Kommunikationswissenschaft (Master)
Auch bekannt als: Kommunikationswissenschaftler/in · Kommunikationsspezialist/in · Research communication specialist (m/f)
Über den Beruf
Kommunikationswissenschaftler/innen analysieren, wie Menschen und Organisationen Informationen austauschen, und machen dieses Wissen nutzbar. Sie untersuchen Medienmärkte, werten Nutzer- und Meinungsdaten aus und publizieren ihre Ergebnisse. Auf dieser Basis beraten Unternehmen, Parteien oder NGOs zu interner Kommunikation, Imagepflege und Markenaufbau, planen Schulungen zu Rhetorik, Moderation oder Konfliktmanagement. Im Marketing entwickeln sie datengetriebene Kampagnen, wählen geeignete Kanäle und messen den Erfolg. Für Verlage, Sender oder Onlineplattformen lektorieren sie Texte, betreuen Autor/innen und konzipieren neue Formate. In der Markt- und Meinungsforschung erstellen sie Fragebögen, steuern Erhebungen und analysieren die Daten statistisch. Bei der Entwicklung von Chatbots oder KI-Anwendungen bringen sie Erkenntnisse aus Affective Computing ein. An Hochschulen halten sie Lehrveranstaltungen, begleiten Studierende und initiieren Forschungsprojekte.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen6
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Sprache-/Kommunikationswissenschaft
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
- Ggf. Vorpraktikum
- Ggf. Englischkenntnisse
- Ggf. Kenntnisse in einer weiteren modernen Fremdsprache
Passende Studiengänge31
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Kommunikationswissenschaftler/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.692 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.209 € und 6.957 €. Mit wachsender Führungsverantwortung oder spezialisierten Projekten kann dein Einkommen weiter steigen.
Wie sind die Berufsaussichten als Kommunikationswissenschaftler/in?
Die Berufsaussichten als Kommunikationswissenschaftler/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden schnell besetzt, sodass du mehr Konkurrenz hast. Die Konkurrenz unter Bewerbern nimmt bis 2040 weiter zu. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, wodurch weniger Stellen nachrücken.
Welche digitalen Skills braucht man als Kommunikationswissenschaftler/in?
Für Kommunikationswissenschaftler/innen sind vielfältige digitale Kompetenzen wichtig. Gefragt sind Kenntnisse in Affective Computing, Chatbot-Entwicklung, Data-Driven Marketing, Datenanalyse und Datenjournalismus. Auch der Umgang mit Formularmanagement- und Marketing-Automation-Systemen sowie KI-gestützter maschineller Übersetzung verschafft dir Vorteile.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kommunikationswissenschaftler/in?
Kommunikationswissenschaftler/innen arbeiten überwiegend im Büro und am Bildschirm. Regelmäßig präsentierst du in Besprechungs- oder Unterrichtsräumen, leitest Gruppen an und betreust Studierende oder Kund/innen. Die Arbeit verbindet intensive Datenauswertung am Rechner mit persönlichem Kundenkontakt.
Womit arbeitet man als Kommunikationswissenschaftler/in?
Kommunikationswissenschaftler/innen nutzen Fachliteratur, Statistiken und Medieninhalte wie Videos oder Online-Datenbanken. Dabei hast du PC, Internetzugang, Beamer und Telefon ebenso griffbereit wie Printmedien, CDs oder DVDs. Für Lehr- und Präsentationszwecke kommen außerdem Manuskripte und Unterrichtsmaterialien zum Einsatz.
Kann man sich als Kommunikationswissenschaftler/in selbständig machen?
Eine selbständige Tätigkeit ist gut möglich. Häufig arbeiten Kommunikationswissenschaftler/innen freiberuflich in der Öffentlichkeitsarbeit, entwickeln Kampagnen oder übernehmen journalistische und Lektoratsaufträge.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Kommunikationswissenschaftler/in?
Kommunikationswissenschaftler/innen können ihr Wissen durch Fachkurse etwa in Marktforschung, Marktbeobachtung oder Marketing erweitern. Beliebt sind auch Weiterbildungen in Public Relations, Journalistik, Publizistik sowie in Bereichen wie Verlagswesen, Film, Funk oder Fernsehen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kommunikationswissenschaftler/in?
Ein möglicher Aufstieg führt über eine Promotion in Kommunikationswissenschaft, Public Relations oder Kommunikationsmanagement. Mit dem Doktortitel leitest du Forschungsprojekte oder übernimmst Führungsrollen in Unternehmen. Wer eine Professur anstrebt, benötigt in der Regel zusätzlich eine Habilitation.
