Kognitionswissenschaft (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Kognitionswissenschaft (Master)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Büros und Besprechungszimmern · in Labors und Messräumen · in Seminar- und Schulungsräumen · in Hörsälen oder Unterrichtsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge4

Über den Beruf

Kognitionswissenschaftler/innen erforschen Wahrnehmen, Denken und Lernen und übertragen ihre Erkenntnisse in technische und gesellschaftliche Anwendungen. In Laborstudien und Computersimulationen untersuchen sie Aufmerksamkeit, Gedächtnis oder Sprachverarbeitung. Aus den Daten entwickeln sie Algorithmen für maschinelles Lernen, wissensbasierte Systeme oder Mensch-Maschine-Schnittstellen und testen deren Nutzerfreundlichkeit. In interdisziplinären Teams verbinden sie Informatik, Psychologie und Linguistik, um zum Beispiel Lernsoftware, intelligente Prothesen oder Verfahren zur EKG-Mustererkennung zu programmieren. Häufig verfassen sie Forschungsberichte, nehmen Gutachteraufträge an oder beraten Unternehmen, wie Kommunikation und Motivation die Leistung von Mitarbeitenden beeinflussen. An Hochschulen planen sie Lehrveranstaltungen, halten Vorlesungen und betreuen Prüfungen. Mit ihrer Arbeit tragen sie dazu bei, künstliche Intelligenz an menschliche Denkprozesse anzunähern.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Kognitionswissenschaft
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Ggf. Englischkenntnisse

Passende Studiengänge4

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Kognitionswissenschaftler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.102 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.983 € und 6.190 €. Tarifverträge im öffentlichen Dienst, Drittmittelprojekte oder Führungsaufgaben in der Privatwirtschaft können das Einkommen zusätzlich beeinflussen.

Wie sind die Berufsaussichten als Kognitionswissenschaftler/in?

Die Berufsaussichten als Kognitionswissenschaftler/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040 weiter. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – das bietet Bewerber/innen gute Chancen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Bis 2040 finden Arbeitgeber jedoch schneller Personal, sodass die Konkurrenz unter Bewerber/innen langfristig etwas steigt.

Welche digitalen Skills braucht man als Kognitionswissenschaftler/in?

Für den Beruf sind vertiefte Kenntnisse in Machine Learning, Cognitive Computing und 3-D-Simulationen wichtig, um kognitive Prozesse modellieren zu können. Du solltest außerdem mit Affective Computing vertraut sein, digitale Tafeln in Seminaren bedienen und MOOCs planen oder durchführen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kognitionswissenschaftler/in?

Die Tätigkeit kombiniert lange Phasen der Bildschirmarbeit mit Terminen in Besprechungs-, Labor- und Unterrichtsräumen. Du übernimmst Verantwortung für Studierende, führst Kundengespräche über neue Lern- oder KI-Lösungen und kannst häufig auch mobil oder im Homeoffice arbeiten.

Womit arbeitet man als Kognitionswissenschaftler/in?

Zum Equipment gehören KI-Software, wissensbasierte Expertensysteme und Standard-IT-Hardware wie PC, Internetzugang und Telefon. Für Studien nutzt du Messgeräte, digitale Fragebögen oder Hightech-Prothesen, ergänzend Fachliteratur, Gutachten und Coaching-Leitfäden.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Kognitionswissenschaftler/in?

Fachkurse in Programmierung, Web- oder Softwareentwicklung halten dein Technik-Know-how aktuell. Ergänzend bieten Seminare in Psychologie, Biologie oder forschungsorientierter Methodik die Chance, dein interdisziplinäres Profil zu schärfen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kognitionswissenschaftler/in?

Ein Promotionsstudium in Kognitionswissenschaft, Computerlinguistik oder Mensch-Maschine-Interaktion öffnet dir die Tür zu Projekt- und Forschungsleitungen in Industrie oder Wissenschaft. Mit einer anschließenden Habilitation kannst du eine Professur anstreben; alternativ steigen erfahrene Kognitionswissenschaftler/innen in Führungsrollen etwa in UX- oder KI-Abteilungen auf.

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