Kartograf/Kartografin (Hochschule) – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Kartograf/Kartografin (Hochschule)

Auch bekannt als: Cartographer (m/f)

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · im Freien, z.B. bei Ortsbegehungen und Kartierungsarbeiten · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen18

Über den Beruf

Kartografen und Kartografinnen sammeln Geländedaten aus Vermessungen, Luft- oder Satellitenbildern, bereinigen sie in Geoinformationssystemen (GIS) und gestalten daraus präzise Karten. Sie legen Maßstäbe, Kartennetze und Legenden fest, wählen Symbole und Farben und entscheiden, ob das Ergebnis als Stadtplan, Themenkarte oder interaktive Web-Anwendung erscheint. Für neue Aufträge kalkulieren sie Kosten, erstellen Arbeitspläne und prüfen vorhandene Basisdaten in Archiven oder bei Behörden. Bei Bedarf organisieren sie Drohnenflüge oder 3-D-Laserscans, um fehlende Messpunkte zu erfassen. Während der Produktion kontrollieren sie Probedrucke oder Bildschirmansichten, korrigieren Ungenauigkeiten und pflegen ein Namensverzeichnis sowie Metadaten. Durch regelmäßige Aktualisierungen halten sie Atlanten, Navigationskarten und Geodatendienste aktuell und verbessern deren Benutzerfreundlichkeit.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg ist i.d.R. ein abgeschlossenes Studium im Bereich Kartografie erforderlich. Für Führungsaufgaben oder besonders spezialisierte Tätigkeiten wird meist ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung sind häufig Promotion, z.B. zum Dr. phil., oder eine Habilitation notwendig; die Promotion setzt i.d.R. einen Hochschulabschluss wie Master oder Staatsexamen sowie Dissertation und mündliche Prüfung voraus, die Habilitation u.a. Promotion, Habilitationsschrift, mündliche Prüfung und mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Kartograf/Kartografin (Hochschule)Aktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Kartograf/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 52.404 € und 78.960 € pro Jahr. Je nach Arbeitgeber, Region und Berufserfahrung kannst du eher am unteren oder am oberen Ende dieser Spanne starten.

Ist der Beruf als Kartograf/in körperlich anstrengend?

Kartograf/innen müssen vor allem funktionstüchtige Arme und Hände sowie ein sicheres Farbsehvermögen mitbringen. Außentermine sind eher kurz und dienen der Datenerfassung; schwere körperliche Arbeit gehört nicht zum Alltag.

Wie sind die Berufsaussichten als Kartograf/in?

Die Berufsaussichten als Kartograf/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt, Arbeitgeber brauchen also länger, um offene Stellen zu besetzen – das spielt Jobsuchenden in die Karten. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Kartograf/in?

Kartograf/innen brauchen solide digitale Kompetenzen. Gefragt sind der sichere Umgang mit GIS-Software, automatisierter Bilderkennung für Luftaufnahmen, 3-D-Laserscanner zur Geländevermessung, Drohnentechnik sowie Dokumentenmanagement- und Open-Data-Plattformen, um Geodaten effizient zu pflegen und auszutauschen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kartograf/in?

Die Tätigkeit wechselt zwischen intensiver Bildschirmarbeit im Büro und kurzen Einsätzen im Gelände. Du trägst hohe Verantwortung für exakte Daten, leitest gelegentlich Teammitglieder an und stehst in engem Kundenkontakt, während Scanner, Plotter und andere Technik deinen Alltag bestimmen. Bei Außenterminen können Kälte, Hitze oder Nässe hinzukommen.

Womit arbeitet man als Kartograf/in?

Kartograf/innen nutzen moderne Vermessungsgeräte, spezialisierte GIS-Software und großformatige Plotter. Zu den Arbeitsmitteln gehören außerdem digitale Geoinformationsdaten, historische Karten, Flächennutzungspläne und Simulationstools für Verkehrs- oder Leitungsnetze. Im Gelände kommen klassische Winkelmessinstrumente, Drohnen oder mobile GPS-Einheiten zum Einsatz.

Kann man sich als Kartograf/in selbständig machen?

Eine freiberufliche Tätigkeit ist möglich, etwa als Dienstleister/in für einen kartografischen Verlag oder mit einem eigenen Ingenieurbüro für Kartografie. Besonders gefragt sind maßgeschneiderte Themenkarten und GIS-Analysen für Kommunen oder Unternehmen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Kartograf/in?

Kartograf/innen können sich über Kurse in Geoinformationssystemen, Vermessungstechnik oder computergestützter Grafik weiterqualifizieren. Fortbildungen in Geowissenschaften oder in Forschung und Entwicklung vertiefen dein Profil und eröffnen neue Einsatzfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kartograf/in?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über ein Masterstudium in Kartografie oder Vermessungstechnik. Wer in Forschung oder Lehre arbeiten will, kann anschließend promovieren und sich mit einer Habilitation für eine Professur qualifizieren. In Unternehmen oder Behörden ebnet dir eine Promotion den Weg zu leitenden Positionen.

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