Maschinen- und Anlagenführer/Maschinen- und Anlagenführerin Schwerpunkt Metall- und Kunststofftechnik – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Maschinen- und Anlagenführer/Maschinen- und Anlagenführerin Schwerpunkt Metall- und Kunststofftechnik

Auch bekannt als: Anlagenfahrer/in · Maschinen- und Anlagenbediener/inMaschinenbediener/inMachine and plant operator (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Dauer2 Jahre
Ausbildungsplätze1.140

Über den Beruf

Maschinen- und Anlagenführer/innen Schwerpunkt Metall- und Kunststofftechnik richten Dreh-, Fräs-, Säge- und Spritzgussmaschinen ein, übernehmen die Auftragsdaten in die CNC-Steuerung und legen Werkzeug sowie Werkstoff fest. Erstes Probeteil prüfen sie gegen die Vorgaben, korrigieren Schnittgeschwindigkeiten oder Temperaturen und geben anschließend die Serie frei. Während der Fertigung bedienen und überwachen sie die Anlagen, halten den Materialfluss aufrecht und protokollieren Prozess- und Qualitätsdaten. Zeigt das Kontrollsystem Abweichungen oder tritt eine Störung auf, stoppen sie die Maschine, tauschen defekte Teile und justieren die Parameter. Häufig montieren sie die hergestellten Bauteile zu Baugruppen und machen sie versandfertig. Regelmäßige Wartungsarbeiten – Reinigen, Schmierstoffe nachfüllen, Dichtungen oder Filter wechseln – sichern die dauerhafte Betriebsbereitschaft der Anlagen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer2 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Maschinen- und Anlagenführer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.061 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.325 € und 4.858 €. Branchentarifverträge der Metall- und Kunststoffindustrie können das Einkommen zusätzlich beeinflussen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Maschinen- und Anlagenführer/in?

Im ersten Ausbildungsjahr erhältst du rund 1.177 € brutto im Monat, im zweiten Jahr steigt die Vergütung auf etwa 1.247 €. Durchschnittlich macht das circa 1.211 € pro Monat.

Wie lange dauert die Ausbildung als Maschinen- und Anlagenführer/in?

Die duale Ausbildung dauert regulär 2 Jahre. Sie endet mit einer anerkannten Abschlussprüfung.

Welche Schulfächer sind wichtig für Maschinen- und Anlagenführer/innen?

Von Vorteil sind vor allem Physik sowie Werken/Technik. Damit verstehst du leichter, wie Maschinen funktionieren und wie verschiedene Werkstoffe reagieren.

Ist der Beruf als Maschinen- und Anlagenführer/in körperlich anstrengend?

Ja, der Beruf ist körperlich fordernd. Kräftige, bewegliche Arme und Hände, widerstandsfähige Haut für den Umgang mit Ölen und Reinigern und gesunde Atemwege bei Metallstaub oder Kunststoffdämpfen sind wichtig.

Wie sind die Berufsaussichten als Maschinen- und Anlagenführer/in?

Die Berufsaussichten als Maschinen- und Anlagenführer/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, Stellen sind deshalb schwer zu besetzen – ein Pluspunkt für Bewerber/innen. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was die Chancen etwas relativiert.

Welche digitalen Skills braucht man als Maschinen- und Anlagenführer/in?

Gefragt sind Kenntnisse in CAM-Systemen, 3-D-Druck und der Auswertung von Echtzeit-Maschinendaten. Du solltest zudem Apps oder Augmented-Reality-Tools für Wartungen bedienen können, mit Cobots zusammenarbeiten und Auto-ID-Systeme einsetzen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Maschinen- und Anlagenführer/in?

Schutzkleidung wie Gehörschutz, Sicherheitsschuhe und Schutzbrille ist Pflicht, und du hast Kontakt zu Schmierstoffen, Staub, Hitze oder Feuchtigkeit.

Womit arbeitet man als Maschinen- und Anlagenführer/in?

Du bedienst CNC-gesteuerte Dreh-, Fräs-, Säge- oder Umformmaschinen, Spritzgussanlagen und spezialisierte Industrieroboter. Außerdem kommen Extruder, Pressen sowie Werkstoffe wie Metallbleche oder Kunststoffgranulat zum Einsatz.

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