Laserstrahlfachkraft
Auch bekannt als: Fachkraft - Metallbearbeitung durch Laserstrahl · Fachkraft für Lasertechnik
Über den Beruf
Laserstrahlfachkräfte bearbeiten Metallbauteile mit Laseranlagen: Sie schweißen, schneiden, bohren, beschriften oder bauen Werkstücke schichtweise im Laserstrahlschmelzverfahren auf. Vor Beginn eines Auftrags planen sie Arbeitsgänge, legen Parameter fest und programmieren CNC-Steuerungen. Anschließend richten sie Portal- oder Roboteranlagen ein, justieren Spann- und Schweißvorrichtungen und nehmen die Anlage in Betrieb. Während der Bearbeitung überwachen sie Temperatur, Strahlführung und Fertigungsdaten, greifen bei Störungen direkt in den Prozess ein und passen Programme an. Sie prüfen Maßhaltigkeit und Schweißnähte, dokumentieren Ergebnisse und sorgen für Wartung sowie Laserschutzmaßnahmen. Oft leiten sie Kollegen an oder schulen Bedienpersonal, wenn robotergestützte Cobots in die Fertigung eingebunden werden. Bei neuen Produkten beraten sie Konstrukteur/innen zu lasergerechtem Design und entwickeln passende Werkzeuge oder Montagemittel.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Je nach Bildungsanbieter z.B. Berufsausbildung in einem metallverarbeitenden oder elektrotechnischen Beruf
- Alternativ z.B. einschlägige Berufspraxis
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Laserstrahlfachkraft?
Das Gehalt liegt typischerweise 3.511 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.059 € und 4.149 €. Mit wachsender Verantwortung, etwa als Einrichter/in komplexer Laserzellen, kann das Einkommen zusätzlich steigen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur Laserstrahlfachkraft?
Die Vollzeit-Weiterbildung ist extrem kompakt und dauert nur 5 Tage. In dieser Woche erwirbst du alle nötigen Kenntnisse rund um das Einrichten, Programmieren und sichere Betreiben von Laseranlagen.
Ist der Beruf als Laserstrahlfachkraft körperlich anstrengend?
Ja, eine gewisse Fitness ist nötig. Du arbeitest viel im Stehen, spannst schwere Werkstücke ein und führst Wartungen in gebückter Haltung aus – das beansprucht Wirbelsäule, Arme und Hände. Zudem müssen deine Atemwege belastbar sein, weil beim Lasern Rauch und Gase entstehen.
Wie sind die Berufsaussichten als Laserstrahlfachkraft?
Die Berufsaussichten als Laserstrahlfachkraft sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch weitere Jobs freiwerden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, deshalb lohnt es sich, fachlich flexibel zu bleiben.
Welche digitalen Skills braucht man als Laserstrahlfachkraft?
Gefragt sind sichere CAM-Kenntnisse und der routinierte Umgang mit MDE-Systemen zur Produktionsdatenerfassung. Du richtest Industrieroboter oder Cobots ein, überwachst vernetzte Produktionsanlagen per App und passt Programme direkt an der Maschine an.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Laserstrahlfachkraft?
Du trägst Schutzausrüstung wie Laserschutzbrille und hitzebeständige Kleidung, übernimmst Verantwortung für Kolleg/innen und beugst Unfallgefahren durch sorgfältige Wartung der Anlagen vor.
Kann man sich als Laserstrahlfachkraft selbständig machen?
Ja, das ist möglich. Laserstrahlfachkräfte können einen Fertigungs-, Dienstleistungs- oder Handelsbetrieb im Maschinen-, Formen- oder Vorrichtungsbau übernehmen oder neu gründen. Entscheidend sind unternehmerisches Know-how und Investitionen in leistungsfähige Laseranlagen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Laserstrahlfachkräfte?
Fachspezifische Kurse in Laserschutz, automatisiertem Schweißen, NC-/CNC-Technik oder modernen Schneid- und Richtverfahren bringen dein Know-how auf den neuesten Stand. Solche Trainings halten dich technologisch fit und eröffnen dir zusätzliche Einsatzfelder.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Laserstrahlfachkräfte?
Ein Karriereschritt führt über Abschlüsse wie Industriemeister/in Metall oder Techniker/in für Maschinentechnik, Elektrotechnik oder Mechatronik – damit übernimmst du Leitungsfunktionen in der Fertigung.
