Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice

Auch bekannt als: Mobility and transport services clerk (m/f)

BerufsfeldVerkehr & Logistik
Arbeitsortein Reisezentren von Bahnhöfen · an Schaltern und Servicepoints · in Verkehrsmitteln · in Büroräumen · in Sicherheitszentralen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze40

Über den Beruf

Kaufleute für Mobilität und Verkehrsservice beraten Reisende, verkaufen Tickets und planen komplette Reiseketten über Bahn, Bus, Car- oder Bikesharing. Sie berechnen Tarife, wickeln Zahlungen ab und erstellen Angebote für Gruppenreisen oder Events wie Sonderfahrten mit Live-Musik. Im Fahrbetrieb kontrollieren sie Fahrscheine, unterstützen alleinreisende Kinder oder mobilitätseingeschränkte Personen und vermitteln bei Konflikten deeskalierend. Sie überwachen Videoanlagen, Aufzüge und Brandschutzeinrichtungen, melden Sicherheitslücken und leiten bei Bedarf Notmaßnahmen ein. Mithilfe digitaler Mobilitätsplattformen, E-Ticketing und KI-gestütztem Fahrplanmanagement analysieren sie Auslastungen, erstellen Dienst- und Fahrzeugeinsatzpläne und entwickeln neue Serviceideen. Bei Störungen organisieren sie Schienenersatzverkehr und informieren Fahrgäste per Ansage, App oder Funk.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.289 € brutto im Monat. Mit zunehmender Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.080 € und 3.735 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice?

Die duale Ausbildung ist auf 3 Jahre angelegt. In dieser Zeit wechselst du zwischen Betrieb und Berufsschule und verbindest Kundenservice mit kaufmännischem Know-how.

Welche Schulfächer sind wichtig für Kaufleute für Mobilität und Verkehrsservice?

Deutsch, Wirtschaft, Englisch beziehungsweise weitere Fremdsprachen und Mathematik sind besonders relevant. Gute Leistungen dort erleichtern dir Beratungsgespräche, das Verbuchen von Zahlungen und das Kalkulieren von Angeboten.

Ist der Beruf als Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice körperlich anstrengend?

Der Job erfordert eine robuste Gesundheit, ist aber kein Schwerarbeitseinsatz. Auf Bahnsteigen arbeitest du bei Kälte, Hitze oder Zugluft, führst Kontrollgänge in Fahrzeugen durch und musst dabei koordiniert sowie aufmerksam bleiben.

Wie sind die Berufsaussichten als Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice?

Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Die Beschäftigung steigt bis 2040, was zusätzliche Stellen eröffnet. Für Arbeitgeber wird es langfristig schwieriger, Fachkräfte zu finden – die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering, Stellen werden zügig besetzt. Zudem fallen weniger Altersabgänge an als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice?

Du solltest E-Ticketing-Systeme, Mobilitätsplattformen und mobile Terminals routiniert bedienen können. Darüber hinaus kommen Dokumentenmanagement-Systeme, Flotten- und KI-gestütztes Fahrplanmanagement sowie Tracking-Tools zum Einsatz, die du verstehen und auswerten musst.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice?

Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Schalter, Büro, Zugbegleitung und Sicherheitszentrale. Schichtdienst, Kundenkontakt und der Umgang mit technischen Anlagen wie Videoüberwachung oder Brandschutzsystemen gehören dazu. Witterungseinflüsse auf Bahnsteigen und häufig wechselnde Aufgaben fordern Flexibilität.

Womit arbeitet man als Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice?

Zum Handwerkszeug zählen Dienst- und Fahrpläne, Tariftabellen sowie elektronische Buchungssysteme. Du nutzt Kassen mit EC- und Kreditkartenlesern, mobile Scanner, Überwachungsanlagen und Software für Mobilitätsmanagement oder Fahrbetriebs­kontrolle. Auch PC, Telefon und Internetzugang sind unverzichtbar.

Kann man sich als Kaufmann/Kauffrau für Mobilität und Verkehrsservice selbständig machen?

Ja, möglich ist etwa eine Gründung im Personen- oder Gütertransport, in Kurier- und Paketdiensten oder mit einer Autovermietung. Die Übernahme eines Franchisebetriebs ist ebenfalls denkbar; Verbände wie der VDV oder der BGL bieten Informationen zu Finanzierung und Genehmigungen.

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