Mikrobiologe/Mikrobiologin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Mikrobiologe/Mikrobiologin

Auch bekannt als: Microbiologist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Labors · in Büro- und Besprechungsräumen · in Hörsälen und Seminarräumen · in Fertigungshallen · an wechselnden Arbeitsorten: im Freien, in Betrieben, Wasserwerken und Kläranlagen, z.B. zur Probennahme · im Homeoffice bzw. mobil
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Über den Beruf

Mikrobiologen und Mikrobiologinnen untersuchen Bakterien, Viren, Pilze und andere Mikroorganismen, kultivieren Zellstämme und analysieren deren Stoffwechsel oder Genetik im Labor. Ihre Erkenntnisse fließen in die Entwicklung von Wirkstoffen, Impfstoffen oder neuartigen Herstellungsverfahren für Lebensmittel ein. In Industriebetrieben steuern sie Produktionsprozesse, richten Laborinformationssysteme ein und sichern Qualität sowie Hygiene. Forschungsteams planen sie von der Fragestellung bis zur Publikation, nutzen Methoden wie Chromatografie, Spektrometrie oder numerische Simulationen und präsentieren Ergebnisse auf Kongressen. An Hochschulen halten sie Vorlesungen, betreuen Abschlussarbeiten und prüfen Studierende. Bei der Zulassung neuer Präparate erstellen sie Gutachten und vermitteln zwischen Labor, Kliniken und Behörden.

Ausbildung & Zugang

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Mikrobiologe/in?

Das Gehalt liegt typischerweise 5.557 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.236 € und 6.860 €.

Ist der Beruf als Mikrobiologe/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist nicht übermäßig kräftezehrend, erfordert aber eine robuste Gesundheit. Du brauchst funktionstüchtige Hände für filigrane Laborarbeiten, intaktes Farbsehen für Auswertungen und widerstandsfähige Haut sowie gesunde Atemwege, weil du regelmäßig mit Mikroorganismen, Lösungsmitteln und Schutzkleidung arbeitest. Bei Außeneinsätzen zur Probennahme musst du zudem wind- und wetterfest sein.

Wie sind die Berufsaussichten als Mikrobiologe/in?

Die Berufsaussichten als Mikrobiologe/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst zwar bis 2040, doch der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden schnell besetzt. Arbeitgeber finden voraussichtlich schneller Personal, sodass der Wettbewerb für Bewerber/innen bis 2040 weiter steigt. Außerdem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, wodurch nur wenige Stellen durch Ruhestand freiwerden.

Welche digitalen Skills braucht man als Mikrobiologe/in?

Gefragt ist der souveräne Umgang mit vernetzten Laborinformationssystemen und numerischen Simulationen. Du arbeitest mit 3-D-Druckern für Versuchsaufbauten, modellierst Mikroorganismen virtuell und präsentierst Ergebnisse auf digitalen Tafeln oder in MOOCs. In der Lehre sind Blended-Learning-Konzepte von Vorteil.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Mikrobiologe/in?

Die Tätigkeit spielt sich zwischen Laborbank und Bildschirm ab und verlangt höchste Präzision. Du trägst regelmäßig Schutzkleidung, gehst mit Säuren, Laugen oder Bakterienkulturen um und musst strenge Hygiene- und Sicherheitsvorgaben einhalten. Verantwortung für teure Geräte, gelegentlicher Kundenkontakt sowie Handarbeit beim Aufbau von Versuchsapparaturen gehören ebenfalls dazu.

Womit arbeitet man als Mikrobiologe/in?

Zum Standard gehören Mikroskope, Zentrifugen und Spektrophotometer, mit denen Proben getrennt und analysiert werden. Chromatografie- und Spektrometrie-Anlagen sowie flüssiger Stickstoff helfen dir, Moleküle aufzubereiten oder zu konservieren. Hinzu kommen Nährmedien, Desinfektionsmittel und die digitale Dokumentation deiner Versuchsprotokolle am PC.

Kann man sich als Mikrobiologe/in selbständig machen?

Ja, viele Mikrobiologinnen und Mikrobiologen arbeiten freiberuflich als Gutachter/innen, Berater/innen oder Projektleiter/innen. Typische Aufträge sind die Bewertung von Hygienekonzepten, Expertisen für Gerichte oder die Begleitung biotechnologischer Entwicklungsprojekte.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Mikrobiologe/in?

Beliebte Fortbildungen vertiefen Kenntnisse in Biotechnologie, Pharmatechnik, Chemie oder naturwissenschaftlicher Labortechnik. Kurse in Forschung & Entwicklung oder Pharmazie halten dein Fachwissen aktuell und öffnen Türen zu neuen Einsatzbereichen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Mikrobiologe/in?

Karrieresprünge gelingen meist über akademische Grade: Eine Promotion qualifiziert dich für Leitungsaufgaben in Forschung oder Industrie, eine anschließende Habilitation für eine Professur. Zusätzlich kannst du dich als Fachhumangenetiker/in spezialisieren oder mit einem Masterstudium in Molekularwissenschaft den Weg in Management-Positionen von Diagnostik- und Pharmaunternehmen ebnen.

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