Landschaftsökologe/Landschaftsökologin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Landschaftsökologe/Landschaftsökologin

Auch bekannt als: Landscape ecologist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · im Freien, z.B. bei Kartierungsarbeiten, bei der Probennahme · in Labors · im Homeoffice bzw. mobil
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Über den Beruf

Landschaftsökologen und Landschaftsökologinnen entwickeln Strategien, die Natur schützen und Flächen nachhaltig nutzbar machen. Sie kartieren Biotope, dokumentieren Tier- und Pflanzenarten und werten Boden-, Wasser- oder Luftproben im Labor aus. Am Computer simulieren sie Landschaftsentwicklungen, analysieren Geodaten mit GIS oder werten Drohnenaufnahmen aus, um Veränderungen früh zu erkennen. Auf dieser Basis erstellen sie Landnutzungs-, Regional- und Schutzgebietspläne, renaturieren Flussläufe oder schlagen neue Wanderkorridore für Wildtiere vor. Vor Bauvorhaben prüfen sie die Umweltverträglichkeit, berechnen Eingriffe in den Naturhaushalt und entwickeln Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Auch Umweltbildungsprojekte für Schulen oder Kommunen gehören zum Alltag, ebenso Fachgutachten für Behörden, Verbände oder internationale Entwicklungsprogramme. Bei Großprojekten legen sie etwa fest, welche Kompensationsflächen angelegt werden müssen.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg ist i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Landschaftsökologie, Naturschutz erforderlich. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben wird meist ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung sind häufig eine Promotion, je nach Fachrichtung z.B. zum Dr. phil., oder eine Habilitation notwendig.

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Landschaftsökologe/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.134 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.230 € und 6.364 €. Tarifbindung, Arbeitgeber (Behörde, Verband, Ingenieurbüro) und Verantwortung für Projekte können das Einkommen zusätzlich nach oben oder unten verschieben.

Ist der Beruf als Landschaftsökologe/in körperlich anstrengend?

Geländearbeit bei jeder Witterung macht den Job durchaus körperlich fordernd. Du brauchst robuste Gesundheit, funktionstüchtige Arme und Hände für Messgeräte sowie gutes Seh- und Farbsehvermögen, um Veränderungen in Vegetation oder Bodenproben sicher zu erkennen.

Wie sind die Berufsaussichten als Landschaftsökologe/in?

Die Berufsaussichten als Landschaftsökologe/in sind gut. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden also schnell besetzt. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, Fachkräfte zu finden; die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt langfristig. Außerdem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Landschaftsökologe/in?

Wichtig sind Geoinformationssysteme (GIS) und 3-D-Simulationen, um Landschaftsmodelle auszuwerten und Planungen zu visualisieren. Du solltest außerdem mit Drohnentechnik, Sensorik und LP-WAN-Netzen für Umweltmonitoring umgehen können sowie Daten in Dokumenten-, Labor- und Karteninformationssystemen (DMS, LIS, DTK) verwalten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Landschaftsökologe/in?

Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Büro, Labor und Außeneinsätzen; Bildschirmarbeit an GIS-Programmen gehört ebenso dazu wie Kartierungen im Freien. Unregelmäßige Arbeitszeiten durch Dienstreisen oder Projekttermine sowie Verantwortung für Teams und Kundengespräche sind typisch.

Womit arbeitet man als Landschaftsökologe/in?

Zum Einsatz kommen GIS- und Simulationssoftware, digitale topografische Karten sowie klassische Unterlagen wie Umweltverträglichkeitsstudien. Im Gelände nutzt du Nivellier- und Magnetsuchgeräte oder Lichtmessgeräte, im Labor Mikroskope; Büroausstattung mit PC, Internet und Telefon rundet das Equipment ab.

Kann man sich als Landschaftsökologe/in selbständig machen?

Ja, viele Landschaftsökolog/innen arbeiten freiberuflich, etwa in Planungs- und Beratungsbüros für Landschaftsbau, -pflege oder Naturschutz. Als selbständige/r Expert/in kannst du Gemeinden, Landwirtschaftsbetriebe oder Unternehmen zu Umweltfragen beraten und eigene Projekte betreuen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Landschaftsökologe/in?

Fachspezifische Kurse in Umwelt- und Naturschutz, Landschaftsplanung oder Umweltrecht vertiefen dein Know-how. Ergänzend bieten Trainings in Projektmanagement, Forschung & Entwicklung oder naturwissenschaftlicher Laborarbeit Chancen, dein Profil zu schärfen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Landschaftsökologe/in?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über ein Masterstudium oder eine Promotion in Landschaftsökologie, Naturschutz, Geoökologie oder Umweltwissenschaft. Mit einem Doktortitel kannst du Leitungsfunktionen in Forschung, Verwaltung oder privaten Planungsbüros übernehmen; eine Habilitation ist meist Voraussetzung, um Professor/in an einer Hochschule zu werden.

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