Masseur und medizinischer Bademeister/Masseurin und medizinische Bademeisterin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Masseur und medizinischer Bademeister/Masseurin und medizinische Bademeisterin

Auch bekannt als: Masseur/in · Medizinische/r Masseur/in · Massage therapist (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Behandlungsräumen · in Krankenzimmern · in Baderäumen, Bädern, Dampfbädern und Saunen · in Büroräumen · bei Patienten oder Klienten
Dauer2,5 Jahre
Ausbildungsplätze2

Über den Beruf

Masseur/innen und medizinische Bademeister/innen lindern Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Stress mit physikalischer Therapie. Nach ärztlicher Diagnose oder Patientengespräch erstellen sie individuelle Behandlungspläne. Sie verabreichen klassische Ganzkörper- und Teilmassagen, Bindegewebs-, Reflexzonen- sowie Lymphdrainagen, leiten Dehn- und Kräftigungsübungen an und setzen Elektro-, Wärme- oder Kältetherapien ein. Für Hydrotherapien richten sie Kneipp-Güsse, Stangerbäder und medizinische Voll- oder Teilbäder ein, kontrollieren Temperatur und Stromstärke und legen Moor- oder Fangopackungen an. Auch Inhalationen zur Behandlung der Atemwege gehören zum Repertoire. Vor jeder Sitzung bereiten sie Liegen, Reizstromgeräte oder Infrarotstrahler vor, erklären Abläufe und beobachten Reaktionen der Patient/innen. Abschließend dokumentieren sie Fortschritte digital und rechnen die Leistungen mit Krankenkassen oder Selbstzahlern ab.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAusbildungsberuf
AusbildungsartAusbildung an Berufsfachschulen (bundesweit einheitlich geregelt)
Dauer2,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen7
  • I.d.R. Hauptschulabschluss oder mind. einjährige Berufsausbildung
  • Ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung
  • Ggf. orthopädisches Gesundheitszeugnis, Tuberkulose-Untersuchung oder Allergietest
  • Ggf. Führungszeugnis
  • Ggf. Praktikum vor Ausbildungsbeginn
  • Nachweis über Masernschutz für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
  • Ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Masseur/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 2.997 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Region und Tarifbindung kannst du zwischen 2.419 € und 3.845 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Masseur/in?

Die staatlich geregelte Ausbildung dauert 2,5 Jahre. Anschließend bist du befähigt, Massagen und medizinische Bade- sowie Wärme­anwendungen therapeutisch einzusetzen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Masseur/innen?

Besonders relevant sind Biologie, Physik/Chemie und Deutsch. Anatomie- und Physiologie­kenntnisse aus Biologie helfen dir, den menschlichen Körper zu verstehen, Physik/Chemie erleichtert das Begreifen von Therapie­wirkungen und mit gutem Deutsch verfasst du einwandfreie Behandlungs­berichte.

Ist der Beruf als Masseur/in körperlich anstrengend?

Ja, der Beruf fordert Rücken, Arme und Hände stark. Dauerhaftes Stehen, Arbeiten in vorgebeugter Haltung sowie hoher Haut- und Körperkontakt verlangen eine robuste Gesundheit, einen feinen Tastsinn und widerstandsfähige Haut.

Wie sind die Berufsaussichten als Masseur/in?

Die Berufsaussichten als Masseur/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – ein Vorteil für Bewerbende. Viele Altersabgänge kommen hinzu, wodurch weitere Jobs frei werden. Langfristig wird es für Arbeitgeber jedoch leichter, Personal zu finden, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 etwas steigt.

Welche digitalen Skills braucht man als Masseur/in?

Du solltest elektronische Patientenakten (ePA) sicher lesen und pflegen können. Außerdem ist der Umgang mit Praxis­verwaltungs­systemen sowie touren- und leistungs­bezogener Software für Dokumentation und Abrechnung wichtig.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Masseur/in?

Du arbeitest meist im Stehen und in direktem Körperkontakt mit Patientinnen und Patienten. Kraftaufwändige Handarbeit, wechselnde Raumtemperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und verantwortungsvoller Umgang mit medizinischen Geräten prägen den Alltag.

Womit arbeitet man als Masseur/in?

Zum Einsatz kommen Reizstrom- und Infrarotgeräte, hydroelektrische Badewannen, Behandlungsliegen, Massage­geräte sowie Wärmepackungen aus Moor oder Fango. Dazu nutzt du Inhalationsgeräte, Kompressen, Therapiepläne, Patientenunterlagen und PC-basierte Praxis­software.

Kann man sich als Masseur/in selbständig machen?

Ja, du kannst eine eigene Massagepraxis oder ein medizinisches Bad eröffnen. Für eine Kassenzulassung verlangen gesetzliche Krankenkassen meist mehrjährige Berufserfahrung. Alternativ lässt sich ein Dienstleistungsbetrieb für Massage­behandlungen aufbauen.

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