Leichtflugzeugbauer/Leichtflugzeugbauerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Leichtflugzeugbauer/Leichtflugzeugbauerin

Auch bekannt als: Light aircraft engineer (m/f)

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkstätten · in Produktionshallen · im Freien · am Flugplatz
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze6

Über den Beruf

Leichtflugzeugbauer/innen fertigen Segel- und Motorsegler, Ultraleichtflugzeuge sowie andere Sportfluggeräte aus Faserverbundwerkstoffen, Leichtmetall und gelegentlich Holz. Aus Konstruktionsplänen entstehen Schablonen und Formen, in denen sie Sandwichschalen laminieren, Rippen fräsen oder Spanten zuschneiden. Jedes Bauteil wird vermessen, bevor es je nach Werkstoff geklebt, geschweißt, genietet oder verschraubt und zum Rumpf oder zur Tragfläche zusammengefügt wird. Danach montieren sie Fahrwerk, Steuerzüge, Triebwerk, Kanzel und Bordelektronik, beschichten die Oberflächen und polieren sie. 3-D-Laserscans helfen beim exakten Ausrichten der Flügel, Funktionsläufe prüfen Steuerung, Fahrwerk und Navigationsinstrumente. In der Wartung zerlegen sie Baugruppen, tauschen defekte Komponenten und kontrollieren Faserverbundstrukturen auf Risse oder Delamination. Erst nach einem vollständigen Sicherheitscheck geben sie das Leichtflugzeug wieder frei.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Leichtflugzeugbauer/in?

Leichtflugzeugbauer/innen verdienen typischerweise 5.637 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.661 € und 6.592 €. Wer in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet oder Zusatzqualifikationen mitbringt, kann am oberen Ende der Spanne landen. In kleinen Manufakturen oder Regionen mit niedrigeren Löhnen liegt das Einkommen eher am unteren Rand.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Leichtflugzeugbauer/in?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Üblicherweise bist du dabei sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule eingesetzt.

Welche Schulfächer sind wichtig für Leichtflugzeugbauer/innen?

Für die Ausbildung sind besonders Mathematik, Physik/Chemie, Werken/Technik und Englisch hilfreich. Mathe brauchst du für Flächen- und Volumenberechnungen, Naturwissenschaften für Materialeigenschaften, technisches Werken für präzises Arbeiten und Englisch für den Austausch mit internationalen Lieferanten.

Ist der Beruf als Leichtflugzeugbauer/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich fordernd. Du hebst schwere Bauteile, arbeitest teils über Kopf, trägst Schutzkleidung und bist Schleifstäuben, Lackdämpfen sowie Maschinenlärm ausgesetzt – deshalb sollten Rücken, Arme, Hände und Atemwege belastbar sein.

Wie sind die Berufsaussichten als Leichtflugzeugbauer/in?

Die Berufsaussichten als Leichtflugzeugbauer/in sind ausgeglichen. Obwohl die Beschäftigung bis 2040 voraussichtlich schrumpft, besteht aktuell ein hoher Fachkräftemangel – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Leichtflugzeugbauer/in?

Im modernen Leichtflugzeugbau solltest du 3-D-Druck und 3-D-Laserscanning beherrschen, Datenbrillen für Augmented-Reality-Wartung einsetzen und vernetzte Fertigungsanlagen über Apps, Echtzeitdatensysteme oder Cobots überwachen und anpassen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Leichtflugzeugbauer/in?

Nach der Ausbildung kannst du dich fachlich breit aufstellen. Lehrgänge in Mechatronik, Hydraulik, Pneumatik, Kunststoffverarbeitung oder Schweiß- und Fügetechniken vertiefen dein Know-how und machen dich für weitere Aufgaben attraktiv.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Leichtflugzeugbauer/in?

Mit Erfahrung kannst du dich zur Industriemeister/in Flugzeugbau / Luftfahrttechnik oder zur Techniker/in für Luftfahrttechnik weiterqualifizieren und Führungsaufgaben übernehmen. Ein anschließendes Bachelor- oder Masterstudium in Luft- und Raumfahrttechnik eröffnet dir Wege in Entwicklung, Konstruktion oder Projektleitung.

Kann man sich als Leichtflugzeugbauer/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Manche Fachkräfte gründen einen eigenen Betrieb, der sich auf Service, Reparatur oder die Musterbetreuung bestimmter Leichtflugzeugtypen spezialisiert.

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