Metallbauer/Metallbauerin Fachrichtung Metallgestaltung
Auch bekannt als: Schlosser/in · Schmied/in ·
Über den Beruf
Metallbauer/innen der Fachrichtung Metallgestaltung schmieden und formen Metalle zu Gittern, Geländern, Toren oder kunstvollen Gebrauchsgegenständen. Zunächst nehmen sie Kundenwünsche auf, vermessen vor Ort und fertigen Skizzen oder CAD-Entwürfe an. Anschließend schneiden sie Bleche, Stäbe und Profile zu, erhitzen das Material im Schmiedeofen und bringen es durch Hämmern, Biegen oder Treiben in die gewünschte Gestalt. Einzelteile verbinden sie per Nieten, Schweißen oder Löten, ehe sie Oberflächen durch Verzinken, Brünieren oder Patinieren vor Korrosion schützen. Viele Werkstücke montieren sie selbst an Fassaden, Treppen oder Gartenanlagen. Zusätzlich setzen sie beschädigte Schmiedeerzeugnisse instand und restaurieren denkmalgeschützte Bauteile. Kreatives Entwerfen und präzises Handwerk greifen dabei ineinander – jedes fertige Werkstück ist ein Unikat.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Metallbauer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.606 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Betriebsgröße und Region kannst du zwischen 3.047 € und 4.294 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Metallbauer/in?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3,5 Jahre. Mit sehr guten Leistungen kannst du sie in Absprache mit Betrieb und Berufsschule um bis zu sechs Monate verkürzen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Metallbauer/innen?
Hilfreich sind vor allem Werken/Technik, Kunst, Mathematik und Physik. Gute Noten darin erleichtern dir das Zeichnen von Entwürfen, das exakte Vermessen von Werkstücken und das Berechnen von Flächen oder Belastungen.
Ist der Beruf als Metallbauer/in körperlich anstrengend?
Ja, die Arbeit erfordert Kraft und Ausdauer. Du hebst schwere Metallteile, arbeitest häufig im Stehen, musst Schläge mit dem Hammer abfedern und bist auf Baustellen Hitze, Kälte oder Dämpfen ausgesetzt. Eine robuste Gesundheit ist daher wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Metallbauer/in?
Die Berufsaussichten als Metallbauer/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben oft länger unbesetzt, was deine Chancen erhöht. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen müssen. Zugleich sorgen viele Altersabgänge dafür, dass zusätzliche Plätze frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, wodurch einzelne Regionen weniger Jobs anbieten könnten.
Welche digitalen Skills braucht man als Metallbauer/in?
Digitale Tools gehören inzwischen zum Alltag. Du solltest 3-D-Drucker bedienen, Werkstücke per 3-D-Laserscanner erfassen und Aufmaß-Apps mit Cloud-Anbindung sicher nutzen. Augmented-Reality-Brillen und kollaborative Roboter unterstützen zudem Montage und Fertigung – wer sie beherrscht, hat einen klaren Vorteil.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Metallbauer/in?
Dabei bist du Lärm, Hitze, Kälte sowie Staub oder Dämpfen ausgesetzt und trägst Schutzkleidung wie Lederschürze, Handschuhe und Atemschutz. Schweres Heben, Arbeiten im Freien und Schichtbetrieb können zum Alltag gehören.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Metallbauer/innen?
Nach der Gesellenprüfung kannst du dich fachlich beispielsweise in Schlosserei-, Stahl- und Metallbau, Blechbearbeitung oder Restaurierung weiterbilden. Beliebt sind außerdem Kurse in Gasschweißen, Oberflächenbehandlung oder historischer Materialkunde. Solche Lehrgänge vertiefen dein Know-how und eröffnen dir neue Einsatzbereiche, etwa im Denkmalschutz oder im Apparatebau.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Metallbauer/in?
Ein möglicher Karriereschritt ist die Meisterprüfung zum/zur Metallbauermeister/in beziehungsweise Bachelor Professional im Metallbauer-Handwerk – damit darfst du einen eigenen Betrieb führen und Lehrlinge ausbilden. Wer sich spezialisieren will, kann eine Qualifikation zum/zur Hufbeschlagschmied/in erwerben. Mit einem Bachelor- oder Masterstudium in Produkt- oder Industriedesign eröffnen sich zudem Chancen in Entwicklung, Konstruktion und Gestaltung.
