Lehrer/Lehrerin an Grundschulen
Auch bekannt als: Grundschullehrer/in · Lehrer/Lehrerin untere Klassen ·
Über den Beruf
Grundschullehrer/innen unterrichten Kinder der ersten bis vierten Klassen, vermitteln Lesen, Schreiben, Rechnen und Grundlagen in Sachunterricht, Musik, Kunst oder Sport. Sie strukturieren das Schuljahr nach Lehrplänen, bereiten jede Stunde mit Arbeitsblättern, digitalen Tafeln oder Lern-Apps vor und passen Methoden an das Lerntempo ihrer Klasse an. Im Unterricht wechseln sie zwischen Frontalphasen, Gruppenarbeiten und spielorientiertem Lernen, fördern begabte wie lernschwächere Kinder und integrieren Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf. Sie erstellen Klassenarbeiten, werten Ergebnisse aus und dokumentieren Fortschritte. Pausenaufsicht, Wandertage oder Projektwochen liegen ebenfalls in ihrer Verantwortung. Mit Eltern führen sie Sprechstunden, beraten über Weiterschulwege und besprechen Verhaltens- oder Leistungsfragen. Digitale Werkzeuge wie Dokumentenkameras, Lernplattformen oder Game-Based-Learning-Tools nutzen sie, um Inhalte anschaulich aufzubereiten und Medienkompetenz zu fördern.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Die Berufsausübung und auch das Führen der Berufsbezeichnung sind reglementiert; bei ausländischen Qualifikationen ist eine Anerkennung nötig. Voraussetzung für die Tätigkeit ist die erfolgreich bestandene Zweite Staatsprüfung nach dem Vorbereitungsdienst. Für den Vorbereitungsdienst wird je nach Bundesland ein passendes Lehramtsstudium mit Masterabschluss oder Staatsexamen verlangt.
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Grundschullehrer/in?
Die Bruttobesoldung liegt typischerweise zwischen 52.008 € und 69.780 € pro Jahr. Die genaue Höhe hängt von deinem Bundesland, deiner Erfahrungsstufe und der Beamtenlaufbahn ab.
Ist der Beruf als Grundschullehrer/in körperlich anstrengend?
Der Beruf gilt als körperlich eher leicht, verlangt aber funktionsfähige Arme und Hände – etwa beim Sport-, Kunst- oder Werkunterricht. Du bist viel auf den Beinen, schreibst an Tafeln und führst Bewegungen vor, musst jedoch kaum schwere Lasten tragen.
Wie sind die Berufsaussichten als Grundschullehrer/in?
Die Berufsaussichten als Grundschullehrer/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040, doch der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden oft schnell besetzt. Bis 2040 steigt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, weil Arbeitgeber leichter Personal finden. Außerdem werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen, sodass vergleichsweise wenige Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Grundschullehrer/in?
Digitale Kompetenzen sind ein Muss: Du solltest mit Dokumentenkameras, Dokumentenmanagementsystemen und virtuellen Klassenzimmern arbeiten können. Auch Game-Based-Learning-Konzepte, Lernroboter und frei verfügbare Unterrichtsmaterialien (OER) gehören heute zum Werkzeugkasten.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Grundschullehrer/in?
Die Arbeitsbedingungen sind vielfältig und verbinden Unterricht mit Bildschirmarbeit. Neben Stunden im Klassenraum oder in Sporteinrichtungen erstellst du zu Hause oder im Lehrerzimmer Zeugnisse, Gutachten und Konzepte am Computer und trägst dabei die Verantwortung für deine Klasse.
Womit arbeitet man als Grundschullehrer/in?
Zum Arbeitsalltag gehören klassische Lehrmittel wie Schulbücher, Karten oder Musikinstrumente ebenso wie Sport- und Bastelmaterial. Für Präsentationen nutzt du interaktive Whiteboards, Beamer oder Lehrfilme und hältst Unterrichtspläne digital am PC fest.
Kann man sich als Grundschullehrer/in selbständig machen?
Ja, möglich ist zum Beispiel eine eigene Nachhilfeschule oder die Arbeit als Lerntherapeut/in. Dabei kannst du deine pädagogische Erfahrung nutzen und dein Angebot flexibel auf bestimmte Fächer oder Lernschwierigkeiten zuschneiden.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Grundschullehrer/in?
Fortbildungen reichen von Schulpädagogik und Fachdidaktik über Lern- und Elternberatung bis zu Konfliktmanagement oder Mediation. Damit vertiefst du dein Fachwissen, modernisierst deine Unterrichtsmethoden und kannst dich etwa zur Lernberaterin oder zum Lernberater qualifizieren.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Grundschullehrer/in?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über ein Masterstudium oder eine Promotion in Bildungsmanagement. Damit kannst du ins Schulmanagement wechseln und dich für Leitungsfunktionen an Schulen oder in Bildungsbehörden empfehlen.
