Kieferorthopädischer Fachhelfer/Kieferorthopädische Fachhelferin
Über den Beruf
Kieferorthopädische Fachhelfer/innen assistieren beim Einsetzen von Zahnspangen, legen Instrumente bereit und reichen sie dem Fachzahnarzt an. Sie mischen Abformmaterial, nehmen Kieferabdrücke und fertigen Röntgenaufnahmen an, die sie anschließend digital dokumentieren. Vor jedem Einsatz reinigen und desinfizieren sie Zangen, Drähte und Behandlungseinheiten. Am Empfang begrüßen sie Patientinnen und Patienten, erklären an Modellen den Ablauf einer Multiband-Therapie und geben Tipps zu Pflege und Tragezeit. Im Hintergrund erstellen sie Heil- und Kostenpläne, führen elektronische Patientenakten, veranlassen Laboraufträge und rechnen Leistungen nach BEMA oder GOZ ab. Auch kleinere Laborarbeiten, etwa das Ausgießen von Gipsmodellen, gehören zum Alltag.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang wird oft eine Aus- oder Weiterbildung im zahnmedizinischen Bereich vorausgesetzt.
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Kieferorthopädische Fachhelfer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.053 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.524 € und 3.625 €. Zusatzzertifikate oder eine Anstellung in großen Ballungsräumen können das Einkommen nach oben verschieben.
Wie sind die Berufsaussichten als Kieferorthopädische Fachhelfer/in?
Die Berufsaussichten als Kieferorthopädische/r Fachhelfer/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerber/innen in eine starke Position bringt. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Einziger Wermutstropfen: Es werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kieferorthopädische Fachhelfer/in?
Im Praxisalltag arbeitest du in Teamstrukturen und stehst ständig im direkten Kontakt mit Patientinnen und Patienten, dabei trägst du Schutzkleidung wie Handschuhe, Mundschutz oder Bleischürzen. Die Tätigkeit verlangt viel Präzision, etwa beim Anpassen kleiner Drahtbögen oder beim Anfertigen von Abdrücken. Röntgengeräte und andere medizinische Anlagen erfordern sorgfältigen Strahlenschutz, und durch den engen Körperkontakt besteht eine erhöhte Infektionsgefahr.
Womit arbeitet man als Kieferorthopädische/r Fachhelfer/in?
Zum Einsatz kommen medizinische Geräte und Instrumente wie Behandlungsterminals, Röntgengeräte, Klammerzangen oder Spezialmesser. Du hantierst außerdem mit Verbrauchsmaterialien wie Betäubungsspritzen, Tupfern, Abformmassen und Bleischürzen. Für Terminplanung, Abrechnung und Dokumentation nutzt du PC, Internetzugang, Kartenlesegeräte und elektronische Patientenakten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Kieferorthopädische/r Fachhelfer/in?
Beliebte Kurse sind der Strahlenschutz/Röntgenschein, Hygienefortbildungen oder Labor-Workshops, um dein technisches Know-how zu vertiefen. Seminare in Praxismanagement, Abrechnung oder IGeL-Leistungen bereiten dich auf organisatorische Aufgaben vor. Auch Weiterbildungen in medizinisch-technischer Assistenz oder Gesundheitsförderung eröffnen neue Einsatzfelder.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kieferorthopädische/r Fachhelfer/in?
Mit einer Aufstiegsweiterbildung zur/zum Zahnmedizinischen Fachassistent/in oder Prophylaxeassistent/in kannst du eigenständig Prophylaxeprogramme durchführen und mehr Verantwortung in der Patientenberatung tragen.
