Kraftfahrzeugmechatroniker/Kraftfahrzeugmechatronikerin Schwerpunkt Motorradtechnik – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Kraftfahrzeugmechatroniker/Kraftfahrzeugmechatronikerin Schwerpunkt Motorradtechnik

Auch bekannt als: Motorradmechaniker/in · Kraftfahrzeugtechniker/in - Motorradtechnik · Motor vehicle mechatronics technician (m/f) - motorcycle technology

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkstätten · in Produktionshallen · in Verkaufs- bzw. Büroräumen · im Lager
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze34

Über den Beruf

Kraftfahrzeugmechatroniker/innen mit dem Schwerpunkt Motorradtechnik warten, reparieren und individualisieren Motorräder aller Bauarten. Mit Diagnosesoftware und Messgeräten prüfen sie Antriebs-, Fahrwerks-, Elektrik- und Bremssysteme, spüren Fehler auf und beseitigen sie durch Einstellen, Schweißen oder den Austausch von Baugruppen. Sie justieren Zündzeitpunkt, Leerlaufdrehzahl oder ABS-Sensoren, wechseln Öle und Bremsflüssigkeit und stellen sicher, dass Abgas- und Geräuschwerte stimmen. Nach Kundenwunsch rüsten sie Maschinen mit Zusatzscheinwerfern, Navigationssystemen oder Performance-Teilen aus und beachten dabei Herstellerangaben sowie Zulassungsrecht. In kleinen Serien oder Sonderaufträgen fertigen sie auch komplette Rahmen- oder Verkleidungsteile, montieren Motor, Getriebe und Elektronik und führen die Endabnahme durch. Probefahrten und die Vorbereitung für die technische Prüfung gehören ebenso zum Alltag wie die Beratung der Kundschaft zu Kosten, Nutzen und gesetzlichen Vorgaben.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Kraftfahrzeugmechatroniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 2.741 € brutto im Monat. Je nach Branche, Region und Berufserfahrung kannst du zwischen 2.411 € und 3.160 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Kraftfahrzeugmechatroniker/in?

Die duale Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Mit guten Leistungen oder einer passenden Vorbildung kannst du sie ggf. verkürzen, wenn Betrieb und Kammer zustimmen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Kraftfahrzeugmechatroniker/innen?

Werken/Technik, Mathematik und Physik zählen zu den Schlüsselfächern. Sie helfen dir, Baugruppen fachgerecht zu montieren, Einstellwerte zu berechnen und elektronische Störungen sicher einzugrenzen.

Ist der Beruf als Kraftfahrzeugmechatroniker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich fordernd. Häufiges Bücken, Arbeiten über Kopf, das Heben schwerer Motorradteile und der Umgang mit Öl oder Fett setzen eine robuste Wirbelsäule, kräftige Arme und Hände sowie widerstandsfähige Haut und ein gutes Farbsehvermögen voraus.

Wie sind die Berufsaussichten als Kraftfahrzeugmechatroniker/in?

Die Berufsaussichten als Kraftfahrzeugmechatroniker/in Schwerpunkt Motorradtechnik sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das verbessert deine Chancen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was den Arbeitsmarkt langfristig etwas dämpfen kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Kraftfahrzeugmechatroniker/in?

Digitale Kompetenzen werden immer wichtiger. Du solltest mit Diagnosesoftware, Echtzeitdatensystemen und Apps umgehen können, Aktorik und vernetzte Fahrzeugsysteme verstehen sowie Technologien wie 3-D-Druck oder Augmented-Reality-Tools für Wartung und Reparatur einsetzen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kraftfahrzeugmechatroniker/in?

Schutzkleidung wie Handschuhe, Sicherheitsschuhe und beim Schweißen auch Schutzschild und ‑brille sind daher Pflicht, und Schicht- oder Bereitschaftsdienste können vorkommen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Kraftfahrzeugmechatroniker/in?

Du kannst dich in Lehrgängen zu Zweiradtechnik, Kraftfahrzeugtechnik und -instandhaltung, Mechatronik oder Schweiß- und Fügetechniken spezialisieren. Solche Kurse halten dein Know-how frisch und eröffnen neue Aufgabenbereiche.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kraftfahrzeugmechatroniker/in?

Mit einer Meisterprüfung als Zweiradmechanikermeister/in oder Kraftfahrzeugtechnikermeister/in kannst du Werkstattleitung übernehmen oder dich selbständig machen. Weitere Karrierewege führen über den Abschluss als Techniker/in für Kraftfahrzeugtechnik, als Berufsspezialist/in Kraftfahrzeug-Servicetechnik oder ein Bachelor- bzw. Masterstudium in Fahrzeugtechnik, Fahrzeuginformatik oder Fahrzeugelektronik.

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