Korrepetitor/Korrepetitorin
Über den Beruf
Korrepetitor/innen begleiten Sänger/innen, Tänzer/innen und Instrumentalist/innen meist am Klavier. Sie ersetzen während der Proben das Orchester, geben Einsätze, korrigieren Rhythmus, Intonation und Aussprache und wiederholen schwierige Passagen, bis sie sicher sitzen. Auf Wunsch des Dirigenten oder der Regie ändern sie Tempi, Dynamik oder Artikulation und passen die Begleitung spontan an. Häufig teilen sie Probenpläne ein, organisieren Extraproben und leiten diese eigenständig. Bei szenischen Durchläufen auf der Bühne koordinieren sie Musik und Bewegung, damit Chor, Solisten und Ballett präzise zusammenkommen. Manche erarbeiten auch Programme mit Laien oder übernehmen Lehraufgaben an Hochschulen. Ihr Spiel bildet das klangliche Gerüst, auf dem sich jede Aufführung entwickeln kann.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Einstieg ist i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Korrepetition, Liedgestaltung erforderlich. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben wird meist ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung ist häufig ein Doktorgrad nötig, je nach Fachrichtung z.B. Dr. phil., teils auch eine Habilitation.
Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Korrepetitor/in?
Für Korrepetitor/innen liegen keine offiziellen Gehaltsstatistiken vor. Die Bezahlung hängt stark davon ab, ob du tariflich an einem Stadttheater angestellt bist oder projektbezogen freiberuflich arbeitest. Auch Berufserfahrung, Renommee des Hauses und die Region beeinflussen das Einkommen.
Ist der Beruf als Korrepetitor/in körperlich anstrengend?
Korrepetitor/innen benötigen vor allem kräftige und ausdauernde Arme sowie Hände, weil sie oft stundenlang am Klavier sitzen. Insgesamt ist der Beruf weniger körperlich extrem, regelmäßiges Dehnen und eine gute Sitzhaltung beugen jedoch Verspannungen vor.
Wie sind die Berufsaussichten als Korrepetitor/in?
Die Berufsaussichten als Korrepetitor/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber schwieriger, passende Fachkräfte zu finden – für dich sinkt dadurch die Konkurrenz. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering, offene Stellen werden deshalb schnell besetzt.
Welche digitalen Skills braucht man als Korrepetitor/in?
Korrepetitor/innen sollten mit Dokumentenmanagementsystemen umgehen können, um digitale Notenblätter zu verwalten und Änderungen schnell zu verteilen. Das Einspielen von Korrekturen per Laptop oder Tablet während Proben wird zunehmend zum Standard.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Korrepetitor/in?
Die Arbeit wechselt zwischen Probenräumen, Bühnen und Büro und verlangt enge Teamarbeit mit Ensembles und Dirigenten. Unregelmäßige Arbeitszeiten mit Abend- und Wochenendaufführungen, Konzertreisen und eine hohe Schallbelastung gehören zum Alltag.
Womit arbeitet man als Korrepetitor/in?
Zum täglichen Equipment zählen Klavier oder Flügel, Notenständer und umfangreiches Notenmaterial. Ergänzend kommen PC, Internet und Telefon zum Einsatz, etwa für Probenpläne oder das digitale Archivieren von Arrangements.
Kann man sich als Korrepetitor/in selbständig machen?
Ja, viele Korrepetitor/innen arbeiten freiberuflich für Theater-, Opern- oder Konzertveranstalter. Als Selbständige kannst du mehrere Ensembles parallel begleiten oder eigene Workshops und Coachings anbieten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Korrepetitor/in?
Weiterbildungen reichen von Chor- und Orchesterleitung über Musik- und Kulturmanagement bis zu Musikpädagogik oder Musikschulleitung. Damit erweiterst du dein künstlerisches Repertoire und qualifizierst dich für Leitungs- oder Unterrichtsaufgaben.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Korrepetitor/in?
Aufstieg gelingt häufig über ein spezialisiertes Masterstudium, etwa in Korrepetition, Liedgestaltung oder Dirigieren. Mit Promotion und eventuell Habilitation kannst du eine Professur an einer Musikhochschule oder leitende Positionen in Opern- und Konzerthäusern erreichen.
