Korrepetition, Liedgestaltung (Bachelor)
Auch bekannt als: Korrepetitor/in
Über den Beruf
Korrepetitor/innen begleiten Sänger/innen, Tänzer/innen und Instrumentalist/innen meist am Klavier. Sie ersetzen während der Proben das Orchester, geben Einsätze, korrigieren Rhythmus, Intonation und Aussprache und wiederholen schwierige Passagen, bis sie sicher sitzen. Auf Wunsch des Dirigenten oder der Regie ändern sie Tempi, Dynamik oder Artikulation und passen die Begleitung spontan an. Häufig teilen sie Probenpläne ein, organisieren Extraproben und leiten diese eigenständig. Bei szenischen Durchläufen auf der Bühne koordinieren sie Musik und Bewegung, damit Chor, Solisten und Ballett präzise zusammenkommen. Manche erarbeiten auch Programme mit Laien oder übernehmen Lehraufgaben an Hochschulen. Ihr Spiel bildet das klangliche Gerüst, auf dem sich jede Aufführung entwickeln kann.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- Hochschulreife, ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
- Alternativ in den meisten Bundesländern Studium ohne Hochschulreife mit Nachweis besonderer künstlerischer Begabung
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Korrepetitor/in?
Für Korrepetitor/innen gibt es bisher keine bundesweit erhobenen Gehaltszahlen. Dein Einkommen hängt davon ab, ob du fest an einem Opernhaus nach Tarif bezahlt wirst oder freiberuflich Gagen verhandelst, außerdem von Region, Berufserfahrung und Größe des Ensembles.
Wie lange dauert das Bachelorstudium Korrepetition?
Das Bachelorstudium in Korrepetition und Liedgestaltung dauert je nach Hochschule sechs bis acht Semester, also drei bis vier Jahre. In dieser Zeit hast du neben intensiver Klavierpraxis auch Fächer wie Gehörbildung, Partiturspiel und Ensemblearbeit im Stundenplan.
Welche Schulfächer sind wichtig für Korrepetitor/innen?
Für das Studium zählen vor allem Musik, Englisch, Italienisch, Französisch und Latein. Gute Leistungen darin erleichtern dir das Verständnis von Musiktheorie, Opernlibretti und historischen Quellen.
Ist der Beruf als Korrepetitor/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist wenig körperlich belastend, verlangt aber eine dauerhaft gute Funktionstüchtigkeit von Armen und Händen für das tägliche Klavierspiel. Längere Probenphasen belasten zudem Rücken und Konzentration, weshalb Pausen und ergonomisches Sitzen wichtig sind.
Wie sind die Berufsaussichten als Korrepetitor/in?
Die Berufsaussichten als Korrepetitor/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Bis dahin wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden, wodurch die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt. Viele Altersabgänge stehen an, sodass zusätzliche Stellen frei werden. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering und offene Positionen werden noch relativ schnell besetzt.
Welche digitalen Skills braucht man als Korrepetitor/in?
Korrepetitor/innen sollten mit Dokumentenmanagementsystemen umgehen können, um digitale Notenblätter zu verwalten und Änderungen schnell an Ensembles weiterzugeben. So hältst du Probenmaterial stets aktuell und für alle Beteiligten abrufbar.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Korrepetitor/in?
Die Arbeit findet abwechselnd in Proberäumen, auf Bühnen und im Büro statt und ist von unregelmäßigen Arbeitszeiten am Abend oder Wochenende geprägt. Du musst mit hoher Lautstärke während Orchester- und Bühnenproben umgehen, regelmäßig reisen und zugleich Verantwortung für ganze Ensembles übernehmen.
Kann man sich als Korrepetitor/in selbständig machen?
Korrepetitor/innen können sich gut selbständig machen und projektbezogen für Theater- oder Konzertveranstalter arbeiten. Als Freelancer entscheidest du, welche Produktionen du begleitest, und verhandelst deine Honorare selbst.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Korrepetitor/in?
Ein Aufstieg gelingt häufig über ein anschließendes Masterstudium in Korrepetition, Liedgestaltung oder Dirigieren. Wer in Forschung oder Hochschullehre wechseln möchte, kann danach promovieren und sich für eine Professur sogar habilitieren.
