Meteorologe/Meteorologin
Auch bekannt als: Meteorologist (m/f)
Über den Beruf
Meteorolog/innen erstellen Wettervorhersagen, untersuchen Klimaprozesse und entwickeln Messinstrumente. Sie sammeln Daten mit Satelliten, Wetterradar oder Radiosonden, bereiten sie auf Großrechenanlagen auf und speisen sie in Klimamodelle ein. Auf dieser Grundlage analysieren sie Sturm-, Niederschlags- oder Hitzewellen und beraten Verkehrsunternehmen, Landwirte, Rückversicherer oder Katastrophenschutz. Für Behörden verfassen sie Gutachten zur Luftqualität oder zu langfristigen Klimaentwicklungen. In Forschungseinrichtungen entwickeln sie neue Modellierungsverfahren, nutzen Big-Data- und KI-Tools und veröffentlichen ihre Ergebnisse in Fachzeitschriften oder auf Konferenzen. Arbeiten sie an Hochschulen, konzipieren sie Lehrveranstaltungen, betreuen Abschlussarbeiten und werben Drittmittel für Projekte ein. Manche Meteorolog/innen konzipieren Sensoren oder automatisierte Messstationen und begleiten die Technik bis zur Serienreife. Jede Prognose stützt sich auf präzise Messungen und statistische Methoden, damit Entscheidungen in Verkehr, Energieversorgung oder Katastrophenmanagement rechtzeitig getroffen werden können.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Einstieg wird ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Meteorologie verlangt. Für Führungsaufgaben oder spezialisierte Tätigkeiten ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung wird häufig ein Doktorgrad vorausgesetzt, je nach Fachrichtung z.B. Dr. phil.; für eine Professur kann außerdem eine Habilitation nötig sein.
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Meteorologe/in?
Meteorolog/innen verdienen typischerweise 6.060 € brutto im Monat. Je nach Arbeitgeber, Region und Berufserfahrung liegt die Spanne meist zwischen 4.894 € und 7.158 €.
Ist der Beruf als Meteorologe/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist überwiegend kopforientiert, verlangt aber eine robuste Gesundheit und gutes räumliches Sehvermögen. Bei Außeneinsätzen an Messstationen musst du auch bei Kälte, Hitze oder starkem Wind Messgeräte bedienen – körperliche Fitness verhindert dabei Ermüdung.
Wie sind die Berufsaussichten als Meteorologe/in?
Die Berufsaussichten als Meteorolog/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Gleichzeitig herrscht ein hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerber/innen zugutekommt. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, sodass Arbeitgeber länger nach geeignetem Personal suchen.
Welche digitalen Skills braucht man als Meteorologe/in?
Im Alltag sind ausgeprägte digitale Kompetenzen gefragt. 3-D-Simulationen, Geoinformationssysteme und Gefahren-Management-Systeme helfen dir, Wetterdaten zu visualisieren und Extremereignisse abzuschätzen. Auch KI-gestützte Cognitive-Computing-Tools und Dokumentenmanagementsysteme gehören zur Routine, um große Datenmengen auszuwerten und rechtssicher zu archivieren.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Meteorologe/in?
Die Arbeit kombiniert Präzisionsaufgaben am Bildschirm mit Verantwortung für Menschen und Sachwerte. Du wechselst zwischen Büros, Unterrichtsräumen und Messstationen im Freien, wodurch mal konzentrierte Bildschirmarbeit, mal Einsätze bei Wind und Wetter anstehen. Der Umgang mit teuren Messgeräten erfordert Sorgfalt, ebenso wie die Beratung von Behörden oder Studierenden im direkten Kundenkontakt.
Womit arbeitet man als Meteorologe/in?
Zum technischen Handwerkszeug zählen unter anderem Niederschlagsmesser, Spektroskope und Geräte zur Strahlungsmessung. Für die Datenauswertung greifst du auf meteorologische Datenbanken, digitale Karten und Dokumentenmanagementsysteme zurück. Darüber hinaus kommen Kartenmaterial, Statistiken oder Umweltrichtlinien zum Einsatz, die du am Schreibtisch oder mobil konsultierst.
Kann man sich als Meteorologe/in selbständig machen?
Ja, Meteorolog/innen können sich als Gutachter/innen, Berater/innen oder Projektleiter/innen selbständig machen. Auftraggeber sind dann häufig Unternehmen, Behörden, Verbände oder Forschungseinrichtungen, die auf unabhängige Expertise zu Wetter- und Klimafragen setzen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Meteorologe/in?
Nach dem Einstieg kannst du dein Profil durch Kurse in Geowissenschaften, Geoinformationssystemen oder physikalischer Messtechnik schärfen. Auch Schulungen in Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung oder speziellen Statistikprogrammen eröffnen dir neue Einsatzfelder, etwa in der Risikobewertung.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Meteorologe/in?
Karrierechancen ergeben sich vor allem über akademische Abschlüsse: Ein Master in Meteorologie oder Geophysik vertieft dein Fachwissen und qualifiziert dich für verantwortliche Positionen. Darauf aufbauend eröffnet eine Promotion den Weg in die eigenständige Forschung, Leitungsfunktionen in der öffentlichen Verwaltung oder in F&E-Abteilungen der Industrie. Wer Hochschullehre anstrebt, benötigt in der Regel zusätzlich eine Habilitation, um eine Professur übernehmen zu können.
