen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Montierer/in?
Montierer/innen arbeiten überwiegend in Werkstätten oder Produktionshallen und sind dabei viel im Gehen und Stehen. Maschinenlärm, Staub sowie Dämpfe von Lösungsmitteln gehören zum Alltag, weshalb häufig Gehör- oder Atemschutz nötig ist. Die Tätigkeit verlangt präzise Handarbeit an kleinen Bauteilen und läuft oft im Schichtbetrieb.
Womit arbeitet man als Montierer/in?
Zu den wichtigsten Arbeitsmitteln zählen Elektroschrauber, Hämmer und Zangen, mit denen Bauteile zu Haushaltsgeräten oder ganzen Maschinen verschraubt und justiert werden. Ständig im Einsatz sind außerdem Kabel, Schrauben, Nägel, Nieten oder Klebstoffe, um Verbindungen herzustellen. Lösungsmittel und Fette nutzt du beispielsweise zum Reinigen oder Schmieren von Teilen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Montierer/innen?
Kurze Lehrgänge in Löt- und Klebtechniken helfen dir, weitere Verbindungsmethoden sicher zu beherrschen. Seminare zur Metallbearbeitung, zu Trenn- und Schneidverfahren oder zur allgemeinen Fertigungstechnik erweitern dein Profil für unterschiedliche Produktionsbereiche. Auch Fortbildungen im Maschinen- und Anlagenbau eröffnen dir Einsätze an komplexeren Montageplätzen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Montierer/in?
Mit Berufspraxis kannst du eine Ausbildung zum/zur Fertigungsmechaniker/in absolvieren und damit komplexere Montagen sowie Fehlersuche übernehmen. Noch mehr Verantwortung und Führungsaufgaben bringt die Aufstiegsweiterbildung zum/zur Industriemeister/in der Fachrichtung Metall.
